Bistum Naumburg-Zeitz - LinkFang.de





Bistum Naumburg-Zeitz


Das Bistum Naumburg-Zeitz ist ein ehemaliges Bistum im mitteldeutschen Raum zwischen Leipzig im Osten und Erfurt im Westen. Sitz des Bischofs war zwischen 968 und 1029 Zeitz mit dem Zeitzer Dom und zwischen 1029 und 1615 Naumburg mit dem Naumburger Dom. Es wurde infolge der Reformation aufgelöst.

Geschichte

Das alte Bistum Zeitz wurde 968 gegründet. Auf Vorschlag des Kaisers Otto hatte Papst Johannes XIII. auf der Synode zu Ravenna 967 die Errichtung der drei Bistümer Meißen, Merseburg und Bistum Zeitz (später Bistum Naumburg) genehmigt. Alle drei Bistümer waren Suffragane des Erzbistums Magdeburg.

Auch in den Jahrzehnten nach dem Slawenaufstand von 983 erschien der Bischofssitz in Zeitz bis zum Frieden von Bautzen (1018) immer wieder gefährdet. Als es nach einem ruhigeren Jahrzehnt zum Krieg zwischen Kaiser Konrad II. und Mieszko II. Lambert kam und dieser 1028 die östliche Teile des Reiches angriff, fiel die Entscheidung, den Bischofssitz von Zeitz ins weiter von der Grenze entfernte Naumburg zu verlegen.[1]

Das Bistum Naumburg-Zeitz umfasste die vier Archdiakonate Naumburg, Zeitz, Altenburg und „trans Muldam“ (bestehend aus den Unterbezirken Lichtenstein, Glauchau, Hartenstein und Lößnitz).

Siehe auch

Literatur

  • Caspar Sagittarius: Historia episcoporum Numburgensium a prima episcopatus origine ad praesentem statum repetita, Jena, Verlag Nisius, 1683 (Digitalisat ).
  • Irisander (Johann Christian Grubner): Sammlung nützlicher, meistentheils noch nie gedruckten Documenten, Uhrkunden, Recessen, Vergleichen ... zur Erläuterung so wohl alt als neuen geist- und weltlicher Geschichte des Hohen Stiffts Naumburg und Zeitz. Frankfurt und Leipzig 1734 (Digitalisat ).
  • Christian Salomon Pollmächer: Historische, geographische und topographische Beschreibung des hohen Stifts Naumburg-Zeitz gröstentheils aus ungedruckten Nachrichten. Dresden 1790 (Digitalisat ).
  • Johann Paul Christian Philipp: Geschichte des Stiftes Naumburg und Zeitz. Webel, Zeitz 1800 (Digitalisat ).
  • Carl Peter Lepsius: Geschichte der Bischöfe des Hochstifts Naumburg vor der Reformation, Naumburg 1846 (Digitalisat ).
  • Paul Lange: Chronik des Bistums Naumburg und seiner Bischöfe. Nach seiner im Städtischen Archiv befindlichen Handschrift, herausgegeben von Karl Felix Köster. Sieling, Naumburg 1891.
  • Felix Rosenfeld: Urkundenbuch des Hochstifts Naumburg, Teil 1 (967–1207). Holtermann, Magdeburg 1925.
  • Louis Naumann: Aus der Geschichte des Naumburger Bistums. Sieling, Naumburg 1929.
  • Louis Naumann: Weihenamen der Kirchen und Kapellen im Bistum Zeitz-Naumburg. Ein Beitrag zur Patrocinien-Forschung. Sieling, Naumburg 1936.
  • Walter Schlesinger: Kirchengeschichte Sachsens im Mittelalter (= Mitteldeutsche Forschungen, Bd. 27), 2 Teilbände. Böhlau, Köln/Graz 1962.
  • Heinz Wießner (Bearb.): Das Bistum Naumburg. Die Diözese (= Germania sacra, N.F., Bd. 35: Die Bistümer der Kirchenprovinz Magdeburg, Teilbände 1 und 2). de Gruyter, Berlin 1997 (Teilband 1, ISBN 3-11-015193-6) und 1998 (Teilband 2, ISBN 3-11-015570-2).
  • Hans Patze, Josef Dolle: Urkundenbuch des Hochstifts Naumburg, Teil 2 (1207–1304). Böhlau, Weimar 2000, ISBN 978-3-412-14499-9.
  • Sebastian Baum: Das Bistum Zeitz in der Zeit von 968 bis 1024. In: Gerlinde Schlenker (Hrsg.): Protokoll des Wissenschaftlichen Kolloquiums am 26. Mai 2000 in Wetzendorf/Memleben, Halle 2000, S. 69–77. ISBN 3-928466-33-X.

Fußnoten

  1. Georg Wilhelm Sante (Hg.): Geschichte der deutschen Länder – „Territorien-Ploetz“. Bd. 1: Die Territorien bis zum Ende des alten Reiches. A.-G.-Ploetz-Verlag, Würzburg 1964, S. 116.

Kategorien: Geschichte (Naumburg (Saale)) | Ehemaliges römisch-katholisches Bistum (Deutschland) | Zeitz

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bistum Naumburg-Zeitz (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.