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Bezirk Deutschlandsberg


Lage
Basisdaten
Bundesland Steiermark
NUTS-III-Region AT-225
Verwaltungssitz Deutschlandsberg
Fläche 864 km²
Einwohner 60.653 (1. Jänner 2016 )
Bevölkerungsdichte 70 Einw./km²
Kfz-Kennzeichen DL
Bezirkshauptmannschaft
Bezirkshauptmann Helmut-Theobald Müller
Webseite www.bh-deutschlandsberg.
steiermark.at
Karte

Der Bezirk Deutschlandsberg ist ein Politischer Bezirk des Landes Steiermark.

Geografie

Geografische Lage

Der Bezirk Deutschlandsberg liegt im Südwesten der Steiermark in den Lavanttaler Alpen. Er wird im Westen und Südwesten von der Koralpe begrenzt und im Südosten – östlich des Radlpasses – vom Poßruck. Im Norden wird er durch die östlichen Ausläufer der Packalpe begrenzt. Lediglich im Osten existiert keine natürliche Grenze. Der Bezirk misst sowohl in Nord-Süd- als auch in Ost-West-Richtung an der breitesten Stelle circa 35 km.

Der Bezirk wird größtenteils nach Osten zur Mur hin entwässert. Der äußerste Nordosten an der Grenze zum Bezirk Graz-Umgebung gehört zum Einzugsgebiet der Kainach. Der Norden wird von der Laßnitz und ihrem wichtigsten Nebenfluss, dem Stainzbach, entwässert. Der Süden gehört zum Einzugsgebiet der Schwarzen und der Weißen Sulm, den beiden Quellflüssen der Sulm. Der Südosten wird vom Saggaubach entwässert. Lediglich die Feistritz im Südwesten gehört zu den Nebenflüssen der Drau.

Die höchsten Erhebungen des Bezirks sind die Handalm (1853 m ü. A. ) im Nordwesten und der Große Speikkogel (2140 m ü. A. ) im Westen. Der niedrigste Punkt befindet sich mit 286 m ü. A. im Gemeindegebiet von Preding.

Angrenzende Gebietskörperschaften

Der Bezirk Deutschlandsberg grenzt im Norden an den Bezirk Voitsberg, im Nordosten an den Bezirk Graz-Umgebung und im Osten an den Bezirk Leibnitz, die alle drei ebenfalls zur Steiermark gehören. Im Westen grenzt er an den Kärntner Bezirk Wolfsberg. Im Süden grenzt der Bezirk an Slowenien.

Verwaltungsgliederung

Der Bezirk Deutschlandsberg besteht aus 15 Gemeinden, darunter eine Stadt und zehn Marktgemeinden. Die Gesamtfläche beträgt 863,79  km², in der Liste die Einwohnerzahlen vom 1. Januar 2016.[1]

Im Rahmen der Gemeindestrukturreform 2014/15 wurde die Zahl der Gemeinden im Bezirk deutlich verringert, vor 2015 bestand der Bezirk aus 40 Gemeinden.

Die 15 Gemeinden des Bezirkes seit 2015 sind: Deutschlandsberg, Eibiswald, Frauental an der Laßnitz, Groß Sankt Florian, Lannach, Pölfing-Brunn, Preding, Sankt Josef (Weststeiermark), Sankt Martin im Sulmtal, Sankt Peter im Sulmtal, Sankt Stefan ob Stainz, Schwanberg, Stainz, Wettmannstätten, Wies.

Liste der Gemeinden im Bezirk Deutschlandsberg

Gemeinde Lage Ew km² Ew / km² Gerichts­bezirk Region Typ

Foto
Deutschlandsberg

11.656 179,4 65 Deutschlandsberg Stadt-
gemeinde

Eibiswald

6.592 152,99 43 Deutschlandsberg Markt-
gemeinde

Frauental an der Laßnitz

2.823 15,58 181 Deutschlandsberg Markt-
gemeinde

Groß Sankt Florian

4.196 48,76 86 Deutschlandsberg Markt-
gemeinde

Lannach

3.391 19,87 171 Deutschlandsberg Markt-
gemeinde

Pölfing-Brunn

1.628 6,16 264 Deutschlandsberg Markt-
gemeinde

Preding

1.703 18,23 93 Deutschlandsberg Markt-
gemeinde

Sankt Josef (Weststeiermark)

1.511 13,3 114 Deutschlandsberg Gemeinde

Sankt Martin im Sulmtal

3.070 39,17 78 Deutschlandsberg Gemeinde

Sankt Peter im Sulmtal

1.322 10,98 120 Deutschlandsberg Gemeinde

Sankt Stefan ob Stainz

3.582 49,22 73 Deutschlandsberg Gemeinde

Schwanberg

4.553 124,16 37 Deutschlandsberg Markt-
gemeinde

Stainz

8.590 92,82 93 Deutschlandsberg Markt-
gemeinde

Wettmannstätten

1.620 17,97 90 Deutschlandsberg Markt-
gemeinde

Wies

4.416 76,55 58 Deutschlandsberg Markt-
gemeinde

Bevölkerungsentwicklung

Bezirkshauptleute seit 1868

1939 bis 1945 Landräte. Ab-Daten ohne nähere Angabe bezeichnen den Jahresbeginn.[2]

