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Bereschkowskoje (Kaliningrad)


Siedlung
Bereschkowskoje
Groß Bubainen/Waldhausen, Kr. Insterburg

Бережковское
Flagge Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Tschernjachowsk
Gegründet 1317
Frühere Namen Bubenen (um 1421),
Buben (nach 1490),
Groß Bubähnen (um 1785),
Bubainen (um 1898),
Groß Bubainen (bis 1928),
Waldhausen (1928–1946)
Bevölkerung 194 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40141
Postleitzahl 238178
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 239 802 003
Geographische Lage
Koordinaten }

Bereschkowskoje (russisch Бережковское, deutsch Groß Bubainen, 1928–1945 Waldhausen, Kreis Insterburg, litauisch (Didieji) Bubainiai ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad und gehört zur Landgemeinde Swobodnenskoje im Rajon Tschernjachowsk.

Geographische Lage

Bereschkowskoje am Südufer des Pregel (russisch: Pregolja) liegt an der russischen Fernstraße A 229 (frühere deutsche Reichsstraße 1, heute auch Europastraße 28) und ist neun Kilometer von der Kreisstadt Tschernjachowsk (Insterburg) entfernt. Der Ort ist Bahnstation – mit der Bezeichnung „Pastuchowo-Nowoje“ – an der Bahnstrecke von Kaliningrad (Königsberg) über Tschernjachowsk bis nach Litauen und weiter bis Moskau.

Geschichte

Das Gründungsdatum des bis 1928 Groß Bubainen[2] Dorf wurde am 13. Juni 1874 Sitz und namensgebender Ort eines neu geschaffenen Amtsbezirks.[3] Er gehörte zum Kreis Insterburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen. Im Jahre 1910 zählte Groß Bubainen 362 Einwohner.[4]

Am 17. Oktober 1928 wurde Groß Bubainen in „Waldhausen“ umbenannt, und der Amtsbezirk folgte 1930 mit dem veränderten Namen als „Amtsbezirk Waldhausen“. Die Zahl der Einwohner des Ortes stieg bis 1933 auf 737 und betrug 1939 bereits 765.[5]

Im Jahre 1945 kam Waldhausen infolge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion und erhielt 1947 die russische Bezeichnung „Bereschkowskoje“.[6] Gleichzeitig wurde der Ort Sitz eines Dorfsowjets. Seit 2008 gehört Bereschkowskoje zur Landgemeinde Swobodnenskoje.

Amtsbezirk Groß Bubainen/Waldhausen (1874–1945)

Der Amtsbezirk Groß Bubainen bestand bei seiner Errichtung im Jahre 1874 aus vier Landgemeinden und zwei Gutsbezirken:[7]

Name Änderungsname Russischer Name Bemerkungen
Groß Bubainen (LG) 1928–1946: Waldhausen Bereschkowskoje
Groß Bubainen (GB) 1928 in die Landgemeinde Groß Bubainen eingegliedert
Hopfenau (LG) 1928 in die Landgemeinde Schwägerau eingegliedert
Schwägerau (LG) Saowraschnoje
Schwägerau (GB) 1928 in die Landgemeinde Schwägerau eingegliedert
Wiepeningken 1928–1946: Staatshausen Podgornoje
ab 1928: Waldhausen Pastuchowo bis 1928 im eigenen Amtsbezirk Waldhausen gelegen

Im Jahre 1930 wurde der Amtsbezirk in „Amtsbezirk Waldhausen“ umbenannt. Aufgrund der Umstrukturierungen gehörten am 1. Januar 1945 nur noch drei Gemeinden dazu: Schwägerau, Staatshausen und Waldhausen.

