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Bezirk Steglitz-Zehlendorf


Steglitz-Zehlendorf
6. Bezirk von Berlin
} .
Fläche 102,50 km²
Einwohner 299.765 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte 2925 Einwohner/km²
Ausländeranteil 11,6[1] % (31. Dez. 2012)
Arbeitslosenquote 10,1[2] % (30. Apr. 2013)
Postleitzahl 12157, 12161, 12163, 12165, 12167, 12169, 12203, 12205, 12207, 12209, 12247, 12249, 14109, 14129, 14163, 14165, 14167, 14169, 14193, 14195
Vorwahl 030
Adresse der
Verwaltung
Kirchstraße 1/3
14163 Berlin
Website www.steglitz-zehlendorf.de
Durchschnittsalter 46,1 Jahre[1] (31. Dez. 2012) (damit der Bezirk mit den ältesten Einwohnern)
Gliederung
Bezirksschlüssel 06
Gliederung des Bezirks

7 Ortsteile

Politik
Bezirksbürgermeister Norbert Kopp (CDU)
Stellvertretender Bezirksbürgermeister Michael Karnetzki (SPD)
Sitzverteilung (Bezirksverordnetenversammlung)
CDU SPD Grüne Piraten
24 15 13 3
Verkehrsanbindung
Autobahn 100 103 115
Bundesstraße 1

Steglitz-Zehlendorf ist der sechste[3] Verwaltungsbezirk von Berlin und hatte 299.765 Einwohner per 31. Dezember 2015 .

Der Bezirk mit sieben Ortsteilen im Südwesten Berlins gilt heute als gehobene bzw. wohlhabende Wohngegend mit der höchsten Sozialstruktur, noch vor den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Pankow.[4]

Im Zuge der Neuordnung der zuletzt 1920 für Groß-Berlin festgelegten Verwaltungsbezirke entstand der heute flächenmäßig drittgrößte Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit der Berliner Verwaltungsreform am 1. Januar 2001 durch Fusion der früheren Verwaltungsbezirke Steglitz mit seinen Ortsteilen Lankwitz, Lichterfelde und Steglitz, sowie Zehlendorf mit seinen Ortsteilen Dahlem, Nikolassee, Wannsee und Zehlendorf.

Geografische Lage und Struktur

Steglitz-Zehlendorf grenzt im Westen an die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam, ferner an die Berliner Bezirke Spandau (nordwestlich), Charlottenburg-Wilmersdorf (nördlich), sowie Tempelhof-Schöneberg im Osten. Hinter der Landesgrenze im Süden liegen Kleinmachnow und Teltow im Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf umfasst sowohl ausgedehnte Erholungsgebiete wie auch unterschiedliche Wohn- und Gewerbelagen. Im Westen finden sich unter anderem Erholungsgebiete wie der Wannsee, der südliche Grunewald mit seinen Seen Krumme Lanke und Schlachtensee, die besonders im Sommer von vielen Berlinern besucht werden. Der Ortsteil Dahlem ist Sitz zahlreicher wissenschaftlicher Einrichtungen und der Freien Universität. Das Ortsgebiet Zehlendorf hat unterschiedliche Wohnlagen, im Zentrum ein kleines Einzelhandelsgebiet. Das südlich von Dahlem gelegene Lichterfelde ist im nördlichen Teil geprägt von der gründerzeitlichen Villenkolonie Lichterfelde und kleineren Einzelhandelszentren; in Lichterfelde-Süd finden sich teilweise Wohngebiete aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der weiter östlich gelegene Ortsteil Steglitz ist hingegen stärker städtisch strukturiert, wie die Schloßstraße im Ortskern mit der höchsten Ladendichte Berlins zeigt.[5] Sie stellt das Hauptzentrum für die südwestlichen Bezirke der Stadt dar.[6] Das ehemalige Villengebiet Südende ist im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört worden. Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem liegen, entgegen der eigenen Bezeichnung, im Ortsteil Lichterfelde.

Der westlichste Punkt Berlins befindet sich im Ortsteil Wannsee in der Havel, auf der die Grenze zu Brandenburg verläuft.

Der Bezirk ist sehr unterschiedlich besiedelt. In Steglitz und Lichterfelde, die beide von der Einwohnerzahl her in das oberste Viertel aller 96 Berliner Ortsteile gehören, lebt die Hälfte der Bevölkerung. Wannsee, der größte Ortsteil von Steglitz-Zehlendorf mit fast einem Viertel der Gesamtfläche, ist mit seinen drei Prozent Bevölkerungsanteil sehr dünn besiedelt.

