Bischheim (Donnersberg) - LinkFang.de





Bischheim (Donnersberg)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: DonnersbergkreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Kirchheimbolanden
Höhe: 224 m ü. NHN
Fläche: 6,61 km²
Einwohner: 773 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 117 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67294
Vorwahl: 06352
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 007
Adresse der Verbandsverwaltung: Neue Allee 2
67292 Kirchheimbolanden
Webpräsenz: www.bischheim.de
Ortsbürgermeister: Rüdiger Menges
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Bischheim ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden an.

Geographie

Die Gemeinde liegt in der Pfalz. Zu Bischheim gehören auch die Wohnplätze Am steinernen Berg, Heubergerhof, Heubergermühle, Jägerhaus, Kupfermühle und Pulvermühle.[2]

Geschichte

Bischheim hieß früher Bischofsheim.

Der Ort hatte frühzeitig einer Ritterfamilie den Namen geliehen aus welcher Stephan vor 1181 sein Gut dem Kloster Rothenkirchen abgetreten und 1226 mit Jakob von Bischheim eine Urkunde des Klosters Hane bezeugt hat. auch Gerung von Bischheim hatte Güter zu Marnheim vor dem Jahr 1202 diesem Kloster überlassen. König Friedrich II. schenkte 1214 unter anderen die zur Pfarrei Kirchheim gehörende Filialkirche Bischofsheim mit allen ihren Zugehörungen dem Kloster des heiligen Grabes in Speyer zur Seelenrettung.[3] Für das Jahr 1442 ist eine Kapelle oder kleine Kirche mit wenigstens zwei Altären nachgewiesen. Die Kirche in Bischheim zählte noch im Jahr 1501 zur Pfarrei Kirchheim, sie wurde im 16. Jahrhundert der Reformation zugeführt. Im Jahr 1698 war sie zwischen Katholiken und Protestanten gemeinschaftlich.[3]

Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort völlig verlassen, 1657 waren erst acht Häuser wieder bewohnt. Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zur Herrschaft Kirchheim, die im Besitz der Fürsten von Nassau-Weilburg war. Im Jahr 1802 lebten 359 Menschen in der Gemeinde: 12 Katholiken, 309 Lutheraner, 30 Reformierte und 8 Mennoniten.[3]

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Region besetzt und nach dem Frieden von Campo Formio (1797) annektiert. Von 1798 bis 1814 gehörte das Dorf zum französischen Departement Donnersberg und war dem Kanton Kirchheim zugeordnet. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen und einem Tauschvertrag mit Österreich kam die Region 1816 zum Königreich Bayern. Ab 1818 war die Gemeinde Bischheim dem Landkommissariat Kirchheim im bayerischen Rheinkreis, später dem Bezirksamt Kirchheimbolanden zugeordnet, aus dem 1938 der Landkreis Kirchheimbolanden hervorging. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Bischheim bis 1949 bzw. 1955 Teil der französischen Besatzungszone und wurde in das 1946 neu gebildete Land Rheinland-Pfalz eingegliedert. Seit 1969 gehört die Gemeinde zum Donnersbergkreis.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Bischheim; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4][1]

Jahr Einwohner
1815 406
1835 518
1871 625
1905 532
1939 588
1950 765
Jahr Einwohner
1961 634
1970 629
1987 552
1997 730
2005 722
2014 773

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Bischheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Im mit goldenen Schindeln bestreuten blauen Feld ein rotbewehrter und bezungter goldener Löwe, ein achtspeichiges rotes Rad haltend“.

Der Löwe ist übernommen aus dem Wappen von der Fürsten von Nassau-Weilburg, zu dessen Territorium der Ort bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte, das Rad erinnert an die Herren von Bolanden, die im Mittelalter auch in Bischheim Besitz hatten.

Es wurde am 13. März 1931 durch das bayerische Innenministerium verliehen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Der größte Arbeitgeber im Ort ist die 1871 gegründete Getreidemühle Bindewald in der Ortslage Kupfermühle, die die landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Region verarbeitet.

Die L 386 verläuft als Umgehungsstraße um den Ort. In kurzer Entfernung befindet sich westlich ein direkter Anschluss an die A 63 (Kaiserslautern-Mainz).

In Kirchheimbolanden befindet sich ein Bahnhof der Donnersbergbahn.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Herrenmühle zu Bischheim (ehemaliges Kulturdenkmal)

Herrschaftliches gründerzeitliches Wohnhaus um 1870, zweigeschossiger Satteldachbau mit verputztem Bruchsteinmauerwerk, Fachwerkbreitgaube (ca. 1900). Das historische Anwesen umfasst Wirtschaftsgebäude und mehrere Nebengebäude, den Herrngarten mit einer "mannshohen" Bruchsteinmauer und eine Hofanlage. Die Herrenmühle, im Eigentum der Landesherrschaft Grafen von Nassau-Weilburg, wird bereits 1657 erwähnt. Die Mühlenanlage wurde als Öl-, Gipsmühle und Hanfreibe betrieben. 1870 erfolgte der Einbau einer automatischen Dampfmühle. Als Großbetrieb erlangte die Herrenmühle wirtschaftliche Bedeutung im 19. Jh. Das Anwesen umfasst heute etwa 7000 m2, ist im Besitz mehrerer Eigentümer und wird von diesen auch bewohnt. Einzelne Gebäudekomplexe sind ungenutzt und es besteht ein erheblicher Instandhaltungsstau; teilweise sind Gebäudeteile einsturzgefährdet. Diese wurden im Jahr 2009/2010 zurückgebaut.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Bischheim (Donnersberg)  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile , Seite 90 (PDF; 2,3 MB)
  3. 3,0 3,1 3,2 Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des kön. bayer. Rheinkreises, Dritter Theil, Speier: Neidhard, 1837, S. 256 ff (Google Books )
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bischheim (Donnersberg) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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