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Breese


Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Breese im Landkreis Prignitz. Für andere Bedeutungen siehe Breese (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: PrignitzVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Amt: Bad Wilsnack/Weisen
Höhe: 25 m ü. NHN
Fläche: 23,69 km²
Einwohner: 1481 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km²
Postleitzahl: 19322
Vorwahlen: 03877 + 038791
Kfz-Kennzeichen: PR
Gemeindeschlüssel: 12 0 70 052
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil,
1 bewohntes Gemeindeteil,
2 Wohnplätze[2]
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 1
19336 Bad Wilsnack
Webpräsenz: amt-badwilsnack-weisen.de
Bürgermeister: Werner Steiner (SPD)
}

Breese ist eine Gemeinde im Landkreis Prignitz in Brandenburg. Sie wird vom Amt Bad Wilsnack/Weisen mit Sitz in Bad Wilsnack verwaltet.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Nordwesten Brandenburgs etwa zwei Kilometer östlich der Stadt Wittenberge im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe - Brandenburg. An der westlichen Gemeindegrenze fließt die Stepenitz in Richtung Elbe. Die Bahnlinie Berlin–Hamburg verläuft durch das Gemeindegebiet, besitzt hier aber nur einen ehemaligen Haltepunkt.

Zu Breese gehören der Ortsteil Groß Breese und der bewohnte Gemeindeteil Kuhblank sowie die zwei Wohnplätze Ausbau und Buutendörp.[2]

Eingemeindungen

Kuhblank gehört seit dem 1. Oktober 1973 zur ehemaligen Gemeinde Groß Breese.[3] Groß Breese wurde am 26. Oktober 2003 eingemeindet.[4]

Geschichte

Breese

Breese wurde 1317 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname stammt aus dem Slawischen und bedeutet so viel wie „Ort, wo die Birken stehen“. Die drei Dörfer der Gemeinde (Breese, Groß Breese, Kuhblank) sind vom Ursprung her Rundlinge.

Klein Breese gehörte einst zum Gut Neuburg. Urnenfunde belegen eine Besiedlung der Gemarkung bereits zur Bronzezeit. Von 1441 bis 1728 besaßen die Ritter von Retzdorf, bis 1825 die Herren von Möllendorf und nach 1828 ein Herr Strilack das Gut. 1820 wurde Klein Breese infolge eines Brandes fast vollständig zerstört. Von 1849 bis 1878 war Klein Breese Teil der Gemeinde Wittenberge und gehörte danach bis 1952 zum Amtsbereich Wittenberge. 1877 wurde das Gut Klein Breese aufgelöst.

Ein durch Ansiedlung von Kolonisten entstandenes Mittel Breese wurde zusammen mit Klein Breese 1939 zur Gemeinde Breese vereinigt.

Im Mai/Juni 2013 war Breese vom Elbhochwasser 2013 betroffen. [5]

Groß Breese

Bei einem Großbrand im Jahr 1840 wurde der gesamte Ort vernichtet, da es sich um ein Rundlingsdorf mit eng beieinander stehenden Häusern handelte. Ausnahme war die Kirche, deren Turm aber ebenfalls nicht mehr zu retten war. Um eine erneute Feuersbrunst zu verhindern, wurde das Dorf als Straßendorf neu aufgebaut, und zwar innerhalb eines Jahres. Aus dieser Zeit stammt die breite Hauptstraße mit dreifacher (vormals vierfacher) Baumreihe auf jeder Straßenseite.

Groß Breese ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Historische Dorfkerne im Land Brandenburg“.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1946 1 647
1950 1 634
1964 1 481
1971 1 452
1981 1 221
1985 1 195
1989 1 175
1990 1 133
1991 1 087
Jahr Einwohner
1992 1 075
1993 1 077
1994 1 074
1995 1 130
1996 1 173
1997 1 233
1998 1 266
1999 1 340
2000 1 382
Jahr Einwohner
2001 1 411
2002 1 366
2003 1 691
2004 1 671
2005 1 655
2006 1 624
2007 1 622
2008 1 603
2009 1 594
Jahr Einwohner
2010 1 560
2011 1 482
2012 1 473
2013 1 456
2014 1 447
2015 1 481

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[6][7], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung von Breese besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[8]

Bürgermeister

Werner Steiner (SPD) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 71,3 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[9] gewählt.[10]

Wappen

Das Brandenburgische Landeshauptarchiv erteilte der Gemeinde Breese seine Zustimmung zur Führung von Wappen und Flagge am 14. November 2012.

Blasonierung: „In Silber eine rote Nadel mit einem durch das Öhr gesteckten, zweifach (b-förmig) um die Nadel geschlungenen und beiderseits abgerissenen roten Faden, daneben ein steigendes rotes Einhorn.“[11]

Das Einhorn ist dem Wappen der Uradelsfamilie von Retzdorf entlehnt, der vom 14. bis 18. Jahrhundert als Gutsherrschaft die Orte Groß und Klein Breese und die Kolonie Mittelbreese ganz oder anteilsweise gehörten. Die Nadel ist Sinnbild für die 1903 in Wittenberge angesiedelte Nähmaschinenfabrik der Firma Singer. Das Unternehmen war eine der wichtigsten Arbeitgeber für Breese und hat das Erscheinungsbild des Ortes durch die 1925 gebaute Werkssiedlung nachhaltig geprägt. Der b-förmig um die Nadel geschlungene Faden verweist auf den Anfangsbuchstaben des Ortsnamens.

Das Wappen wurde auf Initiative des Prignitz-Herold e. V. von dessen Mitgliedern und der Gemeinschaft wappenführender Familien entworfen und von Sven Schwab für die Gemeinde gestaltet.

Flagge

Die Flagge von Breese ist Rot-Weiß (1:1) gestreift mit dem Gemeindewappen in der Mitte.

Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmale in Breese stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Sonstige Sehenswürdigkeiten sind:

  • Heimatstube des Heimat-, Geschichts- und Kulturverein e.V. Groß Breese/Kuhblank
  • Kirche Groß Breese

Weblinks

 Commons: Breese  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg . Gemeinde Breese. Abgerufen am 21. November 2012.
  3. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  5. FAZ: Kein Damm für Herrn Neumann
  6. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Prignitz . S. 14–17
  7. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  8. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  9. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  10. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  11. Brandenburgisches Landeshauptarchiv: Genehmigungsbrief. Potsdam: 14.11.2012

Kategorien: Ort im Landkreis Prignitz | Breese | Gemeinde in Brandenburg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Breese (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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