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Bergholz


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bergholz (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-GreifswaldVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Amt: Löcknitz-Penkun
Höhe: 34 m ü. NHN
Fläche: 21,69 km²
Einwohner: 359 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17321
Vorwahl: 039754
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 011
Adresse der Amtsverwaltung: Chausseestraße 30
17321 Löcknitz
Webpräsenz: www.amt-loecknitz-penkun.de
Bürgermeister: Ulrich Kersten
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Bergholz ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald im Osten Mecklenburg-Vorpommerns. Die Gemeinde gehört zum Amt Löcknitz-Penkun mit Sitz in der Gemeinde Löcknitz.

Geografie

Bergholz an der Landesgrenze zu Brandenburg liegt am Nordostrand eines Endmoränenbogens, der sich s-förmig von Pasewalk bis Angermünde hinzieht. Dieser Höhenzug wird im Osten vom Randowbruch begrenzt. In nördlicher Richtung wird das Gebiet bis zum Stettiner Haff sehr flach. Bergholz liegt nur 3 km vom Amtssitz Löcknitz entfernt. Charakteristisch für die gesamte Umgebung ist das immer seltener zu sehende Kopfsteinpflaster der Dorfstraße.

Gemeindegliederung

Ortsteile
Wohnplätze
  • Bergholzer Mühle
Eingemeindungen
  • Caselow wurde 1956 als Ortsteil nach Bergholz eingemeindet.

Geschichte

Bergholz

1287 wird ein Johannes de Berkholte als Vogt von Pasewalk erwähnt (Krabbo Nr. 1431 Or). Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Bergholz ist 1484 als Berckholt.[2]

Bis in die 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts gehörte Bergholz zu Pommern und zwischen 1484 und 1684 zur Herrschaft Löcknitz. Ab 1687 siedelten sich französische Hugenotten in Bergholz an. Bergholz wurde 1670 zusammen mit den Dörfern Caselow, Grimme, Fahrenwalde und Zerrenthin verwaltet und war von 1685 bis 1823 zunächst Teil des kurmärkischen Amtes Löcknitz und zwischen 1823 und 1872 Teil des Amtes Brüssow. Es gehörte bis 1849 zudem zum Justizamt Brüssow und von 1879 bis 1952 zum Amtsgerichtsbezirk Brüssow.

1953 wurde die erste LPG in Bergholz gegründet, die bis 1957 in eine LPG Typ III mit 98 Mitgliedern umgewandelt wurde und 904 ha Land umfasste. 1960 existierten dann bereits eine LPG Typ III (111 Mitglieder, 1302 ha Land) und eine LPG Typ I (32 Mitglieder, 158 ha Land) in Bergholz, die sich 1968 zunächst mit der LPG Typ III in Grimme und 1972 mit der LPG Typ I in Grimme zusammenschlossen und 1978 nochmals erweitert wurde durch den Zusammenschluss mit den LPGen in Brüssow und Caselow. Bereits 1956 war Caselow als Ortsteil zur Gemeinde Bergholz gekommen und 1957 gehörten des Weiteren die Wohnplätze Bergholzer Mühle, Jammermühle und Kreuzmühle zur Gemeinde. Am 25. Juli 1952 wurde Bergholz zusammen mit anderen Gemeinden aus dem brandenburgischen, bis 1945 preußischen Landkreis Prenzlau herausgelöst und dem Kreis Pasewalk im Bezirk Neubrandenburg zugeordnet.[2]

Caselow

Die erste urkundliche Erwähnung als „in Coselow“ wird mit 1308, nach anderen Quellen mit 1305 angegeben.

Hauptartikel: Caselow

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahl in Bergholz war im Zeitraum von 1993 bis 2005 leicht rückläufig von 444 auf 412.

Jahr Bergholz Caselow Quelle[3]
1651 6 [2]
1670 13 [2]
1735 403 38 [2]
1774 498 62 [2]
1801 601 67 [2]
1817 612 71 [2]
1840 795 99 [2]
1858 893 105 [2]
1895 776 104 [2]
Jahr Bergholz Caselow Quelle[3]
1900 766 138 [4]
1925 767 145 [2]
1933 702 160 [5]
1939 654 171 [5]
1946 943 209 [2]
1964 841 --- [2]
1971 763 --- [2]
1981 573 --- [2]
1990 453 ---
1995 433 ---
Jahr Bergholz Caselow Quelle[3]
2000 425 ---
2005 411 ---
2010 387 ---
2014 359 ---

Politik

Bürgermeister

  • seit 1994 Ulrich Kersten

Sehenswürdigkeiten

  • Kirche Bergholz von 1864
  • Wassermühle Bergholz
  • Burgwall Caselow
  • Gutshaus der Domäne Caselow als zweigeschossiger Backsteinbau mit roten und gelben Klinkern

Verkehrsanbindung

In Löcknitz befindet sich der nächste Bahnhof an der Bahnstrecke Pasewalk–Szczecin. Der Verkehr auf der Strecke von Löcknitz nach Prenzlau der ehemaligen Prenzlauer Kreisbahnen, an der Bergholz liegt, wurde 1991 eingestellt. Durch Löcknitz führt die B 104. Die nächsten Autobahnanschlüsse von Bergholz aus sind Penkun und Schmölln an der A 11 sowie Pasewalk-Süd an der A 20.

Literatur

  • Liselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VIII, Uckermark, Weimar 1986, ISBN 3-7400-0042-2
  • Johannes Schultze (Hrsg.): Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375, Veröffentlichung der Historischen Kommission für die Provinz Brandenburg und die Reichshauptstadt Berlin, VIII, 2, Berlin 1940

Weblinks

 Commons: Bergholz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 2,15 Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VIII: Uckermark, Band 1: A - L, Weimar 1986, S. 62 ff.
  3. 3,0 3,1 3,2 Der Bevölkerungsstand nach Gemeinden und Kreisen in Mecklenburg-Vorpommern, zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres, in: SIS-Datenbank des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommerns.
  4. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900. Kreis Prenzlau.
  5. 5,0 5,1 Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichsgründung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Kreis Prenzlau.

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