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Bistum Aachen


Bistum Aachen
Basisdaten
Staat Deutschland
Kirchenprovinz Köln
Metropolitanbistum Erzbistum Köln
Diözesanbischof Sedisvakanz
Diözesanadministrator Karl Borsch
Weihbischof Karl Borsch
Johannes Bündgens
Emeritierter Diözesanbischof Heinrich Mussinghoff
Emeritierter Weihbischof Gerd Dicke
Karl Reger
Fläche 3.937 km²
Dekanate 64 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Pfarreien 332 (31. Dezember 2014[1])
Einwohner 1.971.712 (31. Dezember 2014)
Katholiken 1.074.590 (31. Dezember 2014)
Anteil 54,5 %
Diözesanpriester 436 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Ordenspriester 106 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Ständige Diakone 82 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Katholiken je Priester 1.983
Ordensbrüder 141 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Ordensschwestern 766 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Deutsch, Latein
Kathedrale Aachener Dom
Website www.kirche-im-bistum-aachen.de
Kirchenprovinz
}

Das Bistum Aachen (lat. Dioecesis Aquisgranensis) ist eine römisch-katholische Diözese in der deutschen Kirchenprovinz Köln. Bischofssitz ist die Stadt Aachen und Kathedralkirche der Hohe Dom zu Aachen, der 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Diözesanbischof war von 1994 bis zu seiner Emeritierung am 8. Dezember 2015 Heinrich Mussinghoff.

Das Bistum Aachen liegt im äußersten Westen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Es grenzt auf deutscher Seite an das Erzbistum Köln sowie an die Bistümer Münster, Essen und Trier. Auf niederländischer Seite bestehen gemeinsame Grenzen mit dem Bistum Roermond, auf belgischer Seite mit dem Bistum Lüttich.

Geschichte

Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es für kurze Zeit ein Bistum Aachen. Dessen Geschichte ist geprägt durch die Machtpolitik Napoléons und die Reaktionen des Heiligen Stuhls. Eingerichtet wurde es 1802 durch Napoléon, der es aus dem linksrheinischen Gebiet des Erzbistums Köln sowie aus Teilen des Bistums Lüttich und kleineren Teilen der Bistümer Utrecht, Roermond und Mainz zusammensetzte. Im Jahr 1808 wurde es zudem um das Gebiet um Wesel erweitert. Der erste Bischof war Marc-Antoine Berdolet, den Napoléon ernannte. Nach dem Tod Berdolets (13. August 1809) erhob Napoléon Jean-Denis-François Camus, genannt Le Camus, zum Nachfolger, der jedoch keine Billigung des Vatikans fand. Damit wollte Papst Pius VII. die Grenzen der Autorität des Kaisers aufzeigen. Nach Ende der französischen Herrschaft wurde das Bistum durch den Papst mit der Bulle De salute animarum am 16. Juli 1821 de jure wieder aufgelöst und in das Erzbistum Köln eingegliedert. Die endgültige Auflösung des ersten Aachener Bistums erfolgte dann am 24./25. März 1825 nach der letzten Sitzung des Domkapitels.

Das heutige Bistum Aachen wurde am 13. August 1930 errichtet. Zunächst wurde 1929 das Preußenkonkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Freistaat Preußen geschlossen, unterzeichnet von Nuntius Pacelli, dem späteren Pius XII., und dem preußischen Ministerpräsidenten Otto Braun. Durch die päpstliche Bulle Pastoralis officii nostri am 13. August 1930 und das Dekret des Apostolischen Nuntius in Deutschland, betr. Domkapitel Circumscripto der Diözese Aachen wurde die Wiedererrichtung vollzogen.[2] Joseph Heinrich Peter Vogt wurde zum Bischof geweiht.

Gegenwart

In den letzten Jahren wurde ein Prozess der Zusammenlegung von Kirchengemeinden und der Bildung von Seelsorgeeinheiten im Bistum Aachen eingeleitet.[3] Hintergrund sind die zurückgehenden Zahlen von Priestern und Gemeindemitgliedern und die dadurch bedingten Sparzwänge.

Im Jahr 2010 lebten noch 1,12 Millionen Katholiken im Bistum. Dies sind 14.969 (circa 1,5 Prozent) weniger als 2009. Noch stärker sank 2010 die Zahl der Wochenendgottesdienstbesucher: Durchschnittlich nahmen 108.838 Menschen an den Gottesdiensten teil – ein Rückgang um 12 Prozent gegenüber 2009.[4]

Gliederung des Bistums

Das Bistum Aachen gliedert sich in die acht Regionen Aachen-Stadt, Aachen-Land, Düren, Eifel, Heinsberg, Kempen-Viersen, Krefeld und Mönchengladbach mit insgesamt 71 Kirchengemeindeverbänden.[5] Die Ebene der Dekanate wurde zum 1. Januar 2007 abgeschafft.[6]

Das Bistum Aachen umfasst

Vermögen

Neben dem regulären Etat, über welchen Rechenschaft abgelegt werden muss, hat das Bistum Aachen über den Bischöflichen Stuhl keine Rechenschaft abzulegen; anders nur, wenn öffentlichen Gelder verwendet werden. Die Höhe des Vermögens des Bischöflichen Stuhls betrug im Bistum Aachen im Oktober 2013 rund 8,2 Millionen Euro. Erstmals veröffentlichte das Bistum Aachen seit seinem Bestehen seine Vermögensverhältnisse.[7]

Patrone

Die Patronin des Bistums Aachen und des Aachener Domes ist die Gottesmutter Maria unter dem Titel ihrer Aufnahme in den Himmel (15. August).

Bedeutende Kirchen

Wallfahrtsstätten

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Bistum Aachen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Das Bistum Aachen - Zahlen, Daten, Fakten, abgerufen am 13. Februar 2016
  2. Kurzer Überblick. In: bistum.kibac.de. Abgerufen am 9. Dezember 2015.
  3. Rheinische Post: Wenn Pfarren verschwinden
  4. Pressedienst des Bistums Aachen: Ein Drittel mehr Kirchenaustritte in 2010
  5. Das Bistum Aachen - Zahlen, Daten, Fakten , abgerufen am 13. Februar 2016
  6. Bistum Aachen im Umbruch , abgerufen am 13. Februar 2016
  7. Deutsche Welle: Bistümer legen ihr Vermögen offen (Memento vom 19. Oktober 2013 im Internet Archive)
  8. Homepage St. Martin Aldenhoven, Wallfahrt
  9. Homepage der Pfarrgemeinde Heilig Geist: Geschichte der Pfarre St. Cäcilia

Kategorien: Aufgelöst 1825 | Christentum in Aachen | Gegründet 1802 | Gegründet 1930 | Christentum in Nordrhein-Westfalen | Römisch-katholisches Bistum (Deutschland) | Bistum Aachen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bistum Aachen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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