Blende (Optik) - LinkFang.de





Blende (Optik)


Blenden sind Öffnungen in optischen Geräten, die die Ausdehnung von Strahlenbündeln begrenzen.

Bauformen

Je nach Wirkung sind zwei Arten von Blenden voneinander zu unterscheiden:[1]

  • Aperturblenden beeinflussen die Helligkeit des Bildes völlig gleichmäßig, nicht aber den Bildausschnitt. Sie befinden sich in der Nähe der abbildenden Bauteile (zum Beispiel Linsen), niemals nahe beim Objekt, Zwischenbild oder Bild.
  • (Gesichts-)Feldblenden bestimmen den Bildausschnitt, nicht aber die Bildhelligkeit. Sie sind quasi ein Rahmen um das Objekt, das Zwischenbild oder das Bild.

Dazwischen befindliche Blenden, die das Strahlenbündel begrenzen, sind weder Apertur- noch Feldblenden, führen aber zu Verdunkelung in Randnähe (Vignettierung des Bildes).[2] Im Allgemeinen befindet sich die Feldblende nicht genau beim Objekt oder Bild, so dass der Rand nie ganz scharf begrenzt wird.[3]

Verwendung

Fotografische Blenden werden oft als Irisblende ausgeführt, sie sind verstellbare Aperturblenden zur Kontrolle von Helligkeit und indirekt der Schärfentiefe des Bildes. Eine Linsenfassung wirkt als feste Aperturblende. Da sie aber oft Streulicht reflektiert, wird zusätzlich ein fester Blendenring vor oder nach ihr angebracht.

Schlitzblenden begrenzen meist als Feldblenden den Strahlengang nur in einer Richtung stark. In Spektrometern und verwandten optischen Geräten nennt man sie optische Spalte, sie sind dabei meistens sowohl in ihrer Breite (Größenordnung 1 mm, wenn es um den sichtbaren Spektralbereich geht) als auch ihrer Höhe (Größenordnung 20 mm) einstellbar. Sie dienen dabei auf der Eingangsseite als sekundäre Lichtquellen von wohldefinierter und gut verwendbarer Form, auf der Ausgangsseite beispielsweise von Monochromatoren als Selektionsmittel für bestimmte Wellenlängen(bereiche) und wiederum als sekundäre Lichtquellen. Die Spaltbreite wird in der Regel so groß gewählt, dass Beugungseffekte vernachlässigbar bleiben.

In der Augenheilkunde wird eine nicht einstellbare Lochblende (sogenannte stenopäische Lücke) zur differentialdiagnostischen Beurteilung einer Sehschärfenminderung als Aperturblende gebraucht.

Apertur

Hauptartikel: Apertur

Je größer die Aperturblende, desto größer kann die sogenannte Apertur sein. Sie ist der Sinuswert des halben Kegelwinkels α des von einem Objektpunkt ausgehenden Strahlenbündels. Ob die Aperturblende ausgefüllt wird, hängt davon ab, ob der Objektpunkt großwinklig beleuchtet wird. Die sogenannte numerische Apertur ist [math] \sin \alpha[/math].

Ein damit verwandter Begriff ist die relative Öffnung (oder Öffnungsverhältnis). Hierbei wird der Durchmesser der Aperturblende auf die Brennweite des abbildenden Systems bezogen. Beispiel: ein Fotoobjektiv mit relativer Öffnung 1:2 ist lichtstärker als eins mit 1:3,5.

Pupille und Luke

Neben den gegenständlichen Blenden sind in der geometrischen Optik die Begriffe Pupille und Luke gebräuchlich. Jede Apertur- und jede Feldblende ist zunächst eine Pupille beziehungsweise eine Luke. Das Bild jeder ist eine weitere Pupille beziehungsweise eine Luke,so dass je eine Eintritts- und eine Austrittspupille beziehungsweise -luke existieren. Befindet sich die gegenständliche Blende in Abbildungsrichtung vor dem abbildenden System (z. B. Linse), so ist diese Eintritts-Pupille beziehungsweise -Luke. Ihr von der Abbildungseinrichtung (meistens auf der anderen Seite erzeugtes) Bild ist dann Austrittspupille beziehungsweise -luke. Bei umgekehrter Reihenfolge ist die Zuordnung umgekehrt.[4]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Dietrich Kühlke: Optik. Grundlagen und Anwendungen. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Harri Deutsch, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-8171-1878-6, S. 83.
  2. Heinz Haferkorn: Optik. Physikalisch-technische Grundlagen und Anwendungen. 3., bearbeitete und erweiterte Auflage. Barth, Leipzig u. a. 1994, ISBN 3-335-00363-2, S. 277.
  3. Dietrich Kühlke: Optik. Grundlagen und Anwendungen. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Harri Deutsch, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-8171-1878-6, S. 88.
  4. Erklärung für Pupillen vgl. Dietrich Kühlke: Optik. Grundlagen und Anwendungen. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Harri Deutsch, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-8171-1878-6, S. 85.

Kategorien: Geometrische Optik

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Blende (Optik) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.