Blockkondensator - LinkFang.de





Blockkondensator


Blockkondensator (auch Abblockkondensator, Stützkondensator oder Siebkondensator) bezeichnet in der Elektrotechnik einen Kondensator, der in einer Schaltung die Betriebsspannung an lokalen Schaltkreisen aufrechterhält. Die Betriebsspannung bricht bei Schaltvorgängen impulsartig ein. Diese werden durch den Kondensator aufgefangen bzw. blockiert, indem er Energie aufnimmt oder zuvor gespeicherte Energie abgibt und so gegen Spannungseinbrüche schützt. Im Vergleich mit anderen Arten der Energiespeicherung schneidet der Kondensator besonders ungünstig ab, ist jedoch im Vergleich zu anderen Speichern wesentlich schneller in der Aufnahme bzw. Abgabe seiner Ladung.

Als Blockkondensator wird auch ein Kondensator bezeichnet, der die einer Gleichspannung überlagerten Wechselspannungen gegen Masse ableitet, unerwünschte Frequenzen gewissermaßen blockiert.

Kondensatoren wurden zu Beginn der Industrialisierung schon im 19. Jahrhundert benötigt. In der Telegrafie verwendete man Kondensatoren zur Siebung unerwünschter Störungen auf den Leitungen. Auch in den aufkommenden Telefonanlagen benötigte man Kondensatoren „im Speisekreis von Zentral-Batteriestationen, um die durch die Batterie-Ladeapparate hervorgerufenen Störungen, wie Summen und andere Geräusche, fernzuhalten“ (Originaltext, 1912).

Etwa ab 1850 wurde Glimmer, ein natürlich vorkommendes Mineral, in Scheiben geschnitten als Isolator für Kondensatoren verwendet. Papierkondensatoren mit Metallfolienbelägen sind seit 1876 bzw. 1900 in Gebrauch. Diese waren schon bedeutend kleiner als Glimmerkondensatoren mit gleicher Kapazität. Da beide Kondensatorarten als quaderförmige „Blöcke“ hergestellt wurden und in Gleichstromkreisen die überlagerten Wechselspannungen gegen Masse ableiteten, sie gewissermaßen „blockierten“, lag es nahe, diese Fähigkeit dieser Blockkondensatoren „abblocken“ zu nennen. Der Begriff „abblocken“ wird auch heute noch für Schaltungen mit Kondensatoren verwendet, die unerwünschte Störungen unterdrücken, die Störfrequenzen sozusagen „sieben“.

Bei analogen Schaltungen verringern Blockkondensatoren Verzerrungen, bei digitalen Schaltungen verhindern sie Fehlfunktionen und bei Prozessoren und Mikrocontrollern den Brownout.

Weblinks


Kategorien: Technischer Energiespeicher | Kondensator (Elektrotechnik)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Blockkondensator (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.