Steglitz-Zehlendorf umfasst eine Reihe von Villensiedlungen und ist gekennzeichnet durch ein relativ hohes Haushaltseinkommen der Bewohner sowie eine vergleichsweise niedrige Arbeitslosenquote mit 10,1 Prozent (Stand: 30. April 2013).[2] Dahlem, die Seen- und Waldlagen von Zehlendorf und die Villenkolonie Lichterfelde gehören mit zu den beliebtesten Wohnlagen außerhalb der Berliner Innenstadt. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung wies mit 46,1 Jahren (Stand: 31. Dezember 2012) den höchsten Wert aller Berliner Bezirke auf, womit Steglitz-Zehlendorf der Bezirk mit den im Durchschnitt ältesten Einwohnern ist (zum Vergleich: Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat mit 37,3 Jahren die jüngste Bevölkerung).[1]

Ortsteile

Ortsteil
und Ortslagen
Fläche
(km²)
Einwohner[7]
31. Dezember 2015
Einwohner
pro km²
Lage
0601 Steglitz 6,79 73.727 10.858
0602 Lichterfelde
  • Lichterfelde West
  • Lichterfelde Ost
  • Lichterfelde Süd
18,22 82.567 4.532
0603 Lankwitz 6,99 42.120 6.026
0604 Zehlendorf 18,83 59.286 3.148
0605 Dahlem 8,39 16.276 1.940
0606 Nikolassee 19,61 15.995 816
0607 Wannsee 23,68 9.794 414

Bevölkerung

Per 31. Dezember 2015 zählte der Bezirk Steglitz-Zehlendorf 299.765 Einwohner. Bedingt durch den Anteil von Wasser- und Waldflächen an der Gesamtfläche von knapp 103 Quadratkilometern[8] sowie der in der Mehrzahl aufgelockerten Bebauung lag somit am Stichtag die durchschnittliche Bevölkerungsdichte bei 2.925 Einwohnern pro Quadratkilometer. Siehe hierzu auch: Liste der Bezirke und Ortsteile Berlins.

Steglitz-Zehlendorf ist im Gegensatz zu anderen West-Berliner Bezirken kein klassischer Einwanderungsbezirk; der Ausländeranteil lag am 31. Dezember 2012 bei 11,6 Prozent, während der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund bei 23,7 lag.[1] Allerdings variiert der Anteil zwischen den einzelnen Ortsteilen. An sieben der 33 öffentlichen Grundschulen des Bezirkes liegt der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund bei über 40 Prozent.[9] Im städtisch geprägten Ortsteil Steglitz haben fast 30 Prozent der Einwohner einen Migrationshintergrund, im dünn besiedelten Wannsee dagegen rund 17 Prozent. Die größten Migrantengruppen von Steglitz-Zehlendorf setzen sich aus Polen, Türken, Jugoslawen, US-Amerikanern, Arabern und diversen afrikanischen und asiatischen Ethnien zusammen. Bei letzteren sind vor allem Menschen aus Ghana und Nigeria, bzw. aus China, Südkorea und Thailand vertreten.[10]

Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund (2012)[1]
Migrationsgruppe Anteil
in Prozent
Personen mit Migrations-
hintergrund (Gesamt)
Deutsche ohne Migrationshintergrund 76,6 229.318
Deutsche mit Migrationshintergrund bzw. Ausländer 23,4 70.139
muslimischer Migrationshintergrund (Türkei, Arabische Liga, Iran etc.) 4,8 14.423
polnischer Migrationshintergrund 3,2 9.572
jugoslawischer Migrationshintergrund 1,6 4.803
US-amerikanischer Hintergrund 1,4 4.278
– sonstige (u. a. ehemalige Sowjetunion, Afrodeutsche, Griechen, Ostasiaten etc.) 12,4 37.063

Sehenswürdigkeiten und Museen

Wissenschaftliche Einrichtungen

Politik

Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung 2011[11]
Wahlbeteiligung: 67,0 %
 %
40
30
20
10
0
39,4
24,9
21,3
6,0
2,5
2,5
3,4
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006[11]
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+4,2
-4,7
+5,5
+6,0
± 0,0
-8,0
-3,0
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Parlament

Seit 2006 bilden CDU und Grüne eine Zählgemeinschaft in der Bezirksverordnetenversammlung.

Besatzungszeit

Der gesamte heutige Bezirk gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg von 1945 bis 1990 zusammen mit den Bezirken Tempelhof, Schöneberg, Neukölln und Kreuzberg zum Amerikanischen Sektor von Berlin, vgl. auch → Geteilte Stadt (dort hellblauer Bereich).

