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Bildungsinternationale


Die Bildungsinternationale (BI) – englisch 'Education International' - ist eine globale Dachorganisation von rund vierhundert Bildungsgewerkschaften aus 170 Ländern. Der internationale Gewerkschaftsdachverband wurde 1993 in Stockholm gegründet. Sitz ist die belgische Hauptstadt Brüssel. Die Bildungsinternationale repräsentiert 30 Millionen Menschen in allen Kontinenten. Hierzu zählen Beschäftigte aus allen bildungsrelevanten Bereichen, von der frühkindlichen Bildung über schulische und berufliche Bildung bis hin zur Universität. Die Bildungsinternationale ist der größte Branchengewerkschaftsbund weltweit und Mitbegründerin der Globalen Bildungskampagne.

Mitgliedsgewerkschaften aus Deutschland

Die deutschen Mitgliedsorganisationen sind die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und der Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen (BLBS).

Mitgliedsgewerkschaft aus der Schweiz

Der Schweizerische Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD), Gewerkschaft des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB), ist Mitglied der BI.

Mitgliedsgewerkschaft aus Österreich

Österreichische Mitgliedsorganisation ist die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst - ARGE Lehrer (GÖD) . Sie ist mit etwa 230.000 Mitgliedern die zweitstärkste Gewerkschaft der 7 Fachgewerkschaften des ÖGB.

Weltkongress der Bildungsinternationalen

Alle vier Jahre hält die Bildungsinternationale eine Weltkonferenz ab. Die Delegierten des Gewerkschaftsdachverbandes treffen sich auf den Weltkonferenzen, um über Programm und Budget zu entscheiden sowie den Vorstand zu wählen. Der letzte Weltkongress der Bildungsinternationale fand im Juli 2011 in Kapstadt (Südafrika) statt. Präsidentin der Bildungsinternationalen ist die Australierin Susan Hopgood. Generalsekretär ist der Niederländer Fred van Leeuwen.

Ziele des internationalen Gewerkschaftsdachverbandes

Die Bildungsinternationale fühlt sich neben Lehrkräften und dem Bildungspersonal auch den Schülerinnen und Schülern sowie den Studierenden verpflichtet. Eine gute und kostenlose Bildung ist aus ihrer Sicht ein fundamentales Menschenrecht, das sie durch den Ausbau, den Schutz und die Förderung öffentlich finanzierter Bildungssysteme, die gleiche Bildungschancen für alle bieten, erreicht wissen will.

Der Gewerkschaftsdachverband möchte die Menschenrechte, das Recht auf Organisation in einer Gewerkschaft und die berufliche Freiheit ihrer Mitglieder schützen. Die Bildungsinternationale wendet sich gegen jede Art von Rassismus und Diskriminierung im Bildungsbereich und in der Gesellschaft, sei es aufgrund des Geschlechts, der Rasse, der sexuellen Orientierung, des Familienstatus, einer Behinderung, des Alters, der Religion, der politischen Orientierung oder Meinung, des sozialen oder ökonomischen Status, der Nationalität oder der ethnischen Herkunft.

Regionalstruktur in Europa

Die Regionalstruktur der Bildungsinternationale in Europa ist das Europäische Gewerkschaftskomitee für Bildung und Wissenschaft (EGBW, auf Englisch European Trade Union Committee for Education (ETUCE)). Das ETUCE wurde 1977 gegründet und fungiert seit 2010 als Regionalstruktur der BI. Ihr gehören alle BI-Mitgliedsorganisationen in der Europäischen Region gemäß Definition der BI an - aktuell über 130 Mitgliedsgewerkschaften in 45 Ländern. Präsidentin des EGBW ist Christine Blower von der britischen Gewerkschaft NUT, einer von sechs Vizepräsidenten der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Andreas Keller.

Weblinks


Kategorien: Organisation (Bildung) | Pädagoge (Ausbildung und Beruf) | Internationaler Gewerkschaftsdachverband | Gegründet 1993

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bildungsinternationale (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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