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Blenio


Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Blenio. Weitere Bedeutungen siehe Bleniotal und Bezirk Blenio.
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Blenio
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin TI
Bezirk: Bezirk Blenio
Kreis: Kreis Olivone
BFS-Nr.: 5049
Postleitzahl: 6718
Koordinaten:
Höhe: 902 m ü. M.
Fläche: 263,9 km²
Einwohner: 1726 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 7 Einw. pro km²
Website: www.comuneblenio.ch
Karte

Blenio ist der Name einer im Herbst 2006 entstandenen politischen Gemeinde im schweizerischen Kanton Tessin (Bezirk Blenio, Kreis Olivone). Sie besteht aus dem Gebiet der ehemaligen Gemeinden Aquila, Campo (Blenio), Ghirone, Olivone und Torre.

Geographie

Das Gemeindegebiet umfasst das gesamte obere Bleniotal. Ins am Greinapass als Val Camadra beginnende, vom Brenno in nord-südlicher Richtung durchflossene Haupttal münden bei Campo das Val di Campo und im Talkessel von Olivone das Valle Santa Maria, welches den Zugang zum Lukmanierpass vermittelt.

Nachbargemeinden sind Acquarossa, Faido, und Quinto im Kanton Tessin sowie Medel (Lucmagn), Vrin, Vals und Hinterrhein im Kanton Graubünden.

Geschichte

Die vom Tessiner Kantonsparlament am 25. Januar 2005 beschlossene Fusion der fünf obersten Gemeinden des Bezirks Blenio zur neuen Gemeinde Blenio sollte ursprünglich im Frühjahr 2006 vollzogen werden, doch eine Einsprache der Gemeinde Aquila führte zu einer Verzögerung. Nachdem das Bundesgericht am 18. April 2006 die Klage abgelehnt hatte, war der Weg zur Fusion frei, die zum 22. Oktober 2006 Rechtskraft erhielt. In Olivone, der grössten Fraktion, wurden zentrale Einrichtungen wie Gemeindekanzlei und Schule konzentriert; Standort der Bauverwaltung ist Aquila.

Kritiker bemängelten, es führe zu Missverständnissen, die neue Gemeinde mit dem Namen der Talschaft zu bezeichnen, obwohl sie nur deren obersten Abschnitt umfasst. Deshalb setzte der Gemeinderat am 22. Dezember 2006 zwei Kommissionen ein, die sich mit einer möglichen Umbenennung befassen sollten. Ende August 2007 fiel der Beschluss, den Namen Blenio beizubehalten.[2]

Sehenswürdigkeiten

Veranstaltungen

  • Ehemalige Accademia dei Facchini della Val di Blenio gegründet 1560[3]

Industrie

  • Officine Idroelettriche di Blenio (OFIBLE)[4]

Kultur

  • Blenio Turismo (Olivone)[5]
  • Museo di Blenio[6]
  • Museo storico etnografico di Blenio (Lottigna)[7]
  • Patriziato Generale di Olivone, Campo e Largario[8]

Persönlichkeiten

  • Johann Baptist Hedlinger (1643–1711), Bergwerksdirektor in Blenio[9]
  • Jakob Anton Gamma (1694–1770), Landvogt von Blenio[10]
  • Vincenzo Dalberti (* 20. Februar 1763 in Mailand; † 6. April 1849 in Olivone), Priester, Politiker, Staatsrat[11].
  • Sebastiano Martinoli (1872–1938), Regierungsrat[12]
  • Carlo Poglia (* 27. September 1793 in Bordeaux; † 24. September 1877 in Olivone (heute Gemeinde Blenio)), Politiker, Staatsrat[13]

Literatur

  • Giacomo Genora: Liber hexametrorum, ossia Dei versi eroici della Valle di Blenio. 1692.
  • Rolf Witschi: Morphologie und Hydrologie der oberen Blenio-Täler. Ins 1957.
  • Adrian Baumer: Geologie der gotthardmassivisch-penninischen Grenzregion im oberen Bleniotal, Geologie der Blenio-Kraftwerke. Kümmerly und Frey, Bern 1964.
  • Karl Meyer: Blenio und Leventina von Barbarossa bis Heinrich VII. Salvioni Editore, Bellinzona 1977.
  • Herbert Maeder: La Greina: das Hochtal zwischen Sumvitg und Blenio. Desertina, Chur 1995.
  • Giuseppe Chiesi, Ely Riva: Das Bleniertal. AAT, Tessiner Verein für Archäologie, Lugano 1998.
  • Simona Martinoli und andere: Blenio. In: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0.
  • Fabrizio Scanavino: Bleniotal: Greina, Rheinwaldhorn und andere magische Orte. Salvioni Editore, Bellinzona 2010.[14]

Weblinks

 Commons: Blenio  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Chronik
  3. Accademia dei Facchini della Val di Blenio auf portal.dnb.de (abgerufen am 18. Juni 2016.)
  4. Officine Idroelettriche di Blenio (OFIBLE) auf portal.dnb.de (abgerufen am 18. Juni 2016.)
  5. Blenio Turismo (Olivone) auf portal.dnb.de (abgerufen am 18. Juni 2016.)
  6. Museo di Blenio auf portal.dnb.de (abgerufen am 18. Juni 2016.)
  7. Museo storico etnografico di Blenio (Lottigna) auf portal.dnb.de (abgerufen am 18. Juni 2016.)
  8. Patriziato Generale di Olivone auf portal.dnb.de (abgerufen am 18. Juni 2016.)
  9. Johann Baptist Hedlinger auf portal.dnb.de (abgerufen am 18. Juni 2016.)
  10. Jakob Anton Gamma auf portal.dnb.de (abgerufen am 18. Juni 2016.)
  11. Fabrizio Panzera: Vincenzo Dalberti im Historischen Lexikon der Schweiz
  12. Sebastiano Martinoli auf portal.dnb.de (abgerufen am 18. Juni 2016.)
  13. Andrea a Marca: Carlo Poglia im Historischen Lexikon der Schweiz
  14. Fabrizio Scanavino: Bleniotal: Greina, Rheinwaldhorn und andere magische Orte. auf portal.dnb.de (abgerufen am 18. Juni 2016.)

Kategorien: Schweizer Gemeinde | Ort im Kanton Tessin

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Blenio (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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