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Betzenstein


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: BayreuthVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Betzenstein
Höhe: 511 m ü. NHN
Fläche: 51,84 km²
Einwohner: 2507 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91282
Vorwahl: 09244
Kfz-Kennzeichen: BT, EBS, ESB, KEM, MÜB, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 72 118
Stadtgliederung: 23 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Nürnberger Straße 5
91282 Betzenstein
Webpräsenz: www.betzenstein.de
Bürgermeister: Claus Meyer (Freie Wähler)
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Betzenstein ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Bayreuth und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Betzenstein.

Geografie

Geografische Lage

Betzenstein liegt im Naturpark Fränkische Schweiz.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind, von Norden beginnend im Uhrzeigersinn: Pegnitz, Plech, Velden, Kirchensittenbach, Schnaittach, Simmelsdorf, Hiltpoltstein, Obertrubach und Pottenstein.

Orte in der Gemeinde

Die Gemeinde gliedert sich in 23 Orte:[2]

Verwaltungsgemeinschaft

Die Stadt Betzenstein bildet mit der Gemeinde Plech eine Verwaltungsgemeinschaft.

Geschichte

Betzenstein wurde 1187 mit Friedrich von Betzenstein[3] erstmals urkundlich erwähnt. 1359 wurde von Kaiser Karl IV. 1359 das Markt- und Stadtrecht erteilt.[4] Von 1505 bis zur Eingliederung in Bayern im Jahr 1806 gehörte Betzenstein zum Gebiet der Reichsstadt Nürnberg, die ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis gehörte.
Siehe auch: Burg Betzenstein
Am 7. August 1806 das Pflegamt Betzenstein aufgelöst und der Ort dem Landgericht Pottenstein untergeordnet.[5]

In der Umgebung wurde bis ins 20. Jahrhundert Hopfen angebaut. Die auf dem Hopfenweltmarkt führende Familie Barth hat ihre Wurzeln in Betzenstein. Das Stammhaus mit seinen typischen Hopfendarren im steilen Satteldach steht noch auf dem Marktplatz. Ebenfalls von großer Bedeutung war bis Ende des 19. Jahrhunderts der Eisenerzabbau.

Riegelstein

Riegelstein (siehe auch Burgruine Riegelstein) hieß ursprünglich Raupersdorf. Es wurde erstmals 1403 umbenannt nach den Herren Türriegel[6] (auch Dürriegel), die sich von da an „zum Riegelstein“ nannten. Die Türriegel waren Ministeriale der Schenken von Reicheneck und sagten sich mit einem umfangreichen Besitz um Riegelstein von den Schenken los. Ab 1403 waren sie allodial. Die Riegelsteiner Linie starb 1619 aus, nur der Mitterfelser Zweig existiert noch und nannte sich nach 1665 nur noch Thürrigl, Dirrigl oder mit ähnlichen Schreibweisen.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Leupoldstein, Ottenberg, Spies, Stierberg und Weidensees eingegliedert.[7]

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister ist Claus Meyer (Freie Wähler).

Stadtrat

Seit der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Stadtrat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,2 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU     4 Sitze  (25,9 %)
  Wählergemeinschaft 3 Sitze (18,7 %)
  Freie Wähler 5 Sitze (38,5 %)
  Unabhängige Bürger 2 Sitze (16,9 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Stadtrates ist der Bürgermeister.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museum

Anton-Buchner-Heimatmuseum mit geschichtlichen Zeugnissen sowie fossilen und mineralogischen Sammlungen

Bauwerke

  • Evangelische Stadtpfarrkirche, erbaut 1732–1748
  • Tiefer Brunnen in einem Fachwerkhaus am unteren Marktplatz, 92 Meter tief, 1543–1549 als Radziehbrunnen erbaut, diente über Jahrhunderte der Wasserversorgung
  • Teile der ehemaligen Stadtmauer mit zwei Stadttoren (Hinteres Tor und Unteres Tor)
  • Ehemaliges Pflegamtsschloss, 1669–1670 erbaut (in Privatbesitz)
  • Zwei Burgen (in Privatbesitz, nicht zugänglich)
  • Schmidberganlage mit ca. 12 Meter[8] hohem Aussichtsturm Schmidbergturm

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Betzenstein

Natur

  • Der Juraelefant bei Stierberg, ein Kalksteinfels mit elefantenähnlichem Aussehen.
  • Die Klauskirche, eine etwa dreißig Meter lange Durchgangshöhle beim Freibad Betzenstein (Geotop-Nummer 472H004).
  • Der Große Wasserstein, ein Naturdenkmal mit Durchgangshöhle (Wassersteintor) und großem Felsüberhang
  • Felsbogen und Höhlensystem im Riff südlich von Leupoldstein
  • Das Hexentor, ein Felsentor und Naturdenkmal

Sport

Betzenstein befindet sich am nordwestlichen Rand der Hersbrucker Alb am Übergang zur Fränkischen Schweiz. Die Stadt liegt mitten im Klettergebiet Nördlicher Frankenjura, zahlreiche Wander- und Radwege befinden sich ebenfalls im Stadtgebiet. In Betzenstein befindet sich ein beheiztes Freibad und angrenzend der Abenteuerpark Betzenstein mit Kinderkletterwelt. Im Winter wird bei entsprechender Wetterlage südlich der Stadt ein Loipennetz gespurt.

Der FC Betzenstein bietet als Sportarten u. a. Fußball, Tennis und Tischtennis.

Verkehrsanbindung

Betzenstein liegt an der Bundesstraße 2 zwischen Nürnberg und Bayreuth. Der Ort ist auch über die A 9, Anschlussstelle Plech erreichbar. Die nächstgelegene Bahnlinie ist die Bahnstrecke Nürnberg–Cheb mit den Bahnhöfen Neuhaus a. d. Peg. oder Pegnitz. Betzenstein liegt im Tarifbereich des VGN.

Literatur

  • Dr. Hans Vollet und Kathrin Heckel: Die Ruinenzeichnungen des Plassenburgkartographen Johann Christoph Stierlein. 1987.
  • Chronik der Stadt Betzenstein. Erschienen zur 850-Jahr-Feier 1987, Stadt Betzenstein.

Weblinks

 Commons: Betzenstein  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Betzenstein – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online.
  3. Siehe auch: Liste fränkischer Rittergeschlechter#B
  4. Geschichte der Stadt Betzenstein. Abschnitte „25. September 1359“ und „1611“.
  5. Armin Schütz: Betzenstein an der Seite der Reichsstadt Nürnberg. 2011, S. 75
  6. Siehe auch: Liste fränkischer Rittergeschlechter#T
  7. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 549.
  8. Schmiedbergturm Betzenstein. In: fraenkische-schweiz.bayern-online.de. 19. November 2008, abgerufen am 18. September 2015 (Anmerkung: korrekte Schreibweise Schmidbergturm).

Kategorien: Geographie (Fränkische Schweiz) | Ort im Landkreis Bayreuth | Betzenstein | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Betzenstein (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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