Ferdinand Praunegger 3. August 1868
Gustav Gutmann 8. Juli 1871
Franz Lautner 27. Februar 1873
Julius Franzi Ritter von Vesteneck  25. September 1881
Alexander Freiherr von Neupauer  28. Jänner 1888
Rudolf Graf Pace 25. August 1890
Johann Hussak 24. Jänner 1897
Otto Demeter Tirka 23. Mai 1901, bis 20. Juli 1904 Leiter
Josef de Villavicencio 19. Jänner 1906
Ferdinand Zoffal 28. August 1913, bis 1915 Amtsleiter
Viktor Kastner-Pöhr März 1924
Hans Knieli 1933 bis 11. März 1938 (und ab 25. Juni 1945)
Anton Stiegler 12. bis 14. März 1938
Josef Pleunik 15. März 1938 bis 30. August 1938
Alois Dieber 15. September 1938 bis 31. August 1939
Rudolf Schwarz 31. August bis 2. September 1939
Wolfgang Buder 2. September 1939
Wolfgang Kunz 26. Juli 1940
Herbert Leonhardt April 1943
Josef Huber November 1944
Franz Rader 15. Mai 1945 (provisorisch)
Hans Knieli 25. Juni 1945
Anton Kronabether 1949
Friedrich Mayer 1960
Artur Prommer 1965
Herbert Schell 1974
Ingrid Klug-Funovits 1989
Helmuth-Theobald Müller August 1996

Literatur

  • Wochenzeitung „Weststeirische Rundschau“. Unabhängige Wochenzeitung der Firma Simadruck für den Bezirk Deutschlandsberg. Deutschlandsberg, ab 1927.
  • Helmut-Theobald Müller (Hrsg.), Gernot Peter Obersteiner (wissenschaftliche Gesamtleitung): Geschichte und Topographie des Bezirkes Deutschlandsberg. („Bezirkstopographie“) Graz-Deutschlandsberg 2005. ISBN 3-901938-15-X. Steiermärkisches Landesarchiv und Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg 2005. In der Reihe: Große geschichtliche Landeskunde der Steiermark. Begründet von Fritz Posch †. Band 3.
  • Gerald Wolf: Die NSDAP im Bezirk Deutschlandsberg von 1933 bis zum »Anschluss« 1938. In: Herbert Blatnik, Hans Schafranek (Hrsg.): Vom NS-Verbot zum »Anschluss«. Steirische Nationalsozialisten 1933–1938. Czernin Verlag, Wien 2015, ISBN 978-3-7076-0554-9, S. 268-300.
  • Gerald M. Wolf: „Jetzt sind wir die Herren …“ Die NSDAP im Bezirk Deutschlandsberg und der Juli-Putsch 1934 (Grazer zeitgeschichtliche Studien, Band 3). StudienVerlag, Innsbruck-Wien-Bozen 2008, ISBN 978-3-7065-4006-3.
  • Cathrin Weisi: „… ganz sicher keine Weltgeschichte …“: Eine Region schreibt sich ihre Zeitung – 65 Jahre „Weststeirische Rundschau“ für den politischen Bezirk Deutschlandsberg Universität Graz, Diplomarbeit. Graz 1992.
  • Gunther Riedlsperger: Schlösser und Herrensitze im Paradies der Steiermark. Bezirk Deutschlandsberg. Simadruck-Verlag Deutschlandsberg.
  • Waltraud Weisi (Hrsg.): Damals. Alte Photographien aus dem Bezirk Deutschlandsberg. Drei Bände. Band 1 1992, Band 2 1995, Band 3 2004. Simadruck, Deutschlandsberg.
  • Heinz Otto: Die Temperaturumkehr in der Südweststeiermark . In: Mitteilungen des naturwissenschaftlichen Vereins für Steiermark. Band 101, Graz 1971. S. 97–118.

Weblinks

 Commons: Bezirk Deutschlandsberg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Gemeindeverzeichnis der Bezirkshauptmannschaft Deutsch-Landsberg 1868. Aus: Politische Eintheilung des Herzogthumes Steiermark, Kundmachung des k. k. Statthalters in Steiermark vom 31. Oktober 1868, womit zur politischen und gerichtlichen Organisirung des Herzogthumes Steiermark die detaillierten Eintheilungs-Uebersichten zur Kenntniß gebracht werden. Landesgesetz- und Verordnungsblatt des Herzogthumes Steiermark vom 21. April 1869, XX. Stück, Nr. 36, S. 59 und Anhang.

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria - Bevölkerung zu Jahresbeginn 2002-2016 nach Gemeinden (Gebietsstand 1.1.2016)
  2. Bezirkshauptleute seit 1868 (PDF; 691 kB), abgerufen am 9. September.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk Deutschlandsberg (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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