Bestäubung - LinkFang.de





Bestäubung


Dieser Artikel behandelt die Bestäubung bei Pflanzen und anderen Gewächsen. Zum Bestäuben in der Drucktechnik siehe Puderapparat.

Bestäubung (Blütenbestäubung) ist die Übertragung des Pollens (des Blütenstaubs, der Pollenkörner) mit den darin befindlichen Spermienzellen auf das empfängliche weibliche Blütenorgan. Bei den Samenpflanzen (Spermatophyten) bleibt bei der Bestäubung der Pollen auf der meist etwas klebrigen Oberfläche des weiblichen Blütenorgans, des Fruchtblatts, haften.

Das auskeimende Pollenkorn entspricht einem männlichen Gametophyten. Es bildet einen Pollenschlauch aus, der in das Fruchtblatt hinein wächst in Richtung der darin befindlichen Samenanlage mit der pflanzlichen Eizelle. Der weibliche Gametophyt befindet sich also im Fruchtblatt der Blüte und wird dort von Integument und Nucellus eingehüllt. Hier findet die eigentliche Befruchtung statt.

Der Pollen wird, je nach Pflanzenart, entweder innerhalb derselben Blüte oder von anderen Blüten durch blütenbesuchende Tiere, meist Insekten, oder durch den Wind übertragen. Durch Pollenanalyse wurde festgestellt, dass schon seit etwa 270 Millionen Jahren (Paläobotanik) Pollenflug stattfindet. Er ist für mehr als die Hälfte der heutigen Pflanzenarten für die Bestäubung unerlässlich.

Bestäubung bei Nacktsamern (Gymnospermae)

Bei den Nacktsamern reißen die Pollensäcke auf und die Pollenkörner werden als Pollenstaub in der Regel durch den Wind auf die freiliegenden (nackten - daher die Bezeichnung Nacktsamer) Samenanlagen übertragen. Durch die Mikropyle tritt ein Flüssigkeitstropfen aus, an dem die Pollenkörner haften bleiben. Durch Eintrocknung werden die Pollenkörner in die Pollenkammer gesogen. Anschließend wird die Mikropyle durch Zellwucherungen des Integuments verschlossen. Die Keimung des Pollens erfolgt nicht sofort, sondern nach wenigen Tagen bis einem Jahr.

Bestäubung bei Bedecktsamern (Angiospermae)

Bei den Bedecktsamern (Angiospermae) erfolgt die Übertragung der Pollenkörner auf die Narbe des Blütenstempels (Fruchtblattes) durch Wind, Wasser oder Tiere. Das Pollenkorn keimt innerhalb von Stunden und der Pollenschlauch wächst durch den Griffel, den Stiel des Fruchtblattes, in den Fruchtknoten an der Basis des Fruchtblattes hinein (Bild oben).

Typen der Bestäubung

Man unterscheidet zwischen folgenden Typen:

  • Selbstbestäubung: Bestäubung durch Pollen derselben Pflanze meist innerhalb derselben Blüte
  • Fremdbestäubung: Bestäubung durch Pollen einer fremden Pflanze bei Windblütigkeit und Tierbestäubung
  • Künstliche Bestäubung: Der Pollen einer vom Züchter ausgewählten Pflanze wird mit einem Pinsel in die Blüte einer anderen ausgewählten Pflanze eingebracht und dort auf die Narbe aufgetragen. Bei diesem Verfahren muss die Blüte durch frühzeitiges Entfernen der eigenen Staubgefäße vor Selbstbestäubung und durch Isolation vor Fremdbestäubung geschützt werden.[1]

Jahrmillionen der Koevolution haben die Beziehung zwischen bestimmten Pflanzen und ihren speziellen Bestäubern aufs Feinste geregelt - Edward O. Wilson (Biologe) [2]

Merkmalssyndrome von Pflanzen

Viele Pflanzen tragen eine Vielzahl von Merkmalen, die in der Evolution als Anpassung an ihre Bestäuber entstanden sind. Diese Merkmalskomplexe in Anpassung an bestimmte Bestäuber nennt man:

Bestäubung als Voraussetzung zur Befruchtung

Die Bestäubung ist eine wichtige Voraussetzung für die Befruchtung und die Samenbildung bei Samenpflanzen. Erst nach der Bestäubung können weibliche und männliche Gameten zusammentreffen (Befruchtung) und die Samenbildung kann erfolgen.

Unterschiede in der Bestäubung zwischen Nacktsamern und Bedecktsamern

  • Bei den Nacktsamern (Gymnospermae) werden die Pollenkörner von einem Bestäubungstropfen aufgefangen, der durch die Mikropyle der Samenanlage austritt. Der Pollen gelangt dann durch die Mikropyle hindurch, in eine Kammer zwischen Integument und Nucellus und keimt hier aus, bzw. gibt Spermatozoide frei.
  • Bei den Bedecktsamern (Angiospermae) erfolgt die Übertragung der Pollenkörner auf die Narbe des Fruchtblatts. Danach keimt der Pollen aus und der Pollenschlauch wächst durch die verschiedenen Teile des Fruchtblatts zu den Samenanlagen.

Weblinks

 Commons: Bestäubung  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Neil A. Campbell, Jane B. Reece: Biologie. Spektrum-Verlag Heidelberg-Berlin 2003, ISBN 3-8274-1352-4
  2. Buchmann und Nabhan 1997

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bestäubung (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.