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Bodelwitz


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Orla-KreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Oppurg
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 4,6 km²
Einwohner: 583 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07381
Vorwahl: 03647
Kfz-Kennzeichen: SOK, LBS, PN, SCZ
Gemeindeschlüssel: 16 0 75 006
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Türkenhof 5
07381 Oppurg
Webpräsenz: www.vg-oppurg.de
Bürgermeister: Katja Staps (CDU)
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Bodelwitz ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Oppurg im thüringischen Saale-Orla-Kreis.

Geografie

Bodelwitz liegt südlich unweit von Pößneck in einem kupierten Gelände des auslaufenden Südostthüringer Schiefergebirges in den Übergang zur Orlasenke. Westlich liegt Wernburg und östlich Döbritz. Die Gemeinde liegt in der Nähe der Bundesstraße 281.

Geschichte

Das Dorf wurde 1350 erstmals urkundlich erwähnt.[2] Bodelwitz war 1529 von Hexenverfolgung betroffen. Kunigunde Bocksdorf, „alt und blind“, geriet in einen Hexenprozess und wurde mit Landesverweis bestraft.[3] Bodelwitz gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Arnshaugk und kam nach dessen auf dem Wiener Kongress beschlossenen Abtretung an den preußischen Landkreis Ziegenrück, zu dem der Ort bis 1945 gehörte.

Die 1908 errichtete Dorfschule steht auf dem Standort einer kleinen mittelalterlichen Wallanlage oberhalb des Baches, die einst den Bürgern bei Gefahr Schutz gab.[4]

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994: Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1933: 590[5]
  • 1939: 641[5]
  • 1994: 623
  • 1995: 666
  • 1996: 668
  • 1997: 681
  • 1998: 691
  • 1999: 684
  • 2000: 676
  • 2001: 669
  • 2002: 676
  • 2003: 650
  • 2004: 641
  • 2005: 631
  • 2006: 624
  • 2007: 628
  • 2008: 617
  • 2009: 617
  • 2010: 614
  • 2011: 596
  • 2012: 585
  • 2013: 589
  • 2014: 574
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik

Gemeinderat

Die 8 Sitze im Gemeinderat verteilen sich seit der Wahl am 7. Juni 2009 folgendermaßen auf die einzelnen Parteien:[6]

Partei Ergebnis Sitze
CDU 80 % 6
FDP 20 % 2

Wappen

Das Wappen wurde am 9. August 1991 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber ein goldbewehrter schwarzer Adler.“

Das Wappen ist in den 1930er Jahren entstanden. Über den Ursprung ist heute nichts mehr bekannt. Es war noch bis in die 1960er Jahre an der Fassade des Rathauses Ziegenrück angebracht. Der Adler entspricht dem preußischen mit der gleichen Tingierung. Dies deutet darauf hin, dass der ehemalige Kreis Ziegenrück von 1815 bis 1945 eine preußische Exklave war.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Geschichtsdenkmale

Auf dem Friedhof erinnert ein Gedenkstein auf den Gräbern an drei umgekommene KZ-Häftlinge eines Todesmarsches, der im April 1945 vom KZ-Außenkommando Berga/Elster kommend durch die Gemarkung führte. In der Sandgrube an der Straße nach Oppurg wurden sie gefunden. Während des Zweiten Weltkrieges waren außerdem Kriegsgefangene aus Frankreich im Ort, die dort sowie in Wernburg und Gertewitz Zwangsarbeit verrichten mussten.[8]

Kirche

St. Laurentius (Bodelwitz)

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Verlag Rockstuhl, Bad-Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 36.
  3. Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum (= Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland. Band 2). Dobu, Hamburg 2003, ISBN 978-3-934632-03-5, S. 238 f.
  4. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag Köhler, Jena 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 69.
  5. 5,0 5,1 http://www.verwaltungsgeschichte.de/ziegenrueck.html
  6. [1]
  7. Hartmut Ulle, Arbeitsgemeinschaft Genealogie Thüringen (Hrsg.): Neues Thüringer Wappenbuch. Band 2. Erfurt 1998, ISBN 3-9804487-2-X, S. 34.
  8. Studienkreis Deutscher Widerstand 1933–1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945 (= Heimatgeschichtliche Wegweiser. Band 8). Thüringen, Erfurt 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 220.

Weblinks

 Commons: Bodelwitz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Bodelwitz | Ort im Saale-Orla-Kreis | Gemeinde in Thüringen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bodelwitz (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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