Biloxi (Mississippi) - LinkFang.de





Biloxi (Mississippi)


Biloxi
Spitzname: Seafood Capital of the World

Lage in Mississippi

Basisdaten
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Mississippi
County:

Harrison County

Koordinaten:
Zeitzone: Central (UTC−6/−5)
Einwohner:
– Metropolregion:
44.054 (Stand: 2010)
255.383 (Stand: 2005)
Bevölkerungsdichte: 2.002,5 Einwohner je km²
Fläche: 98,5 km² (ca. 38 mi²)
davon 22,0 km² (ca. 8 mi²) Land
Höhe: 6 m
Vorwahl: +1 228
FIPS:

28-06220

GNIS-ID: 0667173
Website: www.biloxi.ms.us
Bürgermeister: A.J. Holloway

Biloxi (nach dem gleichnamigen Indianerstamm Biloxi ) [bɪˈlɑːksɪ] ist eine Stadt im Harrison County im Süden des US-Bundesstaates Mississippi mit 44.054 Einwohnern (laut Zählung im Jahr 2010), die vor allem Arbeitsplätze in Spielkasinos, im Tourismus, in der Keesler Air Force Base (KAFB) und in der Fischerei haben. Biloxi besitzt eine Größe von 120,5 km², wovon 98,5 km² auf Land- und 22 km² auf Wasserfläche entfallen.

90 % der 22.115 Gebäude der Stadt wurden durch den Hurrikan Katrina am 29. August 2005 zertrümmert, 53 Einwohner starben. Durch die Zerstörung der Hotels, Motels und der Spielkasinos gingen tausende Arbeitsplätze verloren. Als Mississippis Gouverneur Haley Barbour in das Katastrophengebiet kam, sagte er: „Biloxi ist nicht zerstört, Biloxi existiert nicht mehr.“ Inzwischen geht der Wiederaufbau der Stadt voran, aber viele Grundstücke sind im Jahr 2007 noch nicht erneut bebaut. Die Bevölkerungszahl sank infolgedessen von 50.644 Einwohnern im Jahr 2000 auf 44.054 (2010). Dies entspricht einem Rückgang von 13 % und nahezu der Einwohnerzahl des Jahres 1960. Sechs der Casinos sind bis 2007 wieder eröffnet worden.

Die Stadt Biloxi

Biloxi liegt auf einer Halbinsel an der Küste des Golfes von Mexiko, das Meer ist jedoch relativ seicht, da eine Inselkette vorgelagert ist. Die Stadt war bekannt für ihre so genannten Antebellum-Häuser, die malerisch an der Küstenstraße des U.S. Highway 90 lagen. Beauvoir, das 1848 erbaute Wohnhaus des Präsidenten der konföderierten Südstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg Jefferson Davis wurde nach der Zerstörung durch den Hurrikan Kathrina bis 2008 wieder aufgebaut und am 3. Juni 2008 eröffnet. Der Masterplan für das National Historic Landmark Beauvoir sieht bis zum Jahr 2012 die Rekonstruktion der gesamten historischen Anlage mit der Präsidentenbibliothek, dem Soldatenfriedhof der konföderierten Südstaaten und dem historischen Garten vor. Unweit davon wurde das im Bau befindliche Ohr-O'Keefe Museum of Art, eines der größten Museumskomplexe der Südstaaten, das von dem Architekten Frank O. Gehry entworfen worden ist, von dem Hurrikan Katrina zerstört. Der George Ohr Gallery Pavilion ist zurzeit teilweise ausgelagert; der Ausstellungsbetrieb in den ersten Museumspavillons des Gehry-Komplexes soll im November 2010 beginnen. Neben dem Welcome Center sind das die Gallery of African American Art sowie die IP Casino Resort Spa Exhibitions Gallery. Die restlichen Museumspavillons werden in den folgenden Jahren fertiggestellt.

Die Liberalisierung der Glücksspielgesetze 1992 in Mississippi hatte in Biloxi bis 2005 zwölf große Casinos entstehen lassen. Die Stadt galt als Glückspielzentrum der südlichen USA und war ein beliebtes Reiseziel vor allem für Tagesausflügler aus den Nachbarstaaten, vor allem aus den nahe liegenden Städten New Orleans und Mobile.

Wahrzeichen von Biloxi ist der 1848 erbaute Leuchtturm, der auf einer Verkehrsinsel inmitten des in den siebziger Jahren entstandenen Highway 90 steht. Er hielt dem Hurrikan Katrina stand. Im benachbarten Gulfport befindet sich der Gulfport-Biloxi International Airport, der auch die Stadt Biloxi versorgt. Umgeben von Biloxi und der Back Bay of Biloxi liegt die Keesler Air Force Base (KAFB), eine Basis der United States Air Force.

Hurrikan Katrina im Jahr 2005

Der Hurrikan Katrina hatte am 29. August 2005 eine Windgeschwindigkeit von 217 km/h und verursachte eine bis zu neun Meter hohe Flutwelle, die die Stadt Biloxi überflutete und große Zerstörungen anrichtete. Nur wenige größere Betongebäude sind stehen geblieben, auch sie wurden schwer beschädigt. Einige der im Hafen vertäuten schwimmenden Kasinos wurden losgerissen und vom Sturm bis zu 500 Meter weit aufs Land geworfen, was dort weitere Zerstörungen zur Folge hatte.

Zahlreiche Einwohner, welche die Stadt nicht verlassen wollten, ertranken durch die Flutwelle in ihren Häusern oder wurden mit den Trümmern ihres Hauses von der Flutwelle fortgetragen.

Wegen der Zerstörung der meisten schwimmenden Spielkasinos, vieler Hotels und Motels sowie zahlreicher Industriebetriebe der Stadt gingen tausende Arbeitsplätze verloren. Inzwischen haben das Repräsentantenhaus und der Senat des Staates Mississippi das Glücksspielgesetz so geändert, dass die Kasinos der Küstenregion ihre Gebäude bis zu 800 Fuß vom Wasser entfernt auf dem Land errichten und sie nicht mehr im Wasser verankern dürfen (Anfang Oktober 2005).

Söhne und Töchter der Stadt

In der Kultur

Weblinks

 Commons: Biloxi, Mississippi  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort in Mississippi | Ort in Nordamerika

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