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Bitburger Brauerei


Bitburger Braugruppe GmbH
Bitburger-Logo.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1817
Sitz Bitburg, Deutschland
Branche Brauerei
Website www.bitburger.de

Die Bitburger Braugruppe ist eine große deutsche Brauerei mit Sitz in Bitburg.

Geschichte

Bierausstoß der Bitburger Brauerei in hl
1998
  
3,950.000 [1]
2006
  
4,160.000 [2]
2009
  
3,850.000 [3]
2011
  
4,030.000 [4]
2013
  
3,680.000 [5]

Die Brauerei wurde 1817 durch den damals 33-jährigen Brauer und Gutsbesitzer Johann Peter Wallenborn, dessen Vater bereits als Brauer tätig war, „vor dem Schaakentore“ in Bitburg in der Eifel gegründet. Er braute obergäriges Bier. Nach Wallenborns Tod 1839 übernahm seine Frau Anna Katharina die Geschäftsführung. 1842 heiratete die Tochter des Paares, Elisabeth, den Kyllburger Brauer Ludwig Bertrand Simon, der auch den Betrieb als handwerklich ausgerichtete Brauerei mit eigenem Ausschank weiterführte. Sieben Jahre später wurde Sohn Theobald (1847–1924) geboren, dessen Name noch heute in der Betriebsbezeichnung geführt wird. Theobald Simon wurde 1876 Alleininhaber des Betriebes. Unter seiner Leitung wurde der Betrieb grundlegend erweitert und modernisiert, unter anderem durch Bau neuer Gär- und Lagerkeller, eines neuen Sudhauses, Einsatz von Kältemaschinen oder etwa der 1909 erfolgten Niederbringung eines eigenen Tiefbrunnens. Die Brauerei erweiterte dabei ihr Absatzgebiet über die Region hinaus und begann auch mit dem Export.

Die Brauerei stellte ein Bier nach Pilsner Brauart erstmals 1883 her. Ein Urteil des Reichsgerichts 1913 erlaubte es der Brauerei, das Pils unter der Bezeichnung "Original-Simonbräu-Deutsch-Pilsener" anzubieten. Pilsener Brauereien hatten hiergegen geklagt, da sie in der Bezeichnung Pils eine Herkunftsbezeichnung sahen. Durch das Urteil des Reichsgerichts wurde der Begriff Pils in Deutschland als Sortenbezeichnung zulässig.[6] Ihren Werbespruch „Bitte ein Bit“ verwandte das Unternehmen erstmals am 6. Oktober 1951 auf der Anuga in Köln. Der Slogan enthält noch heute wesentliche Elemente der Handschrift des damaligen Geschäftsführers Theobald Simon. Im Jubiläumsjahr 1967 betrug die Jahresproduktion über 400.000 Hektoliter, 1973 waren es über eine Million, 2008 insgesamt 3,9 Millionen Hektoliter.

Ende der 1980er Jahre übernahm man die Schultheiss-Brauerei in Weißenthurm und die dazugehörende Coblenzer Closterbrauerei in Koblenz-Metternich. Beide Betriebe wurden noch einige Zeit weitergeführt und dann aufgegeben. Einzig die Marke Kandi-Malz der Schultheiss-Brauerei hat bis heute überlebt.

Die Brauerei ist in Bitburg an den Standorten Bitburg-Nord (ehem. Braustätte, heute Verwaltung) und Bitburg-Süd (Braustätte) mit insgesamt etwa 232.000 m² Fläche, sowie fünf eigenen Brunnen mit einer Tiefe bis zu 300 Metern und einer Gesamtkapazität bis zu 800 m³ pro Stunde tätig.

Im Januar 2014 verhängte das Bundeskartellamt gegen die Bitburger-Brauerei und drei weitere Brauereien wegen Preisabsprachen für Fass- und Flaschenbiere in einem Bierkartell von 2006 bis 2008 eine Strafzahlung von 106,5 Millionen Euro.[7]

Produkte

Wichtigstes Produkt im Portfolio der Brauerei ist das „Bitburger Premium Pils“. In den 1950er Jahren begann die Brauerei, Bier in „STUBBIs“ abzufüllen. 2002 sicherte sich Bitburger auch die Markenrechte an der Bezeichnung STUBBI (in Großbuchstaben)[8]. Mit der Einführung von Drive (alkoholfrei) und Light wurde 1992 der Ausbau der Produktpalette gestartet. Im Mai 2005 wurde mit der Einführung des Produktes „Bit Sun“ das Markenportfolio um die Dachmarke "Bit" ergänzt und zusätzlich ein Radler eingeführt. 2006 wurde das Sortiment mit „Bit Passion“ erneut erweitert, 2007 folgte „Bit Copa“ ein Biermischgetränk mit dem Geschmack von Limetten und Cachaça. Daneben wird das Malz-Erfrischungsgetränk „Kandi Malz“ produziert. 2010 folgte mit „Bitburger Cola“ ein weiteres Biermischgetränk. Drei Jahre später gab es die zweite Neuauflage der alkoholfreien Linie sowie zwei weitere alkoholfreie Produkte. Weiter ausgebaut wurde die alkoholfreie Produktpalette durch die Einführung von „Bitburger Fassbrause“ in den Geschmacksrichtungen Rhabarber, Zitrone und Waldmeister.

Insgesamt verzeichnet die Brauerei einen Gesamtausstoß von rund vier Millionen Hektolitern Bier. Es gibt etwa 900 Vertretungen in Deutschland und dem Ausland. Bitburger wird heute in 60 Ländern vertrieben und in rund 50.000 gastronomischen Betrieben verkauft. Hauptexportregionen sind Italien, Spanien, das Vereinigte Königreich, Kanada und die USA.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

 Commons: Bitburger Brauerei  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.aktiongutesbier.de/statistik-bier-und-brauereien/
  2. http://www.aktiongutesbier.de/statistik-bier-und-brauereien/
  3. http://www.aktiongutesbier.de/statistik-bier-und-brauereien/
  4. http://www.aktiongutesbier.de/statistik-bier-und-brauereien/
  5. http://www.aktiongutesbier.de/statistik-bier-und-brauereien/
  6. Historie, von der Gründung bis Heute. Website Bitburger, abgerufen am 21. August 2013
  7. http://www.welt.de/wirtschaft/article123805182/Kartellamt-verhaengt-hohe-Bussgelder-gegen-Brauereien.html
  8. Registernummer: 30172411. Register des deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA), 21. August 2013, abgerufen am 21. August 2013.

Kategorien: Brauerei (Rheinland-Pfalz) | Unternehmen (Eifelkreis Bitburg-Prüm) | Bitburg | Biermarke (Deutschland)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bitburger Brauerei (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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