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Berninagruppe


Berninagruppe

Lage der Berninagruppe innerhalb der Alpen

Berninagruppe von Nordosten mit Piz Palü, Bellavista, Piz Zupò, Crast'Agüzza, Piz Bernina und Piz Morteratsch

Höchster Gipfel Piz Bernina (4'049 m ü. M. )
Lage Engadin, Graubünden, Schweiz / Veltlin, Provinz Sondrio, Italien
Einteilung nach AVE: 66
SOIUSA: II/A-15.III
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Die Berninagruppe oder meist nur die Bernina ist die höchste Berggruppe der Ostalpen; ihr höchster Gipfel, der Piz Bernina (4'049 m ü. M. ), ist der einzige Viertausender der Ostalpen.

Lage und Begrenzung

Die Bernina erstreckt sich südlich des Oberengadins vom Murettopass im Westen zum Berninapass im Osten. Ihr Hauptkamm ist Teil des Alpenhauptkamms und Wasserscheide zwischen Inn und Donau im Norden sowie Adda und Po im Süden. Im westlichen und zentralen Abschnitt verläuft über ihn die Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Sein östlicher Teil ist auch auf der Südseite schweizerisch (Puschlav). Die Berge südlich des Canfinal-Passes (Pizzo Scalino und Vetta Ron) sowie die Bergeller Alpen mit dem Monte Disgrazia zählen nicht zur Bernina im eigentlichen Sinne. Im Interesse einer gewissen geografischen Vereinheitlichung werden jedoch alle drei Berggruppen bisweilen zusammengefasst, so auch in der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen unter dem Namen Bernina-Alpen.

Name

Die Herkunft des Namens ist bis heute ungeklärt. Barnyna war ein Flurname, der 1429 erwähnt ist, ebenso Pernina (1538 erwähnt). Die Bedeutung des Namens ist nicht bekannt. Ein Personenname Bernin, als Bernini in Oberitalien verbreitet, war vermutlich Namensgeber der Siedlung Bernina Suot und der angrenzenden Alp im Val Minor.[1]

Aufbau

Die Bernina besteht im Wesentlichen aus drei T-förmig angeordneten Bergketten mit Gipfeln von durchweg über 3'900 m Höhe. Das Mittelstück des "T" bildet der Piz Bernina selbst, zusammen mit niedrigeren, nördlich angrenzenden Gipfeln wie dem Piz Morteratsch und dem Piz Boval. Den Querbalken des "T" bilden nach Osten hin vor allem Bellavista und Piz Palü, nach Westen hin vor allem der Piz Roseg. Östlich des Piz Bernina zieht das Tal des Morteratschgletschers nach Norden, westlich - parallel dazu - das Val Roseg. Jenseits dieses zentralen Teils der Bernina sind die Gipfel mit rund 3'300 - 3'500 m durchweg niedriger. Dies gilt zunächst für die sogenannte Sellagruppe im Talschluss des Rosegtals, aber auch für die sich noch weiter westlich anschliessenden Gipfel im Talschluss des Fextals und des Fedoztals. Auf der Südseite bricht die Bernina ohne klare geografische Struktur in mehreren Absätzen und nur schwach gegliedert durch die schluchtartigen Täler von Scerscen und Fellaria gegen das Valmalenco, einem Seitental des Veltlins, ab.

Geologie

Die Bernina ist Teil einer unterostalpinen Decke, also einer Scholle aus kristallinem Gestein, die aus südlicheren Bereichen aufgeschoben wurde. Nordwestlich von ihr und an ihrem Südrand ist das tiefer liegende, vom Ostalpin überschobene Penninikum sichtbar. Westlich schliessen sich ihr die Bergeller Alpen an, die aus Granit bestehen und geologisch daher nicht zum Ostalpin gehören. Die Bernina bildet somit geologisch betrachtet das westliche Ende der Ostalpen. Weiter westlich finden die geologischen Strukturen der Bernina erst in der Dent-Blanche-Decke der zentralen Walliser Alpen eine Art von Fortsetzung.

Gletscher

Die Berninagruppe trägt etliche Gletscher, die alle in den letzten Jahrzehnten, insbesondere seit etwa 1990, deutlich an Länge und Masse verloren haben. Aus den grössten Firnbecken des Gebietes fliessen im Val Morteratsch die Zungen von Morteratsch- und Persgletscher ab und vereinigen sich dann gerade noch. Das Val Roseg wird im oberen Teil von Tschierva- und Roseggletscher ausgefüllt. Beide Täler entwässern nordseitig über den Flaz in den Inn. Im Osten liegt der Palügletscher, im Süden die Gletscher von Scerscen und Fellaria.

Bedeutende Berge über 3'500 m

Galerie

Einzelnachweise

  1. Die Bernina im historischen Lexikon der Schweiz

Weblinks

 Commons: Berninagruppe  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Berninagruppe (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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