Blindheim - LinkFang.de





Blindheim


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der DonauVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Höchstädt an der Donau
Höhe: 415 m ü. NHN
Fläche: 26,39 km²
Einwohner: 1669 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89434
Vorwahl: 09074
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 119
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Herzog-Philipp-Ludwig-Str. 10
89420 Höchstädt an der Donau
Webpräsenz: www.blindheim.de
Bürgermeister: Jürgen Frank (Freie Bürgerliste)
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Blindheim ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Höchstädt an der Donau.

Geografie

Blindheim liegt in der Region Augsburg.

Ortsteile sind Blindheim, Unterglauheim, Wolpertstetten, Berghausen, Sallmannsberg und Weilheim. Es existieren folgende Gemarkungen: Blindheim, Unterglauheim, Wolpertstetten.

Geschichte

Am 13. August 1704 fand in der Umgebung die Schlacht von Blindheim, auch bekannt als Zweite Schlacht von Höchstädt (englisch Battle of Blenheim) statt, die entscheidende Bedeutung für den Spanischen Erbfolgekrieg hatte. Die Schlacht hat für Großbritannien große historische Bedeutung, weshalb zum Beispiel der Blenheim Palace, der Wohnsitz der Familie des siegreichen John Churchill, 1. Duke of Marlborough, nach ihr benannt wurde. Außerdem wurde die neuseeländische Stadt Blenheim, mit rund 24.200 Einwohnern größte Stadt im Marlborough District, nach Blindheim benannt. Anlässlich des 300. Jahrestages der Schlacht bei Blindheim wurde im August 2004 am Rande des früheren Schlachtfeldes ein Denkmalweg mit einem etwa 6,5 m hohen Aussichtsturm eingeweiht, der einen Überblick über das Gelände der Schlacht ermöglicht.[2]

Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark. Um 1700 hatte Veit Ernst III. von Rechberg-Illereichen-Kronburg-Osterberg Blindheim für seine beiden nachgeborenen Söhne Anton Valentin Alexander und Sigmund Bero Dyonis erworben, um hier eine Sekundogenitur aufzubauen. Im Jahre 1709 ging das durch den Spanischen Erbfolgekrieg stark verwüstete Blindheim an die beiden Erben über. Als der letzte von ihnen 1725 verstarb, erbte seine Nichte Maria Antonie (1715–1791) die Hofmark. Sie verkaufte sie 1765.[3] Am Ende des Reiches befand sich Blindheim im Besitz der Herren von Gilardi, der Inhaber der Allersberger Drahtzugfabrik Jacob Gilardi. 1818 entstand die heutige politische Gemeinde. Das anstelle der Hofmark entstandene Patrimonialgericht wurde 1849 aufgelöst.

Eingemeindungen

Am 1. Mai 1978 wurden die bisherigen Gemeinden Unterglauheim und Wolpertstetten eingegliedert.[4]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat zwölf Mitglieder. Seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:[5]

Partei/Gruppierung Sitze Stimmenanteil
CSU 2 12,5 %
Freie Bürgerliste 6 48,1 %
Bürgerblock Unterglauheim 3 27,7 %
Freie Wählergemeinschaft 1 11,6 %

Bürgermeister

Bürgermeister ist seit 2014 Jürgen Frank (Freie Bürgerliste). Sein Vorgänger war seit 1984 Wilhelm Gumpp (CSU/Freie Wählervereinigung).

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter rotem Schildhaupt, darin ein durchgehendes silbernes Balkenkreuz, schräggeteilt von Silber und Schwarz, überdeckt von einem golden gekrönten natürlichen Wassermann mit zwei aufgebogenen goldenen Fischschwänzen, der in der Rechten eine rote Hellebarde und in der Linken ein rotes Fass hält, aus dem silbernes Wasser strömt.

Sehenswürdigkeiten

Sonstiges

Im alten vierstelligen Postleitzahlensystem war der Gemeinde Blindheim die Postleitzahl 8888 zugeordnet.

Weblinks

 Commons: Blindheim  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Die Schlacht bei Blindheim im Mitteilungsblatt der Gemeinde Blindheim vom 1. August 2004 (PDF; 78 KB)
  3. Archivalien im Gräflich Rechbergschen Familienarchiv Donzdorf
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 770.
  5. Wahl der Gemeinderäte in den kreisangehörigen Gemeinden in Bayern 2014 nach Gemeinden, Ergebnisse

Kategorien: Ort im Landkreis Dillingen an der Donau | Blindheim | Gemeinde in Bayern | Ort an der Donau

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Blindheim (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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