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Bröhan-Museum


Das Bröhan-Museum Berlin ist das international ausgerichtete Landesmuseum für Jugendstil, Art Déco und Funktionalismus (1889–1939). Es befindet sich in einer spätklassizistischen Infanteriekaserne gegenüber dem Schloss Charlottenburg in der Berliner Schloßstraße 1 A im Ortsteil Charlottenburg. Die Bestände gliedern sich in zwei Hauptgebiete: Kunsthandwerk und Bildende Kunst.

Der Sammler und Mäzen Karl H. Bröhan

Das Museum trägt den Namen seines Gründers Karl H. Bröhan (1921–2000), der seit 1966 Kunstwerke des Jugendstils und des Art Déco zusammentrug und anlässlich seines 60. Geburtstages der Stadt Berlin schenkte.[1] Die Kunstsammlung war von ihm kontinuierlich aufgebaut und seit 1973 in einer Dahlemer Villa der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Am 14. Oktober 1983 bezog die Sammlung Räume in dem spätklassizistischen, zum Charlottenburger Schloss-Ensemble gehörenden ehemaligen Infanterie-Kasernengebäude von 1893.[2] Im Jahr 1994 wurde das Bröhan-Museum ein Landesmuseum. Durch die internationale Bedeutung der Sammlung nimmt das Bröhan-Museum innerhalb des Museumsstandortes Berlin und über nationale Grenzen hinaus einen wichtigen Platz ein.[3]

Museumskonzept

Die Museumskonzeption folgt dem Prinzip der Präsentation von Kunstobjekten als Raumensembles. Die Zeitspanne vom Jugendstil als Wegbereiter der Moderne bis zum Art Déco und Funktionalismus wird durch ausgewählte Beispiele aus Glas, Keramik, Porzellan, Silber und Metall in Kombination mit Möbeln, Teppichen, Beleuchtungskörpern, Grafiken und Gemälden repräsentativ dargestellt. Die Sammlung veranschaulicht die Gleichwertigkeit verschiedener Kunstäußerungen.[4]

Sammlungsschwerpunkte

Schwerpunkte der Sammlung sind Arbeiten des französischen und belgischen Art Nouveau, des deutschen und skandinavischen Jugendstils sowie Ensembles des französischen Art Déco.

Porzellan

Das Bröhan-Museum ist Hort einer außergewöhnlich reichen Porzellansammlung bedeutender Manufakturen (KPM Berlin, Königlich Kopenhagen, Meißen, Nymphenburg, Sèvres etc.) ebenso wie von Metall- und Glasarbeiten der wichtigsten Künstler und Unternehmen dieser Zeit, einschließlich der wegweisenden industriellen Produktion.

Jugendstil

Das Spektrum umfasst u. a. herausragende Beispiele folgender Künstler und Unternehmen: Émile Gallé und Joh. Loetz Witwe, Möbel von Eugène Gaillard, Hector Guimard, Louis Majorelle, Peter Behrens, Bruno Paul und Richard Riemerschmid, Möbelensembles von Jacques-Émile Ruhlmann, Art Déco-Kunst wie die Schmiedearbeiten von Edgar Brandt, Silber von Jean Puiforcat, Paris, und Georg Jensen, Kopenhagen.

Entwerfer serieller Gestaltung

Bedeutende Entwerfer serieller Gestaltung der Epoche von 1900 bis 1939 sind mit exemplarischen Arbeiten vertreten wie Friedrich Adler, Albin Müller, Christopher Dresser, Jan Eisenloeffel, Hermann Gretsch, Archibald Knox, Joseph Maria Olbrich, Trude Petri und Wilhelm Wagenfeld.

Maler der Berliner Secession

Die Bildersammlung des Bröhan-Museums umfasst insbesondere Maler der Berliner Secession wie Hans Baluschek, Karl Hagemeister, Willy Jaeckel, Walter Leistikow und Franz Skarbina.

Art Déco

Der vom Kubismus beeinflusste Jean Lambert-Rucki ist mit einer umfangreichen Gemäldegruppe vertreten und bildet eine adäquate Ergänzung zu den französischen Art Déco-Möbeln.

Ausstellungsräume

Erdgeschoss

Hier befindet sich eine Ausstellung mit Exponaten aus der Zeit des Jugendstils mit Möbeln, Porzellan und Gemälden.

1. Obergeschoss

Hier werden wechselnde Sonderausstellungen zu verschiedenen Aspekten des Jugendstil, Art Déco und der Berliner Secession gezeigt. Seit dem 25-jährigen Bestehen des Museums, im Dezember 1998, sind Gemälde, Pastelle und Zeichnungen in einer Bildergalerie in der ersten Etage zu sehen.

Drittes Obergeschoss

Das zweite Obergeschoss gehört nicht zum Museumsbereich. Im dritten Obergeschoss befindet sich ein zentraler heller Raum mit Empore, in dem kunsthandwerkliche Gegenstände ausgestellt sind. Der Raum wird auch für Veranstaltungen genutzt. Jeweils ein Kabinett ist dem belgischen Jugendstilkünstler Henry van de Velde und dem Wiener Secessionskünstler Josef Hoffmann gewidmet. In einem der Zimmer ist ein Hochzeitszug mit unterschiedlichen Figuren nach einem Vorbild von der Königlichen Porzellanmanufaktur gestaltet worden.

Umfeld des Museums

Gegenüber dem Museum, auf der Mittelpromenade der Schloßstraße, steht seit 1901 das Prinz-Albrecht-Denkmal der Bildhauer Eugen Boermel und Conrad Freyberg.

Literatur

  • 30 Jahre Bröhan-Museum Berlin. Kunsthandwerk und Industriedesign. Bildergalerie. Berlin, Leipzig 2002, ISBN 3-9807894-2-X.
  • Bröhan-Museum Berlin – Jugendstil – Art Déco – Funktionalismus. Prestel, München, Berlin, London, New York 2006, ISBN 3-7913-3573-1.

Weblinks

 Commons: Bröhan-Museum  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bröhan-Museum. In: Vis-à-vis Berlin. Dorling Kindersley Verlag GmbH, München 2004. ISBN 3-928044-50-8. S. 165.
  2. Bröhan-Museum. In: ADAC Reiseführer Berlin. ISBN 3-87003-726-1. S.117.
  3. Das Bröhan-Museum
  4. Das Bröhan-Museum

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bröhan-Museum (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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