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Berg-Altena (Adelsgeschlecht)


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Die Grafen von Berg-Altena prägten den Anfang der Grafschaft Berg. Zu den ersten urkundlichen Nachweisen zählt eine Urkunde von Kaiser Heinrich IV. aus dem Jahr 1101, die mit Adolf de Monte den ersten Grafen von Berg, Adolf I. (* um 1078; † 1106), erwähnt. Stammsitz war Burg Berge in Altenberg, später das Schloss Burg in Burg an der Wupper.

Linie Berg-Altena

Das Gebiet der späteren Grafschaft Altena mit der Burg Altena über der Stadt Altena an der Lenne gehörte vermutlich seit der Heirat von Adolf von Huvili (Hövel) (= Adolf II. von Berg), dem Sohn Adolfs I. von Berg, mit Adelheid von Arnsberg in den 1120er Jahren zur Grafschaft Berg.[1] Somit hatte das Haus Berg seine Besitzungen in das Gebiet des heutigen Ruhrgebiets und des Sauerlandes ausgedehnt.[2]

Adolf II. von Berg hatte zwei Söhne, Engelbert I. von Berg (* 1160; † 1189), der die Linie der Grafen von Berg weiterführte und Eberhard I. von Berg-Altena († 1180), auf den die Linie Altena-Isenberg zurückgeht. Aufgrund der Erbteilung zwischen den beiden Brüdern von 1161 entstand für den Jüngeren die eigenständige Grafschaft Altena, als er seinen Sitz auf Burg Altena nahm. Die so entstandene Grafschaft Altena wurde ab 1180 in einer erneuten Erbteilung zwischen den Söhnen Eberhards I., Arnold von Altena und Friedrich von Berg-Altena, aufgeteilt.

Zweig Altena-Isenberg-Limburg

Arnold von Altena, der ältere Sohn Eberhards I., ließ die Isenburg bei Hattingen errichten und begründete die Berg-Altenaer Linie Isenberg, zu deren Besitz das Gebiet der späteren Grafschaft Limburg gehörte. Sein Sohn aus der Ehe mit Mechtild zu Styrum war Friedrich von Isenberg, der 1225 seinen Onkel 2. Grades, den Erzbischof Engelbert I. von Köln, ermorden ließ und dafür hingerichtet wurde. Dessen Sohn, Graf Dietrich von Altena-Isenberg (* um 1215; † 1301), setzte mit Hilfe seines Onkels, Herzog Heinrich IV. von Limburg, der zugleich Graf von Berg war, seine Erbansprüche militärisch durch und erhielt 1242 einen kleinen Teil des väterlichen Territoriums zwischen Ruhr, Lenne und Hönne. Er nannte sein dortiges Schloss Limburg und sich selbst danach auch Graf von Limburg, in Erinnerung an die Familie seiner Mutter Sophie aus dem Hause der Herzöge von Limburg und Niederlothringen, vielleicht auch zur vorsorglichen Begründung von Erbansprüchen, denn das Herzogshaus erlosch 1283, was den Limburger Erbfolgestreit auslöste, in den Dietrich verwickelt war. Herzog Johann I. von Brabant, stürmte dabei 1288 die Hohenlimburg und zwang Dietrich mit seiner Familie zur Flucht nach Styrum, wo dieser gemeinsam mit seinem Sohn Eberhard ein altes königliches Hofgut besaß, auf dem er 1289 ein erstes Burghaus mit Befestigung errichtete, das Schloss Styrum. In der Herrschaft Styrum und auf Schloss Broich bildeten sich im 13. und 14. Jahrhundert die Nebenlinien der Grafen von Limburg-Stirum und der Grafen von Limburg-Broich (letztere 1372 erloschen).

Zweig Altena-Mark

Friedrich von Berg-Altena, der jüngere Sohn Eberhards I., erwarb um 1170 den Oberhof Mark, in dessen Nähe er die Burg Mark errichten ließ, nach der sein Sohn sich Graf Adolf I. von der Mark benannte, der auch die Burg Nienbrügge und die Burg Hövel besaß und den Zweig der Grafen von der Mark begründete. Sein Sohn Adolf II. ließ 1152 die Burg Altena ausbauen und war auch der Gründer von Schloss Burg. 1133 wurde von ihm die alte Stammburg der Grafen von Berg, die Burg Berge in Odenthal-Altenberg, an den Zisterzienser-Orden übergeben, der dort die Abtei Altenberg errichtete, wo er 1160 Mönch wurde und 1170 starb.

