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Bertelsmann Lesering


Bertelsmann Lesering
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 1. Juni 1950
Auflösung 2015
Sitz Rheda-Wiedenbrück
Leitung Bernd Schröder
Mitarbeiter 520 (2014)[1]
Umsatz ca. 100 Mio. Euro (2014)
Branche Buchgemeinschaft
Website derclub.de

Der ehemalige Bertelsmann Lesering war eine Buchgemeinschaft mit Sitz im ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) und wurde am 1. Juni 1950 gegründet. Er ist ein Unternehmen des Medienkonzerns Bertelsmann und als RM Buch und Medien Vertrieb GmbH im Handelsregister eingetragen, RM sind die Initialen von Reinhard Mohn. Er trat jedoch seit vielen Jahren als Club Bertelsmann oder Der Club auf.

Geschichte

Nach der Gründung am 1. Juni 1951 hatte der Lesering im ersten Jahr bereits 100.000 Mitglieder, 1954 eine Million und 1956 rund 1,6 Millionen Mitglieder.

Die erste Filiale wurde unter dem Namen Bücherstube am 1. April 1964 in Kiel eröffnet. 1968 öffnete eine Filiale in Münster, die 47 Jahre lang bis 2015 bestand.[2] 1969 wurden alle Filialen in Club-Center umbenannt.

In seinen besten Zeiten von 1970 bis Anfang der 1990er Jahre hatte der Club über 6 Millionen Mitglieder (allein in Westdeutschland). Bis Anfang der 1990er Jahre verringerte sich die Mitgliederzahl, stieg aber nach der Wiedervereinigung erneut auf rund sieben Millionen Buchclub-Mitglieder und 320 Filialen. Anfang 2006 waren es in Deutschland noch 3,3 Millionen Mitglieder.

Bertelsmann betrieb auch in anderen Ländern Club-Geschäfte, zusammen hatten die Bertelsmann-Clubs weltweit mehr als 25 Millionen Mitglieder. 1996 gab es zudem rund 250 Buchclub-Vertriebspartner in Deutschland.

Bertelsmann hatte 2008 angekündigt, sich von einigen Buchclubs zu trennen, und wollte sich künftig auf die großen europäischen Märkte konzentrieren.[3]

2014 gab es nur noch 52 Filialen und rund eine Million Mitglieder.

Am 31. März 2015 schlossen die letzten beiden Buchclub-Filialen in Gütersloh und Rheda, im Juni 2015 gab es nur noch 600.000 Club-Mitglieder.[4]

Am 23. Dezember 2015 wurde auch der Onlineshop eingestellt.[5]

Im Ausland ist das Buchclub-Geschäft nach 2015 nur noch in der Ukraine und Russland und mit einer 50-Prozent-Beteiligung in Spanien vertreten.

Gedruckte Medien

Das Unternehmen vermarktete Bücher direkt an die Leser, also unter Ausschaltung des Buchhandels. Über Kataloge oder die Website konnten interessierte Leser Bücher aussuchen und sich zusenden lassen. Die verkauften Bücher unterschieden sich meist in der Umschlaggestaltung von den Originalen. Sie konnten deutlich billiger angeboten werden, weil sie als neue Ausgabe des Werkes galten und daher nicht der Buchpreisbindung unterlagen. Nicht nur deshalb wurde der Club vom traditionellen Buchhandel kritisiert. Auch die Frage, nach welcher „Schonfrist“ für den Buchhandel Neuerscheinungen über den Direktvertrieb verkauft werden dürfen, führte zu Auseinandersetzungen.

Neben Büchern bot das Unternehmen in einem deutlich erweiterten Sortiment auch andere Medienprodukte (Compact Disc, DVD, etc.) und Dienstleistungen an. Mitglieder waren verpflichtet, mindestens einmal im Vierteljahr ein Produkt zu kaufen.

Club-Reisen

2008 wurde mit der Website DerClub-Reisen ein eigenständiger Vertrieb von Reisen begonnen. Zuvor vermittelte das Unternehmen nur Reisen anderer Anbieter. Im Gegensatz zum Buchclub war für die Inanspruchnahme der Reiseangebote keine Mitgliedschaft erforderlich.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. n-tv.de: Das "Lesering"-Wunder ist tot - Bertelsmann schließt Buchclub vom 18. Juni 2014
  2. Westfälische Nachrichten vom 9. Januar 2015
  3. Börsenblatt: Rückzug aus vielen fernen Märkten
  4. Ende einer Ära – Bertelsmann-Club verschickt letztes Buch. Derwesten.de, 23. Dezember 2015, abgerufen am 23. Dezember 2015.
  5. Heute schließen die letzten Club-Filialen – Offenes Ende. Börsenblatt, 31. März 2015, abgerufen am 23. Dezember 2015.

Kategorien: Bertelsmann | Unternehmen (Rheda-Wiedenbrück)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bertelsmann Lesering (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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