Berliner Postbezirke (ab 1862) - LinkFang.de





Berliner Postbezirke (ab 1862)


Die Berliner Postbezirke wurden durch eine Anweisung des Kaiserlichen Generalpostamtes aus dem Jahre 1873 festgelegt.

Ausgehend vom Hofpostamt Königstraße Ecke Spandauer Straße wurde damit das damalige Stadtgebiet von Berlin in neun Postbezirke eingeteilt, die nach Himmelsrichtungen der jeweiligen Bahnhöfe benannt wurden:

Zu den Postbezirken kam später noch die Nummer des jeweiligen Zustellpostamtes. Diese Kennzeichnungen waren von 15. Mai 1862 bis zur Einführung der vierstelligen Postleitzahlen die postalischen Ortsbezeichnungen der Berliner Innenstadt. Bis dahin galt die Nummer der Stadtpost-Expedition als Zustellbezirk.

Die Regelung wurde nach der Bildung von Groß-Berlin im Jahre 1920 nicht auf die neuen Stadtteile ausgedehnt. Sie führten als postalische Bezeichnung ihre bisherigen Ortsnamen mit vorangestelltem Berlin, beispielsweise Berlin-Charlottenburg oder Berlin-Köpenick.

Zur weiteren Entwicklung siehe Postgeschichte und Briefmarken Berlins.

Liste der Post-Expeditionen und Zustellpostämter

Neben den Berliner Postbezirken erhielten auch reine Bestell-Postämter als Verteilerzentren eigene Kennungen. Insgesamt gab es 46 derartige Einrichtungen, wobei jedoch nur wenige diese eingeschränkte Funktion ausübten. Ebenso erhielten einige Postämter ohne Postbezirk Kennungen für die Zustellung von Sendungen.

  • C 1 (ehemaliges Hofpostamt), Spandauer Straße (kriegsbeschädigt und um 1960 abgerissen); (Mitte)
  • C 2, Dircksenstraße; (Mitte)
  • C 14, Dresdener Straße; (Mitte)
  • C 22, die alte Stadtpost-Expedition I, Weinmeisterstraße 8, später Schönhauser Allee 2; (Mitte)
  • C 23, Alte Leipziger Straße, später Kurstraße, mit W 38 vereinigt; (Mitte)
  • C 25, Am Königsgraben, heute Alexanderplatz (Mitte)
  • C 43, heutige Otto-Braun-Straße; (Mitte)
  • C 45, Grünstraße, später Scharrenstraße; (Mitte)
  • C 53, Seydelstraße; (Mitte); (ohne Postbezirk)
  • C 63, Gerichtsgebäude Littenstraße (ehemalige Neue Friedrichstraße); (Mitte); (ohne Postbezirk)
  • C 76, Neue Promenade/Hackescher Markt; (Mitte)
  • C 77, Linienstraße; (Mitte)
  • C 78, Alexanderstraße, später Kaiserstraße; (Mitte)
  • C 87, Fischerstraße, heute Fischerinsel; (Mitte)
  • S 14, die alte Stadtpost-Expedition XII, Alte Jacobstraße, später Dresdner Straße und Neue Roßstraße; (Kreuzberg)
  • S 15, die alte Stadtpost-Expedition XIII, Sebastianstraße, zeitweilig Prinzenstraße
  • S 42, Ritterstraße; (Kreuzberg)
  • S 59, Boeckhstraße; (Kreuzberg)
  • S 73, Wallstraße, später Annenstraße; (Mitte)
  • S 86, Wasserthorstraße; (Kreuzberg)
  • S 88, Alte Jacobstraße; (Kreuzberg)
  • SW 11 alte Stadtpost-Expedition X, Anhalter Bahnhof; später Bahnhofstraße (Güstener Straße), (Kreuzberg)
  • SW 12, die alte Stadtpost-Expedition XI, Zimmerstraße; (Mitte)
  • SW 13, die alte Stadtpost-Expedition IV, Lindenstraße, später Hollmannstraße; (Kreuzberg)
  • SW 19, die alte Stadtpost-Expedition I, Standorte: Sparwaldsbrücke, Krausenstraße, Beuthstraße; (Kreuzberg)
  • SW 29, Belle-Alliance-Straße, später Baruther Straße, Nostizstraße und Marheinekeplatz; (Kreuzberg)
  • SW 32, Hasenheide, (Kreuzberg); (Postagentur)
  • SW 33, die Gemeinde Tempelhof, auch SW-Tempelhof genannt
  • SW 46, Behrensstraße, (Mitte); (ohne Postbezirk)
  • SW 47, Kreuzberg- Ecke Katzbachstraße; (Kreuzberg)
  • SW 48, Friedrichstraße, (Kreuzberg)
  • SW 60, Junkerstraße, (Kreuzberg) (ohne Postbezirk)
  • SW 61 (Postamt SW 61), Tempelhofer Ufer; (Kreuzberg)
  • SW 68, Linden- Ecke Ritterstraße; (Kreuzberg) (auch Alte Jacobstraße)
  • SW 72, Hedemannstraße; später Wilhelmstraße; (Mitte)
  • SW 75, Beuthstraße; später Krausenstraße; (Mitte)
  • SW 77, Luckenwalder Straße, Paketpostamt; (Kreuzberg)
  • SW 80, Solmsstraße, später Friesenstraße; (Kreuzberg)
  • SW 81, Hagelberger Straße; (Kreuzberg)
  • SW 95, Teltower Straße; (Kreuzberg)
  • SW 97, Kochstraße; (Kreuzberg)
  • SW 98, Luckenwalder Straße, später Tempelhofer Ufer; (Kreuzberg) (ab 1882)

