Bolesław IV. (Polen) - LinkFang.de





Bolesław IV. (Polen)


Bolesław Kraushaar (polnisch Bolesław IV Kędzierzawy; * 1120 oder 1121; † 5. Januar 1173) war ab 1138 Herzog von Masowien und ab 1146, als Bolesław IV., Seniorherzog von Polen damit auch Herzog von Kujawien, Schlesien, Großpolen in Gnesen und Kalisch, Kleinpolen in Krakau und Sandomir. Als Sohn von Bolesław III. Schiefmund entstammte er dem polnischen Adelsgeschlecht der Piasten.

Leben

Bolesław wurde um 1120 als zweitältester Sohn des Herzogs Bolesław III. und seiner zweiten Gemahlin Salome von Berg geboren. Im Testament des Vaters erhielt er Masowien als erbliches Herzogtum, nach seines Vaters Tod kam noch Kujawien hinzu.

1141 und 1146 stellte er sich an die Spitze der Bruderschar, die gegen den ältesten Bruder Władysław II. den Vertriebenen konspirierte. Nach der Vertreibung Władysławs im Jahr 1146 (dieser floh ins römisch-deutsche Reich und suchte beim Kaiser um Unterstützung nach) musste er dem deutschen König Konrad III., der zu Władysławs Gunsten intervenieren wollte, eine große Kontribution zahlen.

Bolesław übernahm nun die Macht im Staate und herrschte über mehrere Regionen – Masowien, Kujawien, Schlesien, Kleinpolen sowie Teile Großpolens. 1147 griff Bolesław zusammen mit russischen Truppen die Pruzzen an, welche sich jedoch erfolgreich wehrten. Im Jahre 1157 wurde Polen von Kaiser Friedrich Barbarossa überfallen, der die Wiedereinsetzung Władysławs forderte. Bolesław verlor den Krieg und musste sich verpflichten, Schlesien an Władysław zurückzuerstatten, zögerte aber lange damit. Erst im Jahre 1163, unter der Drohung einer neuen kaiserlichen Intervention, gab er Schlesien an die Söhne Władysławs, Bolesław I. den Langen und Mieszko I. Kreuzbein heraus. 1166 versuchte er sich wieder an der Unterwerfung der Pruzzen, auch diesmal erfolglos.

Bolesław war mit der Kiewer Prinzessin Wjerchoslawa verheiratet und hatte von ihr einen Sohn, Leszek, der nach dem Tode des Vaters Masowien übernahm, selbst jedoch kinderlos blieb. Schließlich verstarb Bolesław im Jahr 1173, ohne einen Erben in seiner Linie zu hinterlassen.

Literatur

  • Magdalena Biniaś-Szkopek: Bolesław IV Kędzierzawy - książę Mazowsza i princeps. Posen: Wydawnictwo Poznańskie, 2009. ISBN 978-83-7177-603-8.
  • D. von Güttner-Sporzyński: Constructing memory: holy war in the Chronicle of the Poles by Bishop Vincentius of Cracow. Journal of Medieval History 40 (3), 2014, S. 276-291.
  • Borys Paszkiewicz: O matce Lestka Bolesławica i początkach mennictwa mazowieckiego. Przegląd Historyczny, vol. 92 (2001), S. 1-14.
  • Roman Grodecki: Bolesław Kędzierzawy. In: Polski Słownik Biograficzny. Krakau: Polska Akademia Umiejętności, 1936, S. 259–260.
  • Józef Dobosz: Kazimierz II Sprawiedliwy. Posen: Wydawnictwo Poznańskie, 2011. ISBN 978-83-7177-782-0.
  • Marek Dworsatschek: Władysław II Wygnaniec. Krakau: Universitas, 2009. ISBN 978-83-242-0814-2.
VorgängerAmtNachfolger
Władysław II. der VertriebeneSeniorherzog von Polen
1146–1173
Mieszko III. der Alte


Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bolesław IV. (Polen) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.