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Berliner Burschenschaft Gothia


Berliner Burschenschaft Gothia

Wappen Zirkel
Basisdaten
Hochschulort: Berlin
Gründung: 1877
Korporationsverband: Deutsche Burschenschaft
Farbenstatus: farbentragend
Farben: orange-weiß-schwarz
Farben:
Art des Bundes: Männerbund
Stellung zur Mensur: pflichtschlagend
Website: www.gothia.de

Die Berliner Burschenschaft Gothia ist eine pflichtschlagende Studentenverbindung in Berlin. Sie ist Mitglied des Dachverbandes Deutsche Burschenschaft.

Veranstaltungen und Ausrichtung

Die Gothia bietet ihren Mitgliedern bei „Burschenschaftlichen Abenden“ Veranstaltungen verschiedenster Inhalte an: Dabei traten mehrfach Vertreter der konservativen bis extremen Rechten wie Alfred Mechtersheimer[1], Erik Lehnert[2], Horst Mahler[3], Jost Bauch[4] und Hans-Thomas Tillschneider[5] auf. Auch der ehemaligen Berliner Bürgermeister Eberhard Diepgen sprach als Alter Herr der Berliner Burschenschaft Saravia bei der Gothia. In seiner Funktion als Antisemitismusbeauftragter sprach Daniel Alter am 12. Februar 2014 im Haus der Berliner Burschenschaft Gothia bei einem Burschenschaftlichen Abend der „Vereinigung Alter Burschenschafter zu Berlin (VAB)“, veranstaltet von der Burschenschaft Gothia in Kooperation mit der Sängerschaft Borussia Berlin, zum Thema: „Gemeinsam über Aufklärung gegen latenten und offenen Antisemitismus“.[6][7] Auch Peter Brandt, Sohn des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt, war Referent.[8] Im Jahr 2005 hielt der frühere Kanzleramtsminister Egon Bahr (SPD) bei der Gothia einen Vortrag, was innerparteiliche Diskussionen in der SPD auslöste und zu einem Beschluss des Bundesparteitages führte, dass die Mitgliedschaft in einer Burschenschaft mit der in der SPD unvereinbar sei.[9] Dieser Beschluss wurde später dahingehend entschärft, dass nur eine Mitgliedschaft in einer Burschenschaft der Burschenschaftlichen Gemeinschaft unvereinbar mit einer SPD-Mitgliedschaft ist, und 2014 erneut auf alle Mitgliedsbünde der Deutschen Burschenschaft ausgeweitet.

1981 wurde aus dem Umfeld der Gothia die Berliner Schülerverbindung Iuvenis Gothia gegründet.

Mitgliedschaften

Die Burschenschaft Gothia ist Mitglied im Dachverband Deutsche Burschenschaft, wo sie 2016 den Vorsitz hatte. Als einzige Berliner Burschenschaft war sie bis November 2012 Mitglied der Burschenschaftlichen Gemeinschaft.

Verbindungshaus

Das Gothenhaus ist das Verbindungshaus der Gothia in Berlin-Zehlendorf. Das Haus wird auch vom neurechten Institut für Staatspolitik für Veranstaltungen genutzt.[5]

2006 wurde im Verbindungshaus eine „Kleine deutsche Kunstausstellung“ mit Werken von Georg Sluyterman von Langeweyde, Ernst von Dombrowski und Rudolf Warnecke durchgeführt, die zuvor bei der Burschenschaft Danubia München gezeigt worden war. Nach Ansicht des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz müsse sich der Veranstalter solcher Ausstellungen „fragen lassen, ob er nicht nur in künstlerischer, sondern auch in politischer Hinsicht den Nationalsozialismus für vorbildhaft“ halte. Der Titel der Ausstellung habe unverhohlen auf die Große Deutsche Kunstausstellung Bezug genommen, die zwischen 1937 und 1944 im Münchner Haus der Deutschen Kunst die Kunst im Nationalsozialismus präsentierte.[10]

Mitglieder

In der Öffentlichkeit wurde Gothia 2013 unter anderem durch die Mitgliedschaft des früheren Staatssekretärs Michael Büge bekannt, der deswegen zum 30. Juni 2013 aus dem Amt entlassen wurde.[11][12]

Weitere Mitglieder:

Mitgliederverzeichnis:

  • Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934. S. 1005.

Literatur

  • Klaus Hübener und Paul-Günter Weber: Berliner Gothen. Die Geschichte der Berliner Burschenschaft Gothia von 1877 bis 1987. Festschrift zum 110. Stiftungsfest, Germa Press, Hamburg 1987, ISBN 3-924865-04-3.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Alice Brauner-Orthen: Die Neue Rechte in Deutschland: Antidemokratische und rassistische Tendenzen, Leske+Budrich, Opladen 2001, ISBN 3-8100-3078-3, S. 183.
  2. Antonie Rietzschel: Berliner Sozial-Staatssekretär Büge: Gefeuert wegen Mitgliedschaft in Burschenschaft. In: Süddeutsche Zeitung. 13. Mai 2013, abgerufen am 9. Juni 2016.
  3. Burschenschaften: „Manchen ist die Gangart zu scharf“ Tagesspiegel vom 21. November 2012
  4. http://www.vab-berlin.de/termine/termine_2007.html (Memento vom 30. Oktober 2014 im Internet Archive)
  5. 5,0 5,1 AfD-Vorstände suchen Nähe zu rechter Denkfabrik , Handelsblatt vom 1. Juni 2015
  6. Gemeindeblatt der Jüdischen Gemeinde 3/2014 Seite 19
  7. René Hamann: Links ist alles, was links von der CDU ist TAZ 14. Februar 2014
  8. http://www.gothia.de/wissen.html
  9. Jochen Leffers: SPD: Burschenschafter sollen draußen bleiben. Spiegel Online, 16. November 2005, abgerufen am 13. Juni 2016.
  10. Sebastian Höhn: Ausstellung Mit Nazi-Kunst auf Tournee. In: Berliner Zeitung. 4. Mai 2013, abgerufen am 9. Juni 2016.
  11. Sabine Beikler: Wegen Mitgliedschaft in Burschenschaft Gothia - Czaja entlässt Staatssekretär Büge , auf tagesspiegel.de vom 13. Mai 2013, abgerufen am 9. Juni 2016
  12. SPIEGEL ONLINE, Hamburg Germany: Lieber Burschenschafter als Ministerialer: Berliner Senator entlässt Staatssekretär. In: SPIEGEL ONLINE. 13. Mai 2013, abgerufen am 8. Juni 2016.
  13. Frank-Rutger Hausmann: Ernst-Wilhelm Bohle, Gauleiter im Dienst von Partei und Staat, Duncker & Humblot, Berlin 2009, ISBN 978-3-428-12862-4, S. 43
  14. Mo Asumang: Mo und die Arier. Allein unter Rassisten und Neonazis. S. Fischer Verlag, Frankfurt a.M. 2016, ISBN 978-3-596-03443-7 (in Kapitel 13).
  15. Austrittsmeldungen. In: Nachrichtenblatt 295 der Deutschen Burschenschaft vom 30. Januar 2006, S. 7 (abgerufen am 9. Juni 2016).

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner Burschenschaft Gothia (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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