Bezirksbürgermeister

Hier werden die Bürgermeister des Bezirks Steglitz-Zehlendorf seit 2001 aufgeführt. Die Bürgermeister der ehemaligen Bezirke Steglitz und Zehlendorf finden sich dort.

  • 2001–2006: Herbert Weber (CDU)
  • seit 2006: Norbert Kopp (CDU)

Wappen

Das Wappen des Bezirks Steglitz-Zehlendorf orientiert sich an den Wappen der namensgebenden Ortsteile Steglitz und Zehlendorf. Die Wappen der übrigen Ortsteile bleiben unberücksichtigt. Dies entspricht dem Muster der Wappenbildung in den meisten Berliner Bezirken. Auch schon die von 1920 bis 2000 bestehenden ehemaligen Verwaltungsbezirke Steglitz und Zehlendorf hatten jeweils nur die Wappen der beiden alten preußischen Dörfer verwandt, ergänzt um die allen Berliner Wappen gemeinsame Mauerkrone als Sinnbild des Stadtverbands. Das heutige Bezirkswappen wurde am 25. März 2003 durch den Senat von Berlin gestiftet.

Wappenbeschreibung:

„In Gold eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm auf grünem Boden, darunter ein silberner Wellenschildfuß, darüber im Schildhaupt ein schwebender rotbewehrter und -gezungter schwarzer Adlerkopf. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist.“[12]

Wappenbegründung:

Die Kiefer und der Wellenschildfuß sind dem Zehlendorfer Wappen entnommen. Sie versinnbildlichen den Wald- und Wasserreichtum des Bezirks. Das Adlermotiv ist dem Steglitzer Wappen entnommen. Die Mauerkrone ist das verbindende Element aller Berliner Bezirke.

Städtepartnerschaften

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf pflegt folgende Städtepartnerschaften:[13]

International

Israel Kirjat Bialik (Israel), seit 1966
Danemark Brøndby (Dänemark), seit 1968
Italien Cassino (Italien), seit 1969
Israel Sderot (Israel), seit 1975
Schweden Ronneby (Schweden), seit 1976
Ungarn Szilvásvárad (Ungarn), seit 1989
Ukraine Charkiw (Ukraine), seit 1990
Polen Kazimierz Dolny, Poniatowa, Naleczow (Polen), seit 1993
Griechenland Sochos (Griechenland), seit 1993
Ungarn Zugló (Bezirk von Budapest, Ungarn), seit 2008
Korea Sud Songpa-gu (Bezirk von Seoul, Südkorea), seit 2013

National

Sonstiges

Weblinks

Weiterführende Informationen in den
Schwesterprojekten von Wikipedia:
Multimedia-Inhalte
Wiktionary Wörterbucheinträge

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Statistischer Bericht – Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2012 (PDF; 3,1 MB). Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  2. 2,0 2,1 Arbeitslosigkeits-Atlas – Arbeitslosigkeit in Berlin – Zahlen und Quoten in der Stadt und in den Bezirken. In: Berliner Morgenpost, berlin1.de, abgerufen am 15. Juni 2013.
  3. Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel
  4. Handlungsorientierter Sozialstrukturatlas Berlin 2013. Gesundheitsberichterstattung Berlin – Spezialbericht. Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, S. 15, abgerufen am 15. Januar 2016 (PDF; 17 MB).
  5. Karin Schmidl: Neues Einkaufscenter in Steglitz / Eines geht noch. In: Berliner Zeitung, 29. März 2012.
  6. Stadtentwicklungsplan Zentren 2020. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin 2007.
  7. Melderechtlich registrierte Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2015, Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 4. Juni 2016 (PDF-Datei ) (Hilfe dazu).
  8. Fortgeschriebene Bevölkerungszahlen vom 31. Dezember 2015 des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 15. Juli 2016 (PDF-Datei ) (Hilfe dazu).
  9. Die Bezirksverordnetenversammlung diskutiert. Integrationspolitik in Steglitz-Zehlendorf. In: Gazette Verbrauchermagazin, Dezember 2010, abgerufen am 18. Juni 2013.
  10. [1]
  11. 11,0 11,1 Die Landeswahlleiterin für Berlin , abgerufen am 22. September 2011
  12. Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen
  13. Beauftragte für Partnerschaften. Übersicht der Partnerstädte und befreundeten Gemeinden/Landkreise. Berlin.de, abgerufen am 18. April 2014.

Kategorien: Bezirk von Berlin

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk Steglitz-Zehlendorf (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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