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Bobenthal


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: SüdwestpfalzVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Dahner Felsenland
Höhe: 221 m ü. NHN
Fläche: 21,24 km²
Einwohner: 302 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76891
Vorwahl: 06394
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 001
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 29
66994 Dahn
Webpräsenz: www.bobenthal.de
Ortsbürgermeister: Markus Keller
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Bobenthal ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Dahn hat. Bobenthal ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographische Lage

Bobenthal liegt unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze, als südöstlichste Gemeinde des Landkreises Südwestpfalz, inmitten des Pfälzerwaldes, und damit auch mitten im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn - Erlenbach bei Dahn, Böllenborn, Oberotterbach, Schweigen-Rechtenbach, Weißenburg (F), Climbach (F), Wingen (F), Nothweiler und Niederschlettenbach.

Die Ortsgemeinde besteht aus dem Hauptort Bobenthal mit etwa 350 Einwohnern und dem fünf Kilometer entfernten Ortsteil Sankt Germanshof (früherer deutsch-französischer Grenzübergang) mit rund 40 Einwohnern.

Geschichte

Die bisher älteste Erwähnung Bobenthals stammt aus dem Jahr 1316.

Ende des 15. Jahrhunderts staute Ritter Hans von Trotha im Zuge seiner Fehde mit dem Abt des Klosters Weißenburg die Wieslauter bei Bobenthal und ließ den Damm später wieder einreißen. Dies führte zunächst zu Wassermangel und im Anschluss zu einer starken Überschwemmung in Weißenburg.

Landesherrlich gehörte Bobenthal bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur Fürstpropstei Weißenburg.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Bobenthal, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 297
1835 433
1871 383
1905 396
1939 481
1950 406
Jahr Einwohner
1961 383
1970 399
1987 373
1997 366
2005 336
2014 302

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Bobenthal besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: „Von Blau und Rot, gespalten durch eine eingebogene goldene Spitze, darin über einem blauen Wellenbalken, ein beblätterter grüner Eichenzweig, oben rechts ein durchgehendes silbernes Kreuz, oben links ein wachsender goldener Krummstab“.

Sehenswürdigkeiten

In Bobenthal selbst sind der historische Ortskern mit Fachwerkhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert und das historische (stillgelegte) Mühlrad sehenswert.

Die katholische Kirche St. Michael wurde im 19. Jahrhundert im Stil der Neoromanik neu erbaut. Die Kirche beherbergt eine Rokoko-Kanzel aus dem 18. Jahrhundert sowie eine denkmalgeschützte Orgel von Wendelin Ubhaus aus dem Jahr 1817. 2010 wurde die Kirche durch Kirchenmaler Vitus Wurmdobler künstlerisch ausgemalt; ebenso erhielt sie eine neue liturgische Ausstattung, die von Klaus Ringwald gefertigt wurde und ehemals in der Krankenhauskapelle in Dahn stand.

Südöstlich von Bobenthal befindet sich in der Gemarkung Siebenteil die Ruine eines Gehöfts, dem ehemaligen Forsthaus Siebenteil, das im Jahre 1865 erbaut wurde. Nördlich von diesem sind auf dem Hasenkopf die Reste eines keltischen Ringwalls zu finden.

In der Gemarkung befinden sich außerdem das Hirzeckhaus, das Löffelskreuz und das stillgelegte Eisenerzbergwerk Silbergrube am Radweg nach Niederschlettenbach.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Bobenthal

Vereine

Bobenthal besitzt folgende Vereine:

Happy Bodys e. V. (Frauenturnverein), Freiwillige Feuerwehr, (Gesangverein), Sportverein, Aktionsgemeinschaft und Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands. Des Weiteren existiert in Bobenthal eine Gitarrengruppe.

Natur und Landschaft

Nordöstlich von Bobenthal liegt der Bobenthaler Knopf, der mit 534 m der höchste Berg der Region ist. Um diesen liegt die gleichnamige Kernzone, eine Zone für natürliche Entwicklung. Bobenthal wird von der Wieslauter durchflossen. Rings um den Ort befinden sich diverse Buntsandsteinfelsen.

Siehe auch: Liste der Naturdenkmale in Bobenthal

Verkehr

Wanderwege

Durch die Gemarkung von Bobenthal, deren Fläche rund 2100 ha beträgt, führt der Pfälzer Waldpfad und die Zwölf-Apostel-Rundwanderwege. Diese wurden auf Anregung von Herbert L. Breiner 2010 angelegt. Im Allgemeinen besitzt Bobenthal ein gut ausgebautes Wanderwegenetz. Der Radweg Dahn-Wissembourg führt ebenfalls durch Bobenthal.

Andere Verkehrswege

Nächstgelegene Bahnhöfe sind Bundenthal-Rumbach und Wissembourg.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen

Kategorien: Ort im Landkreis Südwestpfalz | Bobenthal | Gemeinde in Rheinland-Pfalz

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bobenthal (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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