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Bistum Meißen


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum 1921 wiedererrichteten Bistum siehe Bistum Dresden-Meißen.

Das ursprüngliche Bistum Meißen wurde 968 gegründet. Es wurde in der Reformationszeit 1539 aufgelöst. Das Domkapitel in Meißen blieb als lutherische kirchliche Korporation bis heute erhalten, auch das Hochstift Meißen existiert bis heute.

Geschichte

Auf Vorschlag des Kaisers Otto genehmigte Papst Johannes XIII. auf der Synode zu Ravenna 967 die Errichtung der drei Bistümer Meißen, Merseburg und Zeitz (später Naumburg). Alle drei Bistümer gehörten zum Metropolitanverband des Erzbistums Magdeburg.

Der aus dem Kloster Sankt Emmeram in Regensburg stammende Benediktiner und Burgkaplan Burchard wurde von Erzbischof Adalbert von Magdeburg auf der Burg Meißen zum ersten Bischof von Meißen geweiht.

Wie die anderen genannten Bistümer war Meißen von den ottonischen Kaisern zur Mission der slawischen Länder zwischen Elbe, Saale und Oder gegründet worden. Gleichzeitig sollte das Bistum der Festigung königlicher Herrschaft in den östlich der Saale neu eroberten Gebieten dienen. So ist es denn kein Zufall gewesen, dass die Burg Meißen, von wo aus die königlichen Markgrafen regierten, auch Bischofssitz wurde. Der Wechsel von Kooperation und Konkurrenz zwischen den Markgrafen und den Bischöfen hat die Geschichte des Bistums Meißen ganz entscheidend geprägt.

Im 12. und 13. Jahrhundert erfolgten auf dem Gebiet des Bistums 72 Klostergründungen, insbesondere von Zisterzienser- und Franziskanerklöstern.

Unter den zahlreichen Schenkungen, die das Bistum in Sachsen und in der Oberlausitz von den Königen und Markgrafen erhalten hatte, waren die Besitzungen in der Gegend von Wurzen und im Bereich Stolpen-Bischofswerda von herausragender Bedeutung. In diesen beiden Gebieten gelang es den Bischöfen und dem Domkapitel im 14. Jahrhundert nämlich, ihre zahlreichen Rechte und Besitzungen so weit zu verdichten und nach außen abzuschließen, dass sie dort faktisch zu Landesherren (im sogenannten Hochstift Meißen) wurden. Allerdings wurde den Bischöfen der Status der Reichsunmittelbarkeit von den Meißener Markgrafen immer bestritten. Und tatsächlich sind die Meißener Bischöfe nur selten als geistliche Reichsfürsten auf den Reichstagen vertreten gewesen.

1399 wurde das Bistum Meißen von Papst Bonifatius IX. für exemt erklärt und unmittelbar dem Heiligen Stuhl unterstellt. Seit Gründung des Bistums residierten die Bischöfe auf dem Meißener Burgberg in einem eigenen Burghaus neben der Markgrafenburg, seit Anfang des 15. Jahrhunderts auf der Burg Stolpen.

Mit der Reformation hörte das Bistum Meißen 1539 auf, ein katholisches Bistum zu sein und kam unter die Administratur von Kursachsen. Die zugehörigen Klöster und Stifte wurden säkularisiert. Nur in den beiden zu Böhmen gehörenden Lausitzen blieben die Reste des Bistums Meißen bis zu dessen Wiedereinrichtung katholisch und wurden einem Administrator mit Sitz in Bautzen am Dom St. Petri unterstellt. 1581 wurde der Meißner Dom eine lutherische Kirche; heute ist er die Predigtkirche für den Landesbischof der evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsens. Das 1921 wiedererrichtete katholische Bistum Dresden-Meißen hatte seine Kathedrale zunächst im Bautzener Dom. Seit 1980 ist dieser nur noch Konkathedrale, als neue Hauptkathedrale fungiert die Katholische Hofkirche in Dresden.

Wiedererrichtung

1921 wurde das Bistum Meißen von Papst Benedikt XV. mit Sitz in Bautzen wiedererrichtet. Am 15. November 1979 wurde die Bezeichnung in Bistum Dresden-Meißen geändert und Bischof Gerhard Schaffran verlegte im folgenden Jahr, am 25. März, den Bischofssitz nach Dresden.

Literatur

  • Willi Rittenbach, Siegfried Seifert: Geschichte der Bischöfe von Meissen 968–1581 (= Studien zur katholischen Bistums- und Klostergeschichte. 8). Leipzig 1965.

Siehe auch


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