Bootsektor - LinkFang.de





Bootsektor


Ein Bootsektor ist normalerweise der erste Sektor eines startfähigen Mediums. Er enthält Informationen oder ein Programm, das zum Starten eines Betriebssystems notwendig ist, oder ist selbst das Betriebssystem. Es können auch noch weitere anschließende Sektoren (Datenblöcke) involviert sein.

Verwendung des Begriffs

Der Begriff Bootsektor (englisch boot sector oder bootsector) beschreibt meist ein Startprogramm, welches auf den verbreitetsten Rechnerarchitekturen zu Beginn der Ära der Personal Computer zum Starten des eigentlichen Betriebssystems verwendet wurde. Dabei wird ein kleines Programm ausgeführt, welches dazu dienen soll, den Kernel zu starten. Aufgrund der schnellen Weiterentwicklung im Bereich der Betriebssysteme stieß dieses Prinzip jedoch schnell an seine Grenzen. Während IBM-PCs das Konzept durch komplizierte Chainloader erweiterten um neue Funktionen zu integrieren, wurde bei Macintosh-Rechnern von Apple die Firmware weiterentwickelt, sodass sie die relevanten Informationen zum Starten des Betriebssystem aus dem Bootsektor liest und die Treiber bzw. den Kernel direkt lädt.[1]

Auf sogut wie allen externen Speichermedien, die PC- bzw. Windows-kompatibel sind, befindet sich ein Master Boot Record (MBR) im Bootsektor. Die darin enthaltene Partitionstabelle wird von allen gängigen Betriebssystemen unterstützt, was einen Zugriff auf die einzelnen Partitionen ermöglicht. Genaugenommen müssen aber auch z. B. Autoradios oder MP3-Player, die Audiodateien von z. B. einem USB-Stick abspielen können, mit einem solchen Bootsektor umgehen können, jedoch verwenden diese Geräte nur die enthaltene Partitionstabelle, nicht aber das enthaltene Startprogramm (englisch Boot Code).

Seit der Ablösung des BIOS durch UEFI wird der Bootsektor auch im Bereich der IA-32-Architektur nicht mehr direkt zum Starten des Betriebssystems genutzt, obwohl er aus Gründen der Kompatibilität auch heute noch eine Partitionstabelle inklusive Startprogramm (MBR, siehe auch protective MBR) enthält, welche aber nicht mehr genutzt werden.

Gebräuchliche Bootsektoren

IBM-PC-kompatibler Computer (x86):

  • Master Boot Record, der erste Sektor auf der Festplatte oder anderen partitionierten Datenträgern
  • Volume Boot Record, auch Partition Boot Record genannt, ab dem ersten Sektor auf der Partition (bei nicht partitionierten Datenträgern wie Disketten der einzige Bootsektor)

Apple Macintosh (m68k und PowerPC):

Amiga (m68k und PowerPC):

  • Rigid Disk Block (RDB)

Einzelnachweise

  1. Rob Braun: System 6 Boot Process. In: Mac68k Wiki. 10. Dezember 2012, abgerufen am 24. Februar 2013 (english).

Kategorien: Betriebssystemkomponente

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bootsektor (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.