Bottrop Hauptbahnhof - LinkFang.de





Bottrop Hauptbahnhof


Bottrop Hbf
Daten
Lage im Netz Trennungsbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise

3

Abkürzung

EBTH

IBNR 8000047
Vorlage:Infobox Bahnhof/Wartung/IBNR in Wikidata verschieden von lokaler IBNR
Kategorie

4

Eröffnung

1905 Inselbahnhof der PSE
1999 Bahnhof der DBAG

Webadresse

www.bahnhof.de

Lage
Stadt/Gemeinde

Bottrop

Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
}
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
i16i16i18

Bottrop Hauptbahnhof ist der einzig verbliebene Personenbahnhof der Stadt Bottrop. Die älteren Bahnhöfe Bottrop Nord und Bottrop Süd sind seit 1960 beziehungsweise 1974 für den Personenverkehr geschlossen. Darüber hinaus existieren drei Haltepunkte in Bottrop-Boy, Bottrop-Vonderort und Feldhausen. Der Bahnhof ist in der Bahnhofskategorie 4 eingestuft.

Lage und Aufbau

Der Bahnhof befindet sich im Süden der Stadt Bottrop. Die Betriebsstelle liegt an den VzG-Strecken 2242 (Gerschede – Bottrop Hbf), 2246 (Oberhausen-Osterfeld – Bottrop Hbf – Hugo [Abzw]), 2248 (Essen-Dellwig Ost – Bottrop Hbf) und 2250 (Oberhausen-Osterfeld – Hamm [Westf] Rbf). Die Einfahrsignale stehen von Westen kommend unweit der Stadtgrenze zu Oberhausen beziehungsweise Essen, von Süden (Gerschede) kommend in Höhe der Bahnhofstraße und von Osten kommend zwischen den Halden Prosperstraße und Beckstraße. Der Bahnhof ist von Westen kommend in die Bahnhofsteile Bottrop Hbf Pbf (Personenbahnhof), Bottrop Hbf Gbf (Güterbahnhof) und Bottrop Hbf Not (Standort ehemaliges Stellwerk Not) unterteilt.

Der Personenbahnhof verfügt über drei Bahnsteiggleise an zwei Bahnsteigen. Gleis 1 wird planmäßig von den Zügen der S-Bahn Rhein-Ruhr befahren, der Bahnsteig ist durchgehend 96 Zentimeter hoch. An den Gleise 2 und 3 halten planmäßig die Regionalzüge nach Essen Hbf oder Oberhausen Hbf sowie Borken über Dorsten; die Bahnsteigkanten sind daher teilweise auf 76 Zentimeter abgesenkt.[3]

Es gibt hier einen Fahrradverleih, jedoch kein Reisezentrum.

Geschichte

Bereits am 12. November 1879 hatte die Königlich-Westfälische Eisenbahn-Gesellschaft das Teilstück Horst – Osterfeld WfE ihrer Emschertalbahn in Betrieb genommen, ohne allerdings auf Bottroper Stadtgebiet einen Bahnhof zu errichten. Schon ein Jahr später wurde die Gesellschaft verstaatlicht, die Strecke teilweise zurückgebaut.[4]

Am 1. Mai 1905 eröffnete die Preußischen Staatseisenbahnen die Hamm-Osterfelder Bahn,[5] die ab Osterfeld Süd (heute: Oberhausen-Osterfeld) parallel zur westfälischen Strecke verläuft und etwa vier Kilometer östlich des heutigen Hauptbahnhofs nach Norden schwenkt. Mit der Strecke wurde gleichzeitig knapp einen halben Kilometer östlich des heutigen Hauptbahnhofs der damals Bottrop (Westf) genannte Bahnhof eröffnet.[6] Dieser war als Inselbahnhof zwischen den beiden Bahnstrecken konzipiert, das Empfangsgebäude lag östlich der Bahnhofsstraße und wurde von der Hamm-Osterfelder Bahn im Norden und der Westfälischen Emschertalbahn im Süden eingeschlossen. Das Gebäude war ein Fachwerkbau mit schiefergedecktem Walmdach. Aufgrund seines charakteristischen Äußeren erhielt es den Spitznamen „Knusperhäuschen“.[7]

