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Brandscheid (Eifel)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-PrümVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Prüm
Höhe: 555 m ü. NHN
Fläche: 16,26 km²
Einwohner: 323 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km²
Vorwahl: 06555
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 207
Adresse der Verbandsverwaltung: Tiergartenstraße 54
54595 Prüm
Webpräsenz: www.brandscheid-eifel.de
Ortsbürgermeister: Helmut Neuerburg
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Brandscheid ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Prüm an.

Geographie

Brandscheid liegt im Naturpark Nordeifel. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Bongert, Brandscheiderhof, Feriendorf Schnee-Eifel, Forsthaus Bleialf, Forsthaus Brandscheid, Hamburg und Schneifel.[2]

Geschichte

Ein Wald Brandscheit und damit der Ortsname wurde zum ersten Mal in einem Vertrag aus dem Jahre 1286 zwischen dem Abt Walther von Prüm und Heinrich und Gerhard von Schönecken urkundlich erwähnt. Der Ortsname verweist auf mittelalterliche Brandrodungen hin.

In einer Prümer Urkunde aus dem Jahre 1273 werden Heinrich und Wirich von Brandscheid genannt. Wirich wird auch benannt als Dechant des Stiftes „Unserer Lieben Frau“ zu Prüm. Von ihm kaufte sein „Magen“ – wohl ein Verwandter – den Busch Aspe, der bei Bleialf liegt. Der Name von Brandscheid(t) wird in vielen Urkunden und Schriftstücken über ca. 300 Jahre häufig genannt, so 1304 Heinrich, genannt „Freymann“ von Brandscheid, und Gobelin von Brandscheid. 1343 und 1357 wird ein Johann von Brandscheid erwähnt als Burgmann in Schönecken. Schon 1336 hatte Hartrad von Schönecken ihn mit Sefferweich als Schöneckener Burglehen belehnt.

Brandscheid gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum kurtrierischen Amt Prüm und war der Schultheißerei Bleialf zugeordnet. Das Dorf Brandscheid in der prümischen Schultheißerei Alf zählte im Jahr 1684 25 Feuerstellen oder Haushalte, eine Urkunde aus dem Jahr 1756 nennt 56 Namen, 1787 wurden 124 Einwohner gezählt.[3]

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt. Von 1798 bis 1814 unterstand Brandscheid dem französischen Kanton Schönberg im Saardepartement. Bei der Reorganisation der Kirchenwesens wurde Brandscheid 1803 Sukkursalpfarrei (Hilfspfarrei) mit den Filialorten Sellerich, Hontheim, Herscheid und Buchet.[3]

Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress kam die Region 1815 zum Königreich Preußen. Unter der preußischen Verwaltung gehörte Brandscheid zur Bürgermeisterei Bleialf im 1816 neu gebildeten Kreis Prüm im Regierungsbezirk Trier. Im Jahr 1843 hatte Brandscheid 57 Häuser in denen 341 Menschen lebte, alle waren katholisch. Zur Gemeinde gehörten seinerzeit auch die aus Einzelhäusern bestehenden Wohnplätze Mühlenberg, Unterbrandscheid und Wilhelmsau.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Brandscheid, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

Jahr Einwohner
1815 233
1835 341
1871 554
1905 385
1939 847
1950 346
Jahr Einwohner
1961 371
1970 369
1987 330
1997 353
2005 344
2014 323

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Brandscheid besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bis 2014 gehörten dem Gemeinderat sechs Ratsmitglieder an.[6]

Sehenswürdigkeiten

Die katholische Sankt-Kornelius-Kirche ist ein spätgotischer Bau aus der Zeit um 1500. Er wurde im Zweiten Weltkrieg bis auf den Außenbau zerstört und ab 1949 weitgehend nach dem Originalbau wiederhergestellt.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Brandscheid

Weblinks

 Commons: Brandscheid (Eifel)  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2014 , Seite 94 (PDF; 2,4 MB)
  3. 3,0 3,1 Peter Oster: Geschichte der Pfarreien der Dekanate Prüm-Waxweiler. Paulinus-Druckerei, Trier 1927, S. 870 ff (dilibri Rheinland-Pfalz ).
  4. Georg Bärsch: Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier. Band 2, Lintz, Trier 1846, S. 60 (Google Books ).
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen

Kategorien: Brandscheid (Eifel) | Ort im Eifelkreis Bitburg-Prüm | Gemeinde in Rheinland-Pfalz

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Brandscheid (Eifel) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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