Liste nach Nummer des Bezirks

  • SW 11 alte Stadtpost-Expedition X, Anhalter Bahnhof; später Bahnhofstraße (Güstener Straße), (Kreuzberg)
  • SW 12, die alte Stadtpost-Expedition XI, Zimmerstraße; (Mitte)
  • SW 13, die alte Stadtpost-Expedition IV, Lindenstraße, später Hollmannstraße; (Kreuzberg)
  • C 14, Dresdener Straße; (Mitte)
  • S 14, die alte Stadtpost-Expedition XII, Alte Jacobstraße, später Dresdner Straße und Neue Roßstraße; (Kreuzberg)
  • S 15, die alte Stadtpost-Expedition XIII, Sebastianstraße, zeitweilig Prinzenstraße
  • SO 16, die alte Stadtpost-Expedition V, Adalbertstraße, später Köpenicker Straße; (Mitte)
  • O 17 die alte Stadtpost-Expedition XIII, Frankfurter Bahnhof (später Schlesischer Bahnhof und Ostbahnhof), (Friedrichshain)
  • NO 18, die alte Stadtpost-Expedition XIV, Landsberger Straße, später Waßmannstraße und Lichtenberger Straße; (Friedrichshain)
  • N 19, die alte Stadtpost-Expedition XIX in der Stadt Pankow, auch N-Pankow genannt (Nr.19)
  • SW 19, die alte Stadtpost-Expedition I, Standorte: Sparwaldsbrücke, Krausenstraße, Beuthstraße; (Kreuzberg)
  • N 20, die alte Stadtpost-Expedition XVIII in Gesundbrunnen, Badstraße, später Prinzenallee und zeitweilig Stettiner Straße
  • NW 21, die alte Stadtpost-Expedition XVII, Thurmstraße, zeitweilig Stromstraße (Moabit)
  • C 22, die alte Stadtpost-Expedition I, Weinmeisterstraße 8, später Schönhauser Allee 2; (Mitte)
  • W 22, die alte Stadtpost-Expedition XVI in der Stadt Schöneberg, Botanische-Garten-Straße, auch W-Schöneberg genannt (Nr. 22)
  • C 23, Alte Leipziger Straße, später Kurstraße, mit W 38 vereinigt; (Mitte)
  • N 24, die alte Stadtpost-Expedition III; Oranienburger Straße 35/36; das Postfuhramt in (Mitte)
  • C 25, Am Königsgraben, heute Alexanderplatz (Mitte)
  • NO 26, Adalbertstraße; (Mitte); (Bestell-Postamt)
  • SO 26, Oranienstraße, später Adalbertstraße; (Kreuzberg)
  • O 27, Wallnertheaterstraße, später Blumenstraße
  • N 28, Anklamer Straße; (Mitte)
  • SW 29, Belle-Alliance-Straße, später Baruther Straße, Nostizstraße und Marheinekeplatz; (Kreuzberg)
  • W 70, Schiffbauerdamm; (Mitte)
  • W 71, Schöneberger Ufer; (Tiergarten)
  • SW 72, Hedemannstraße, später Wilhelmstraße; (Mitte)
  • S 73, Wallstraße, später Annenstraße; (Mitte)
  • NO 74, heutige Dietrich-Bonhoeffer-Straße; (Prenzlauer Berg)
  • SW 75, Beuthstraße, später Krausenstraße; (Mitte)
  • C 76, Neue Promenade / Hackerscher Markt; (Mitte)
  • C 77, Linienstraße; (Mitte)
  • C 78, Alexanderstraße, später Kaiserstraße; (Mitte)
  • SO 79, Elisabeth-Ufer, später Kaiserstraße; (Mitte)

Einzelnachweise

  • Buchplan von Groß-Berlin. VEB Landkartenverlag Berlin, Berlin 1959.
  • Berliner Post von Fritz Steinwasser. VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, Berlin 1988.

Kategorien: Berliner Geschichte (19. Jahrhundert) | Postwesen (Berlin) | Berliner Geschichte (20. Jahrhundert)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner Postbezirke (ab 1862) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.