Breitnau - LinkFang.de





Breitnau


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Breisgau-HochschwarzwaldVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 1018 m ü. NHN
Fläche: 39,9 km²
Einwohner: 1734 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79874
Vorwahl: 07652
Kfz-Kennzeichen: FR
Gemeindeschlüssel: 08 3 15 016
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 11
79874 Breitnau
Webpräsenz: www.gemeinde-breitnau.de
Bürgermeister: Josef Haberstroh
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Breitnau ist eine Gemeinde im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, ca. 30 km östlich von Freiburg im Breisgau im Südschwarzwald (Hochschwarzwald).

Geografie

Das Gebiet von Breitnau ist sehr weitläufig mit vielen, verstreut gelegenen, zum Teil großen Bauernhöfen, die meisten davon mit dem für den Schwarzwald typischen Krüppelwalmdach. Der eigentliche Ortskern ist vergleichsweise klein, ist aber in den letzten Jahren im Zunehmen begriffen. Der höchste Berg ist die Weißtannenhöhe.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Breitnau gehören die Dörfer Hinterdorf, Steig (seit 1935 zu Breitnau) und Vorderdorf, die Zinken Beim Löwen, Bisten (teilweise auch zu Hinterzarten), Bruckbach, Eckbach, Einsiedel, Fahrenberg, Freyel, Hintereck, Hirschsprung, Höllsteig, Hohlengraben, Jungholz-Föhrwald, Löffeltal, Moos, Oberhöllsteig, Ödenbach, Posthalde, Ravenna(schlucht), Siedelbach (nach 1860 zu Breitnau), Tiefen, Winterhalden und Wirbstein, die Höfe Haberstrohhof, Holzhof, Kuhnenbach, Schuhmächerlehof und Zimmeracker und die Wohnplätze Bäuerleshütte, Birklehof, Eckerhäusle, Falkenfreyel, Hundsschachen, Jockelhäusle, Jörgenhäusle, Nessellachen und Paulyhäusle. Im Gemeindegebiet liegt die abgegangene Burg Falkenstein.[2]

Geschichte

Breitnau wird erstmals 1275 als Breittnowe urkundlich erwähnt. Die erste Kirche im Ort wurde jedoch bereits um 1200 erbaut, die St.-Oswald-Kapelle sogar schon 1148 eingeweiht. Das Gebiet war damals im Besitz der Herren von Falkenstein. 1408 verkauften die inzwischen verarmten Falkensteiner ihren Besitz an die Herren Schnewlin von Landeck. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts ging der Ort an die Herren von Sickingen.

1688 wurden auf Veranlassung des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden Schanzen errichtet, die französische Truppen aufhalten sollten. Diese Mühe war jedoch vergeblich, da die Franzosen den Ort zwei Jahre später überfielen und dabei den Pfarrhof sowie 14 Bauernhöfe niederbrannten.[3] 1755 wurde zum ersten Mal die schlechte Wegeverbindung durch das Höllental ausgebaut, um dem Brautzug von Prinzessin Marie Antoinette auf ihrem Weg nach Paris möglichst viel Strecke auf vorderösterreichischem Gebiet zu ermöglichen. Nach 1806 verkauften die Herren von Sickingen Breitnau an das neu errichtete Großherzogtum Baden.

Religionen

Eine Kirche ist im Ort seit ca. 1200 nachweisbar. Die heutige katholische Pfarrkirche ist St. Johannes geweiht und stammt von 1753. Die nächstgelegene evangelische Kirche ist St. Jakob in Hinterzarten.

Politik

Der Gemeinderat setzt sich aus 10 Mitgliedern zusammen, die am 7. Juni 2009 bei einer Wahlbeteiligung von 64,8 % neu gewählt wurden. Dem Gremium gehören danach drei Frauen und sieben Männer an.

Bürgermeister war bis 31. August 2009 Wolfgang Schlachter. Zum neuen Bürgermeister wurde am 5. Juli 2009 Josef Haberstroh gewählt, der sein Amt am 1. September 2009 antrat.