Genealogie

  1. Adolf I. von Lothringen, Graf im Keldachgau
    1. Adolf II. Graf im Keldachgau († um 1091)
      1. Adolf Graf von Berg (Graf von Berg zwischen 1077 und 1082) († um 1082). Adolf war Vogt von Gerresheim, Werden, Deutz und Berg.
        1. Adolf Graf von Berg-Hövel, Graf im Auelgau/Siegburg (* 1035; † 1090), verh. mit Adelheid von Lauffen
          1. Adolf I. von Berg (Adolf de Monte) (* um 1078; † 1106), verh. mit Adelheid von Kleve, Tochter des Grafen Rütger II.
            1. Adolf II. von Berg (ca. * 1095; † 1170), 1. Ehe: Adelheid von Arnsberg, Tochter des Grafen Heinrich von Rietberg, Mutter von Adolf. 2. Ehe: Irmgard von Wasserburg, Tochter des Engelbert von Schwarzenberg, Mutter der übrigen Kinder.
              1. Adolf († 1148) vor Damaskus
              2. Engelbert I. von Berg (* 1160; † 1189) auf einem Kreuzzug, verh. mit Margarete von Geldern, Tochter des Grafen Heinrich II.
                1. Adolf III. von Berg († 1218) vor Damiette, verh. mit Bertha von Sayn
                  1. Irmgard von Berg (Altena), verh. mit Heinrich IV. von Limburg (* ca. 1200; † 1246)
                    1. Adolf IV. von Berg (* 1220; † 1259), verh. mit Margarete von Hochstaden (* vor 1214; † 1314)
                      1. Engelbert, Propst von Köln.
                      2. Konrad I. von Berg, Bischof von Münster (1306–1310) († 25. Mai 1313)
                      3. Walram, Propst zu Köln
                      4. Wilhelm von Berg († 1308), verheiratet mit Irmgard von Kleve († 1319). Keine Kinder.
                      5. Adolf V. von Berg († 1296), verh. mit Elisabeth von Geldern. Er hatte keine Kinder.
                      6. Irmgard von Berg (* 1255; † 1294), verh. mit Eberhard I. von der Mark, s. auch Grafen von der Mark.
                      7. Heinrich von Berg, Herr zu Windeck († 1295), verh. mit Agnes von Altena, Tochter des Grafen Engelbert von der Mark.
                        1. Kunigunde Abtissin zu Essen und Gerresheim († um 1355)
                        2. Adolf VI. von Berg, († 1348)
                        3. Elisabeth
                        4. Walram Graf von Blankenburg, († 1295)
                        5. Heinrich Domherr zu Köln, († 1307)
                        6. Margarete, († 1339)
                        7. Otto IV. von Ravensberg Graf zu Vlotho, († 1328)
                    2. Walram V., Herzog von Limburg († 1279), 1. Ehe Jutta (Judith) von Kleve, 2. Ehe Kunigunde von Brandenburg. Sein Sohn (mit Jutta von Kleve) verstarb vor seiner Mutter.
                2. Engelbert I. von Köln (* ca. 1185; † 1225), Erzbischof von Köln.
              3. Eberhard I. von Berg-Altena († 1180)
                1. Adolf I. von Altena (* 1157; † 1220), Erzbischof von Köln
                2. Arnold von Altena (* 1150; † 1209), Errichter der Isenburg, verh. mit Mechtild zu Styrum
                  1. Graf Eberhard II. von Altena und Isenberg († 1209)
                  2. Friedrich von Isenberg (* ca. 1193; † 1226), verh. mit Sophie von Limburg
                    1. Dietrich von Altena-Isenberg (* um 1215; † 1301), verh. mit Adelheid von Sayn, Begründer der Linie der Grafen von Limburg-Isenburg und Limburg-Stirum
                    2. Friedrich von Altena (1243 urkundlich verbrieft)
                    3. Agnes von Altena, verh. mit Burchard Steke von Bruch (Broich)
                    4. Sophie von Altena, verh. mit Heinrich von Volmestein
                    5. Elisabeth von Altena, verh. mit Dietrich von Mörs
