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Bodo Kirchhoff


Bodo Kirchhoff (* 6. Juli 1948 in Hamburg) ist ein deutscher Schriftsteller. Er lebt in Deutschland und am Gardasee in Italien. Er veröffentlicht Erzählungen, Romane und Drehbücher.

Leben

Von 1972 bis 1979 studierte Kirchhoff Pädagogik an der Universität Frankfurt und promovierte dort über Jacques Lacan. Zu dieser Zeit erhielt er auch seinen ersten Vertrag mit dem Suhrkamp Verlag. 1994/95 war er Dozent der Frankfurter Poetik-Vorlesungen.

Kirchhoff ist verheiratet und hat zwei Kinder. 1988 kam sein Sohn Claudius zur Welt, dem er sein Buch Der Sandmann widmete, 1993 wurde seine Tochter Sophia geboren. Gemeinsam mit seiner Ehefrau gibt er in seinem Haus in Torri del Benaco Kurse für Kreatives Schreiben.[1]

2010 enthüllte Kirchhoff in einem Artikel im Spiegel[2], dass er als 12-jähriger Schüler vom Kantor seiner Evangelischen Internatsschule am Bodensee mehrfach sexuell missbraucht wurde. Nach eigener Aussage geht es in seinem Werk „stets um eine Versöhnung von Sexualität und Sprache“.[3]

Auszeichnungen (Auswahl)

Werke (Auswahl)

Drehbücher (Auswahl)

Literatur

  • David-Christopher Assmann: Extrinsisch oder was? Bodo Kirchhoff und Andreas Maier auf dem Markt der Aufmerksamkeit. In: Matthias Beilein u.a. (Hrsg.): Kanon, Wertung und Vermittlung. Literatur in der Wissensgesellschaft (= Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur 129). De Gruyter, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-025994-0, S. 239–259.
  • David-Christopher Assmann: Poetologien des Literaturbetriebs. Szenen bei Kirchhoff, Maier, Gstrein und Händler (= Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur 139). De Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-035766-0.
  • Johannes Birgfeld: Möglichkeiten und Grenzen literarischer Kriegsberichterstattung. Am Beispiel Bodo Kirchhoffs und Peter Handkes. In: Bernd Blöbaum, Stefan Neuhaus (Hrsg.): Literatur und Journalismus. Theorie, Kontexte, Fallstudien. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2003, ISBN 3-531-13850-2, S. 293–315.
  • Anna Sophie Brasch: Eulenspiegelei um einen Picasso. Bodo Kirchhoffs Schundroman und das ironische Spiel mit dem Schund. In: Kritische Ausgabe. Zeitschrift für Germanistik & Literatur, 2012, Nr. 22, S. 24–27.
  • Carlo Brune, Lena Kraemer: KirchHoffmanns Sandmänner. Identitäts- und Körperkonstruktionen in den gleichnamigen Texten Der Sandmann von E.T.A. Hoffmann und Bodo Kirchhoff. In: E.T.A. Hoffmann Jahrbuch 14 (2006), S. 107–123.
  • Andrea Geier: „...wenn man es logisch zu Ende denkt, zieh ich mich selbst hier aus“. Imaginationen des Geschlechtertauschs und erotische Geschlechterverwirrung in Bodo Kirchhoffs Der Ansager einer Stripteasenummer gibt nicht auf. In: Robert André, Christoph Deupmann (Hrsg.): Paradoxien der Wiederholung. Winter, Heidelberg 2003, ISBN 3-8253-1480-4, S. 171–191.
  • Torsten Pätzold: Textstrukturen und narrative Welten. Narratologische Untersuchungen zur Multiperspektivität am Beispiel von Bodo Kirchhoffs Infanta und Helmut Kraussers Melodien (= Europäische Hochschulschriften 1779). Lang, Bern 2000, ISBN 3-631-36901-8.
  • Hubert Winkels: Text-Manie. Bodo Kirchhoffs knifflige Prosa. In ders.: Einschnitte. Zur Literatur der 80er Jahre. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1988, ISBN 3-462-01942-2, S. 98–112.

Weblinks

  Wikiquote: Bodo Kirchhoff – Zitate

Nachweise

  1. Peter Würth: Gardasee: Ein Rustico im Paradies. In: Der SPIEGEL. 8/2009, S. 148.
  2. Bodo Kirchhoff: Erinnerungen: Sprachloses Kind. In: Der SPIEGEL. 11/2010, S. 150.
  3. http://www.rundschau-online.de/kultur/bodo-kirchhoff-im-interview--liebe-ist-das-schwierigste-thema-,15184894,29833568.html


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bodo Kirchhoff (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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