Der Bahnhof Bottrop CME der ehemaligen Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft an der Strecke Ruhrort – Dortmund war zu diesem Zeitpunkt umbenannt worden in Bottrop Süd,[8] der Bahnhof Bottrop RhE der ehemaligen Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft an der Strecke Duisburg – Dorsten – Coesfeld – Rheine – Quakenbrück in Bottrop Nord.[9]

Der Bahnhof wurde 1913 über eine Verbindungskurve mit dem Rangierbahnhof Frintrop verbunden.[10] Am 1. Juli 1922 ging die Verbindungsstrecke zur Strecke Osterfeld Nord – Mülheim-Heißen / Essen West in Betrieb.[11] Seit Juni 1933 trägt die Betriebsstelle den Namen Bottrop Hbf.[7] Die „westfälische Strecke“ ab Bottrop war nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder in Betrieb genommen und zum Teil abgebaut worden.[4]

Am 13. Juli nahm die Bundesbahndirektion Essen das Zentralstellwerk Bof in Betrieb. Das Relaisstellwerk der Bauart SpDrL60 von Standard Elektrik Lorenz ersetzte die vier mechanischen Stellwerke Bpt, Not, Ot und Wt aus der Eröffnungszeit.[12][13][14][15][16]

Im Frühjahr 1978 ließ die Bundesbahndirektion Essen die Schalterhalle des Bahnhofs renovieren.[17] Eine Renovierung des gesamten Bahnhofsgebäudes blieb hingegen aus. Anfang der 1990er Jahre fiel der Beschluss, das Gebäude abzureißen und den Personenbahnhof um etwa 500 Meter nach Westen zu verlegen. Der Abriss begann im Februar 1995,[18] heute verlaufen an dieser Stelle die Gleise der Hamm-Osterfelder Bahn. Der neue Bahnhof mit drei Bahnsteigen ging 1999 in Betrieb.[6]

Seit September 2012 wird das Stellwerk Bof vom Elektronischen Stellwerk Of in Oberhausen-Osterfeld aus ferngesteuert.[12]

Verkehrsanbindung

Regional- und S-Bahnverkehr

Der Bahnhof wird von folgenden Nahverkehrszügen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr angefahren:

Fahrplanangebot 2015
Linie Verlauf Takt Betreiber
RE 14 Der Borkener:
Borken (Westf) – Marbeck-Heiden – Rhade – Deuten – Hervest-Dorsten – Dorsten – Feldhausen – Gladbeck-Zweckel – Gladbeck West – Bottrop Hbf – Essen-Borbeck – Essen Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
60 min NordWestBahn
RB 44 Der Dorstener:
Oberhausen Hbf – Oberhausen-Osterfeld Süd – Bottrop-Vonderort – Bottrop Hbf – Bottrop-Boy – Gladbeck West – Gladbeck-Zweckel – Feldhausen – Dorsten
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
60 min NordWestBahn
DB Regio NRW

Busverkehr

Der Bottroper Hauptbahnhof befindet sich zusammen mit dem Kreis Recklinghausen im Fahrplanbereich 2 des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr und wird von Omnibussen durch die Vestischen Straßenbahnen, Essener Verkehrs-AG (EVAG) und dem Busverkehr Rheinland (BVR) am nördlichen Bahnhofsausgang angefahren. Bis auf die Buslinie 294 bedienen alle auch den Zentralen Omnibusbahnhof am Berliner Platz in der Innenstadt.

Werktags verkehren alle Linien (bis auf die Linien 294 und SB29) ab 4:30 Uhr im 20-Minuten-Takt, während am Wochenende der Hauptbahnhof alle 30 Minuten angefahren wird (ausgenommen die SB-Linien und die Taxibus-Linie 294). Um eine bessere Anbindung zur Essener Innenstadt zu bieten, fährt nachts (werktags bis 1:00 Uhr) eine Nachtbus-Linie, die NE16, den Bottroper Hauptbahnhof an. Dieser fährt (werktags bis 2:00 Uhr) von Essen Hauptbahnhof zum Bottroper Hauptbahnhof und zum ZOB Berliner Platz, um den Anschluss an die Bottroper Innenstadt zu gewährleisten.

