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Blaugrüner Steinbrech


Blaugrüner Steinbrech

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Steinbrechgewächse (Saxifragaceae)
Gattung: Steinbrech (Saxifraga)
Art: Blaugrüner Steinbrech
Wissenschaftlicher Name
Saxifraga caesia
L.

Der Blaugrüne Steinbrech (Saxifraga caesia) ist eine Pflanzenart der Gattung Steinbrech (Saxifraga) in der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae). Er wird auch als Hechtblauer Steinbrech bezeichnet. Das Artepitheton leitet sich vom lateinischen caesius für blaugrün, blaugrau ab und verweist auf die Farbe der Blätter.

Beschreibung

Der Blaugrüne Steinbrech wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und bildet lockere, flache, wenig harte Polster. Die in grundständigen Rosetten stehenden Laubblätter sind blaugrün, zwischen 2 und 5 Millimeter lang, sowie 0,7 bis 1,5 Millimeter breit. Die spateligen Blätter sind vom Grund an zurückgebogen und stark nach außen (unten) gebogen. Die Blätter sind dicklich und vorne Stumpf. Die Blätter besitzen fünf bis sieben Kalk ausscheidende Grübchen und sind daher oft mit einer hellgrauen Kalkschicht überzogen.

In den kaum beblätterten und 2 bis 15 Zentimeter hohen Blütenständen sitzen meist ein bis fünf Blüten. Die weißen Kronblätter sind eiförmig, fünfnervig und 3 bis 4 mm lang.

Die Blütezeit reicht von Juli bis September.

Die Art hat die Chromosomenzahl 2n = 26[1]

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet umfasst die Alpen, Pyrenäen, den Apennin, das Balkan und die Karpaten. Außerhalb Europas kommt die Art nicht vor.

Die kalkstete Pflanze bevorzugt als Standort Kalkfelsen und -schutt, Felsrasen und Polsterseggenrasen in Höhenlagen zwischen 800 und 3.000 Metern. In den Allgäuer Alpen steigt er im Tiroler Teil am Westgrat des Biberkopfs bis zu 2460 m Meereshöhe auf.[2]

Ökologie

Der Blaugrüne Steinbrech ist eine Charakterart des Caricetum firmae (Verband Seslerion albicantis). Sie kommt aber auch in Gesellschaften der Klasse Asplenietea trichomanis vor oder als Schwemmling im Kies der Gebirgsflüsse.[3] Die Erstbesiedlung des Kalkschutts erfolgt durch diese Pflanzenart, die in Feinerdeansammlung, etwa oberhalb eines hochstehenden Steins, keimen kann. Die Wurzelbildung festigt den Kleinraum und erhöht die Stauwirkung. Oberhalb des Steinbrechs kann sich nun die Polster-Segge (Carex firma) ansiedeln, wodurch weiter Feinerde gesammelt wird und sich weitere Pflanzen ansiedeln können.

Literatur

Belege

  1. Jaakko Jalas, Juha Suominen, Raino Lampinen, Arto Kurtto: Atlas florae europaeae. Band 12 (Resedaceae to Platanaceae). Seite 146, Helsinki 1999. ISBN 951-9108-12-2
  2. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 1, Seite 658. IHW-Verlag, Eching bei München, 2001. ISBN 3-930167-50-6
  3. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 489.

Weblinks

 Commons: Blaugrüner Steinbrech  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Blaugrüner Steinbrech (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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