Mit dem südlich gelegenen Nachbarort Hinterzarten verbindet Breitnau eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft und eine touristische Werbegemeinschaft. Außerdem teilen sich die Gemeinden Grund- und Hauptschule.

Wirtschaft und Infrastruktur

Breitnau lebt überwiegend von Forst- und Weidewirtschaft. In der Nähe der Bundesstraße 500 spielt zudem der Tourismus eine eher kleine Rolle. Im Sommer eignet sich Breitnau für Wanderungen. Klares Wetter vorausgesetzt, ergeben sich dabei weite Sichten über die Rheinebene und die jenseits gelegenen Vogesen. Obwohl das Gelände in weiten Bereichen eine Art Hochebene darstellt, gibt es steile Wege hinunter ins Höllental oder durch die Ravennaschlucht. Im Winter eignet sich Breitnau mit der Loipe Thurnerspur und dem Anschluss an die Skilanglaufstrecke SchonachHinterzarten für den Skilanglauf. Drei kleine Skilifte eignen sich für den lokalen Abfahrtslauf.

Seit 1970 ist Breitnau als Kurort anerkannt.

Verkehr

Abseits vom Ortskern wird Breitnau von der den Schwarzwald von Norden nach Süden durchlaufenden B 500 (Schwarzwaldhochstraße) passiert.

Seit dem 21. Mai 1887 verbindet die Höllentalbahn mit ihrem Bahnhof in Hinterzarten Breitnau mit dem überregionalen Schienennetz. Die ehemaligen Bahnstationen Hirschsprung, Posthalde und Höllsteig (bei der Ravennaschlucht), die alle auf der Gemarkung Breitnau liegen, werden heute nicht mehr bedient. Außerdem wird Breitnau von den Buslinien 7216 (Freiburg – St.Peter – St. Märgen – Breitnau – Hinterzarten) und 7261 (Neustadt – St. Märgen) der Südbadenbus-Gesellschaft angefahren.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Hirschsprung ist eine schluchtartige Verengung des Höllentals.

Sehenswert ist die Ravennabrücke am unteren Ende der Ravennaschlucht, ein Eisenbahnviadukt der Höllentalbahn. Unterhalb des Viadukts liegt das Hotel Hofgut Sternen, das seit über 250 Jahren besteht. Dort übernachteten schon Johann Wolfgang von Goethe (1779) und Felix Mendelssohn Bartholdy (1837). Im Jahr 1770 kam Marie-Antoinette auf ihrer Brautreise mit großem Aufgebot am Hofgut Sternen vorbei. In einem Seitengebäude befindet sich eine Glasbläserei. In der Nähe steht die 800 Jahre alte, denkmalgeschützte Kapelle St. Oswald mit ihrem spätgotischen Altar.

Ebenfalls sehenswert ist schließlich der neben der Dorfkirche gelegene alte Pfarrhof, der weitgehend originalgetreu restauriert wurde.

Persönlichkeiten

  • Alois Faller (* 1812 in Höllsteig; † 1882 in New York), Jurist, Revolutionär und Parlamentarier
  • Lorenz Helmle (* 1783 in Breitnau; † 1849 in Freiburg im Breisgau), Glasmaler
  • Andreas Helmle (* 1784 in Breitnau; † 1839 in Freiburg im Breisgau), Glasmaler
  • Conrad Ruf (* 1840 in Breitnau; † 1922 in Freiburg im Breisgau), Fotograf

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2. S. 101–103
  3. Andreas Haasis-Berner, Johannes Lauber, Ute Seidel; Regierungspräsidium Freiburg Referat 26 – Denkmalpflege: Barocke Schanzen im Schwarzwald. Die Verteidigungsanlagen auf den Schwarzwaldhöhen. Zwischen Höllental und Tal der Wilden Gutach. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg. Januar 2010, S. 29 (pdf [abgerufen am 27. Dezember 2010]).

Weblinks

 Commons: Breitnau  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Kategorien: Ort im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald | Breitnau | Gemeinde in Baden-Württemberg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Breitnau (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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