Dorfsowjet/Dorfbezirk Bereschkowski 1947–2008

Der Dorfsowjet Bereschkowski (ru. Бережковский сельский Совет, Bereschkowski selski Sowet) wurde im Juni 1947 eingerichtet.[6] Der Verwaltungssitz des Dorfsowjets wurde zunächst der Ort Bereschkowskoje. Im Jahr 1961 wurde der Dorfsowjet Meschduretschenski an den Dorfsowjet Bereschkowski angeschlossen. Um 1990 wurde der Verwaltungssitz des Dorfsowjets nach Saowraschnoje verlegt. Nach dem Zerfall der Sowjetunion trug die Verwaltungseinheit den Namen Dorfbezirk Bereschkowski (ru. Бережковский сельский округ, Bereschkowski selski okrug). Im Jahr 2008 wurden die verbliebenen Orte des Dorfbezirks in die neu gebildete Landgemeinde Swobodnenskoje eingegliedert, mit Ausnahme von Sagorodnoje, welches in die städtische Gemeinde Tschernjachowskoje eingegliedert wurde.

Ortsname Name bis 1947/50 Bemerkungen
Balaschewskoje (Балашевское) Reichenhof Der Ort wurde 1950 in Balaschewskoje umbenannt und war zunächst in den Dorfsowjet Meschduretschenski eingegliedert. Er wurde im Jahr 1997 in Bolschewskoje umbenannt.
Bereschkowskoje (Бережковское) Groß Bubainen, seit 1928: Waldhausen Der Verwaltungssitz bis etwa 1990.
Botschagi (Бочаги) Schloßberg Der Ort wurde 1947 umbenannt.
Iswilino (Извилино) Daupelken, Ksp. Norkitten, und Uderballen, 1938–1945: „Otterwangen“ Der Ort wurde 1950 umbenannt und war zunächst in den Dorfsowjet Meschduretschenski eingegliedert. Er wurde im Jahr 1997 aus dem Ortsregister gestrichen.
Kasakowo (Казаково) Kosacken Der Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1976 verlassen.
Kijewskoje (Киевское) Albrechtsthal und Klein Jägersdorf, 1938–1945: „Jägertal“ Der Ort wurde 1950 umbenannt und war zunächst in den Dorfsowjet Meschduretschenski eingegliedert. Er wurde im Jahr 1997 aus dem Ortsregister gestrichen.
Maloje Bereschkowskoje (Малое Бережковское) Klein Bubainen Der Ort wurde 1947 umbenannt und vermutlich um 1980 an den Ort Bereschkowskoje angeschlossen.
Maloje Selenzowo (Малое Зеленцово) Kumpchen Der Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1976 verlassen.
Meschduretschje (Междуречье) Norkitten Der Ort wurde 1947 umbenannt und war zunächst der Verwaltungssitz des Dorfsowjets Meschduretschenski.
Motornoje (Моторное) Groß Jägersdorf und Metschullen, 1938–1945: „Lehwald“ Der Ort wurde 1950 umbenannt und war zunächst in den Dorfsowjet Meschduretschenski eingeordnet. Er wurde vor 1976 verlassen.
Nowaja Derewnja (Новая Деревня) Gaitzuhnen Der Ort wurde 1947 umbenannt und zwischen 2002 und 2008 an die Stadt Tschernjachowsk angeschlossen.
Pastuchowo (Пастухово) Waldhausen [Oberförsterei] Der Ort wurde 1947 umbenannt.
Penki (Пеньки) Skungirren, 1938–1945: „Scheunenort“ Der Ort wurde 1947 umbenannt und war zunächst in den Dorfsowjet Swobodnenski eingeordnet.
Podgornoje (Подгорное) Wiepeningken, seit 1928: Staatshausen Der Ort wurde 1947 umbenannt.
Poljanino (Полянино) Pfeiffershöhe Der Ort wurde 1950 umbenannt und war zunächst in den Dorfsowjet Meschduretschenski eingeordnet. Er wurde im Jahr 1997 an den Ort Uschakowo angeschlossen.
Priwalowo (Привалово) Mangarben Der Ort wurde 1947 umbenannt.
Puschkarjowo (Пушкарёво) Puschdorf Der Ort wurde 1947 umbenannt und war zunächst in den Dorfsowjet Meschduretschenski eingeordnet.
Sagorodnoje (Загородное) Neuendorf Der Ort wurde 1947 umbenannt.
Saowraschnoje (Заовражное) Schwägerau Der Ort wurde 1947 umbenannt und war seit etwa 1990 der Verwaltungssitz.
Sawino (Савино) Romanuppen, 1938–1945: „Ruppen“ Der Ort wurde 1947 umbenannt und vor 1976 verlassen.
Schljusnoje (Шлюзное) Woynothen, 1938–1945: „Kleinnorkitten“ Der Ort wurde 1950 umbenannt und war zunächst in den Dorfsowjet Meschduretschenski eingeordnet.
Selenzowo (Зеленцово) Obehlischken, 1938–1945: „Schulzenhof“ Der Ort wurde 1950 umbenannt und war zunächst in den Dorfsowjet Meschduretschenski eingeordnet.
Swetajewka (Светаевка) Groß Eschenbruch Der Ort wurde 1947 umbenannt und war zunächst in den Dorfsowjet Meschduretschenski eingeordnet. Er wurde vermutlich um 1980 verlassen.
Trjochdworka (Трёхдворка) Paradeninken, 1938–1945: „Paradefeld“ Der Ort wurde 1947 umbenannt.
Uralskoje (Уральское) Almenhausen Der Ort wurde 1950 umbenannt und war zunächst in den Dorfsowjet Meschduretschenski eingeordnet. Er wurde vermutlich um 1980 verlassen.
Uschakowo (Ушаково) Kutkehmen und Stablacken, Ksp. Puschdorf, seit 1928: Pregelau Der Ort wurde 1950 umbenannt und war zunächst in den Dorfsowjet Meschduretschenski eingeordnet.
Winogradnoje (Виноградное) Stutterei Der Ort wurde 1950 umbenannt und war zunächst in den Dorfsowjet Meschduretschenski eingeordnet. Er wurde vor 1976 verlassen.
Woronowo (Вороново) Uszbundzen und Worpillen, zusammen seit 1928: Eichenstern Der Ort wurde 1950 umbenannt und war zunächst in den Dorfsowjet Meschduretschenski eingeordnet. Er wurde vermutlich um 1980 verlassen.