Linie Verlauf
SB16 Essen Hbf → Hollestr. – Rathaus Essen – Berliner Platz – Universität Essen – Essen-Bergeborbeck – Bottrop-Ebel – Bottrop Hbf – Bottrop ZOB Berliner Platz – Bottrop-Fuhlenbrock – Eigen – Grafenwald – Kirchhellen Schulze-Delitzsch Str. | – Bottrop-St. Antonius Hospital – Feldhausen Bf – Movie Park | – ZOB Dorsten
SB29 Gelsenkirchen HauptbahnhofMusiktheaterBottrop HbfBottrop ZOB Berliner Platz
186 Bottrop ZOB Berliner Platz – Bottrop Hbf – Essen-Dellwig – Gerscheder Weiden – Borbeck Germaniaplatz – Borbeck Bf – Schönebeck – Borbeck Süd Bf – Altendorf Schölerpad
261 Bottrop-EbelBottrop HbfBatenbrockBottrop ZOB Berliner PlatzFuhlenbrockEigen Markt
262 Bottrop Eigen MarktBatenbrockBottrop Hbf – Südring – Bottrop ZOB Berliner Platz
264 Bottrop, Börenstraße – Eigen MarktBottrop ZOB Berliner PlatzVonderortBottrop Hbf
TB 294 Bottrop HbfWelheimer Mark – Klopriesstr. (– Am Kämpchen)
Taxibus, der nur nach Voranmeldung fährt.
NE16 Essen Hbf → Hollestr. – Rathaus Essen – Berliner Platz – Universität Essen – Essen-Bergeborbeck – Gerscheder Weiden – Bottrop-Ebel – Bottrop Hbf – Bottrop ZOB Berliner Platz

Weblinks

 Commons: Bottrop Hauptbahnhof  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

NRWbahnarchiv von André Joost:

weitere Belege

Einzelnachweise

  1. Bahnsteiginformationen. Station Bottrop Hbf. Deutsche Bahn AG, 12. März 2015, abgerufen am 19. April 2015.
  2. 4,0 4,1 André Joost: strecken/2246.htm Streckenarchiv 2246 – Hugo – Oberhausen-Osterfeld Süd. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 12. April 2015.
  3. André Joost: strecken/2250.htm Streckenarchiv 2250 – Oberhausen-Osterfeld Süd – Hamm. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 12. April 2015.
  4. 6,0 6,1 André Joost: esn/EBTH.htm BetriebsstellenArchiv Bottrop Hbf. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 12. April 2015.
  5. 7,0 7,1 Dirk Aschendorf: Ein Zug wird kommen… In: WAZ.de. 27. Juli 2012, abgerufen am 13. April 2015.
  6. André Joost: esn/EBTS.htm BetriebsstellenArchiv Bottrop Süd. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 12. April 2015.
  7. André Joost: esn/EBTN.htm BetriebsstellenArchiv Bottrop Nord. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 12. April 2015.
  8. André Joost: strecken/2242.htm Streckenarchiv 2242 – Abzw Gerschede – Bottrop Hbf. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 12. April 2015.
  9. André Joost: strecken/2248.htm Streckenarchiv 2248 – Abzw Essen-Dellwig Ost – Bottrop Hbf. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 12. April 2015.
  10. 12,0 12,1 André Joost: stwesn/EBTH-Bof.htm StellwerksArchiv Bottrop Hbf Bof. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 19. April 2015.
  11. André Joost: stwesn/EBTH-Bpt.htm StellwerksArchiv Bottrop Hbf Bpt. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 19. April 2015.
  12. André Joost: stwesn/EBTH-Not.htm StellwerksArchiv Bottrop Hbf Not. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 19. April 2015.
  13. André Joost: stwesn/EBTH-Ot.htm StellwerksArchiv Bottrop Hbf Ot. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 19. April 2015.
  14. André Joost: stwesn/EBTH-Wt.htm StellwerksArchiv Bottrop Hbf Wt. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 19. April 2015.
  15. Wilfried Beiersdorf: Ostern 1978: Das Wunder im Knusperhäuschen. 25. April 2011, abgerufen am 19. April 2015.
  16. Dirk Aschendorf: Vor 20 Jahren beginnt der Abriss des alten Hauptbahnhofs. In: WAZ.de. 11. Februar 2015, abgerufen am 19. April 2015.

Kategorien: Bahnhof in Bottrop | Bahnhof der S-Bahn Rhein-Ruhr | Hauptbahnhof in Deutschland

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bottrop Hauptbahnhof (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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