                    6. namentlich unbekannte Tochter, verh. mit Johann I. von Sponheim und Sayn
                  3. Dietrich von Isenberg († 1226), Bischof von Münster
                  4. Engelbert von Isenberg, Bischof von Osnabrück († 1250)
                  5. Philipp von Altena, Priester in Köln († 1264/1266)
                  6. Bruno von Altena, Bischof von Osnabrück († 1258)
                  7. Gottfried von Altena, Priester in Münster († 1246)
                  8. Adolf von Holte († 1260), verh. mit Elisabeth von Arnsberg († nach 1260)
                    1. Heinrich von Holte, Prior in Köln (erwähnt 1261, 1289)
                    2. Arnold von Holte, Priester (erwähnt 1266)
                    3. Wilhelm von Holte, Priester (erwähnt 1281)
                    4. Mechtild von Holte, Erbin von Holte und Morenhoven, († 1301), verh. mit Gerhard von Arberg, Burggraf von Köln († 1267)
                    5. Heilwig (erwähnt 1237, 1246), verh. mit Willem I. van Horne († nach 1264)
                    6. Christina (erwähnt 1257), verh. mit Alberto Schalle
                  9. Wilhelm von Isenberg
                    1. Wilhelm (erwähnt 1275), verh. mit Christina (Name ansonsten nicht bekannt)
                  10. eine namentlich unbekannte Tochter, verh. mit Hermann von Altena
                3. Friedrich von Berg-Altena († 1198)
                  1. Adolf I. von der Mark, († 1249), Begründer der Linie Mark, 1. Ehe: Lutgardis (Luitgard von Looz), möglicherweise Tochter des Gerhard von Looz, 2. Ehe: Irmgard von Geldern († nach 1230)
                    1. Eberhard von Altena († 1241), verh. mit Matilde (Name ansonsten nicht bekannt)
                      1. Namentlich unbekannte Tochter, erwähnt 1243.
                    2. Gerhard von Altena, Bischof von Münster († 1272)
                    3. Graf Otto von Altena († 1269), verh. mit Ermgard von Holte
                    4. Graf Engelbert I. von der Mark († 1277 bei Bredevoort, begraben bei Cappenberg), 1. Ehe: Kunigunde von Bliescastel, 2. Ehe: Elisabeth von Falkenburg, s. auch Grafen von der Mark
                    5. Richarde, erwähnt 1270, verh. mit Graf Otto von Dale
                  2. Friedrich (III.) von Altena (erstmals 1199 beurkundet; 1222 letztmals urkundlich erwähnt; Westfälisches Urkundenbuch VII 216)
                4. Tochter Oda († 1224), verheiratet mit Simon von Tecklenburg
              4. Friedrich II. von Berg (* um 1120; † 1158), Erzbischof von Köln
              5. Bruno III. von Berg (* um 1155; † um 1200), Erzbischof von Köln
              6. Arnold von Berg (1173–1190), († 1190), Bischof von Osnabrück
            2. Everhard von Berg (* ca. 1080; † ca. 1150), Abt des Klosters Georgenthal
            3. Bruno II. von Berg (* um 1100; † 1137), Erzbischof von Köln
            4. Gisela, verh. mit Sizzo III., Graf von Schwarzburg († 1160)

Literatur

  • Ernst Dossmann: Auf den Spuren der Grafen von der Mark. Wissenswertes über das Werden und Wachsen der ehemaligen Grafschaft Mark und über den Märkischen Kreis; Verlag Mönnig Iserlohn; 1983; ISBN 3-922885-14-4

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hermann Bollnow: Die Grafen von Werl. Genealogische Untersuchungen zur Geschichte des 10.–12. Jahrhunderts. Ostsee-Druckerei und Verlag, Stettin 1930 (Greifswald, phil. Dissertation, 1930).
  2. Jens Friedhoff: Burg Altena. In: Jens Friedhoff: Theiss Burgenführer Sauerland und Siegerland. Theiss, Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1706-8, S. 22 f.

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