Der im Jahr 1947 umbenannte Ort Borowoje ((Groß) Plattenischken/Rehfeld), der zunächst ebenfalls in den Dorfsowjet Bereschkowski eingeordnet worden war, kam dann (vor 1976) aber zum Dorfsowjet Swobodnenski.

Im Jahr 1997 wurde im Dorfbezirk Bereschkowski die weitere Siedlung Bahnhof Meschduretschje eingerichtet.

Kirche

Mit seiner überwiegend evangelischen Bevölkerung war Groß Bubainen respektive Waldhausen bis 1945 in das Kirchspiel Norkitten (heute russisch: Meschduretschje) eingepfarrt. Es gehörte zum Kirchenkreis Insterburg (Tschernjachowsk) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Bereschkowskoje im Einzugsbereich der neu gebildeten evangelisch-lutherischen Pfarrei in Tschernjachowsk, die in die Propstei Kaliningrad[8] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland zugeordnet ist.

Persönlichkeiten des Ortes

  • Herrmann Robert Reiss (* 20. Dezember 1844 in Groß Bubainen; † 1911), deutscher Erfinder und Firmengründer

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1 , Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Groß Bubainen/Waldhausen
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Insterburg
  5. Michael Rademacher, Deutsch-österreichisches Ortsbuch, Landkreis Insterburg
  6. 6,0 6,1 Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 июня 1947 г.«Об образовании сельских советов, городов и рабочих поселков в Калининградской области» (Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der RSFSR vom 17. Juni 1947: Über die Bildung von Dorfsowjets, Städten und Arbeitersiedlungen in der Oblast Kaliningrad)
  7. Rolf Jehke, Amtsbezirk Groß Bubainen/Waldhausen
  8. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad

Kategorien: Ort im Rajon Tschernjachowsk

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bereschkowskoje (Kaliningrad) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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