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Birken-Honigsessen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Wissen
Höhe: 253 m ü. NHN
Fläche: 18,14 km²
Einwohner: 2421 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 133 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57587
Vorwahl: 02742
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 008
Gemeindegliederung: 25 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 75
57537 Wissen
Webpräsenz: www.wissen.eu
Ortsbürgermeister: Hubert Wagner
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Birken-Honigsessen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wissen an.

Geographie

Lage

Birken-Honigsessen liegt im Übergangsgebiet Nördlicher Westerwald/Bergisches Land/Siegerland - im sogenannten Wildenburger Land, dessen Name sich von der Burg Wildenburg ableitet. Birken-Honigsessen liegt nah an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen.

Gemeindegliederung

Der Kernort, vier km nördlich der Stadt Wissen, besteht aus den beiden praktisch zusammengewachsenen Einzeldörfern Birken und Honigsessen. Insbesondere der größere Ortsteil Honigsessen ist ein typisches, langgezogenes Straßendorf. Insgesamt gliedert sich die Gemeinde in 25 Ortsteile und Wohnplätze:[2]

  • Bilgenroth
  • Birken
  • Birkenbühl
  • Bruchen
  • Dietershagen
  • Dietrichshof
  • Euelbach
  • Fahren
  • Forsthaus Giebelhardt
  • Forsthaus Oberbirkholz
  • Honigsessen
  • Mühlenschlade
  • Mühlenthal
  • Neuroth
  • Niederbach
  • Niederkölzen
  • Oberbach
  • Oberkölzen
  • Schützenkamp
  • Seifen bei Birken
  • Sonnenhof
  • Steckelbach
  • Uhrigs
  • Unterbirkholz
  • Wolfswinkel

Nachbargemeinden

Morsbach mit den Ortsteilen Volperhausen, Siedenberg, Strick, Stockshöhe und Alzen, Friesenhagen, Katzwinkel (Sieg), Hövels, Wissen.

Geschichte

Herkunft des Namens

Der ausgefallene Name „Honigsessen“ hat nichts mit dem naheliegenden „Honig essen“ zu tun, sondern stammt vermutlich vom altdeutschen „Hone“ (Honnschaft) ab, der Teil -sessen steht möglicherweise für Niederlassung.

Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1505. Als Lehnsgut begann die Entwicklung des Dorfes, es entstanden weitere Höfe. In den vergangenen Jahrhunderten fanden die Einwohner ihre Beschäftigung vornehmlich im Bergbau, vor allem in den örtlichen Gruben Eisenhardt und Geyersecke. 1723 stiftete die Freifrau Anna Elisabeth zu Hatzfeldt die Kapelle zur Hl. Elisabeth in Birken. In den Jahren 1929/1930 erfolgte der grundlegende Um- und Neubau des Gotteshauses.

Gemeinden Birken und Bruchen

Die „Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz“ von 1830 beschreibt die Gemeinden Birken und Bruchen wie folgt:[3]

  • „Die Gemeinde Birken mit 343 Einwohnern besteht aus den Weilern, Höfen und Häusern: Brühl, Eisenhardt, Mühlenthal nebst Mühle, Uhrigs, Schützenkamp, Uhrigshardt, Bilgenroth, Diedrichshof, Ober- und Unter-Birkenbühl, Kölzen, Hohenholz, Seifen, Nieder- und Ober-Bach, Hähnchen, Honigsessen und Wolfswinkel“.
  • „Die Gemeinde Bruchen mit 241 Einwohnern besteht aus den Weilern Höfen, Häusern und Mühlen: Bruchen, Dietershagen, Ober- und Unter-Birkholz, Euelbach, Mühlenschlade, Ober- und Unter-Neuroth, Ortel, Steckelbach, Wippen, Wiederbach und Willerwies“.

Namensänderung

Am 1. August 1978 wurde die Gemeinde von „Birken-Bruchen“ in „Birken-Honigsessen“ umbenannt.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Birken-Honigsessen, die Werte von 1939 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5][1]

Jahr Einwohner
1939 1.229
1950 1.387
1961 1.630
1970 2.073
Jahr Einwohner
1987 2.349
1997 2.543
2005 2.610
2014 2.421

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Birken-Honigsessen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Bis 2014 gehörten dem Gemeinderat 20 Ratsmitglieder an.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 3 7 6 16 Sitze
2009 3 8 9 20 Sitze
2004 3 9 8 20 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Birken-Honigsessen e.V.

Wappen

Das Wappen der Ortschaft Birken-Honigsessen ist ein spanischer, gespaltener Schild. Im heraldisch rechten Feld sind zwei grüne gekreuzte Ährengarben auf silbernem Grund, im linken Feld eine offene Brammenzange zu sehen. In dem unteren, den Schild spaltenden Feld ist eine silberne Zeltdachkirche auf grünem Grund zu sehen. Die Ähren weisen auf die Landwirtschaft hin, die Brammenzange erinnert an das Walzwerk in Wissen, das seit 1912 mehreren Generationen des Ortes Arbeit gab, die Zeltdachkirche weist auf die örtliche katholische Kirche hin.

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Sehenswürdigkeiten

In Birken-Honigsessen befinden sich einige unter Denkmalschutz gestellte Kulturdenkmäler.[7]

  • Die Katholische Pfarrkirche St. Elisabeth, auch „Zeltdachkirche“ genannt, ein quadratischer Bruchsteinbau 1929/30 nach den Entwürfen des Kölner Diözesanbaumeisters Dominikus Böhm unter Einbeziehung der südlichen Längswand der früheren Kirche von 1884 und der südlichen Apsis von 1723 errichtet.
  • Das ehemalige Pfarrhaus, ein verschiefertes Wohnhaus von 1899; teilweise Fachwerk (Hauptstraße).
  • Ein Gasthaus, um 1800 oder erste Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut; Fachwerk (Hauptstraße).
  • Zwei Fachwerkhäuser aus dem 19. Jahrhundert (Eisenhardtstraße und Talstraße).
  • Zwei weitere Fachwerkhäuser um 1800 oder älter (Euelbach und Unterbirkholz).
  • Denkmalzone „Pingenzug Eisenhardt in der Gemarkung Birken“.[8]
Kultur
  • Ahl Esch Festival ist ein seit 2011 jährlich stattfindendes 2-tägiges Musikfestival unter der 400 Jahre alten Dorfeiche im Zentrum des Ortes[9]
  • Schützenfest (jährlich am ersten Wochenende im August)

Literatur

  • Erhard Böhmer: Der "Birkener Hof", ältester Ortsteil des Doppeldorfes Birken-Honigsessen, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58 (2015), S. 59–64.

Weblinks

 Commons: Birken-Honigsessen  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile , Seite 12 (PDF; 2,3 MB)
  3. Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830, S. 702 (Google Books )
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (PDF; 2,1 MB), Seite 203
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Altenkirchen , Seite 4, (PDF; 1,4 MB)
  8. Rechtsverordnung der Kreisverwaltung Altenkirchen vom 15. August 2005
  9. Offizielle Webseite des Ahl Esch Festivals


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Birken-Honigsessen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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