Benediktinische Konföderation - LinkFang.de





Benediktinische Konföderation


Die Benediktinische Konföderation besteht aus Kongregationen des Benediktinerordens und ist föderalistisch organisiert. Sie besteht aus ca. 30.000 Mitgliedern mit 21 selbstständigen Kongregationen, zu denen 237 männliche und 845 weibliche Klöster zählen. Jede dieser monastischen Kongregation wird von einem Abtpräses, Erzabt, oder Generalabt geleitet. Gemeinsam bilden jene Klosterverbände die „Benediktinische Konföderation“ (lat. Confoederatio Benedictina). Ihr oberster Repräsentant ist der Abtprimas, der seinen Sitz in der Primatialabtei Sant’Anselmo in Rom hat. Derzeitiger Abtprimas (2000–jetzt) ist Notker Wolf, der ehemalige Erzabt (1977–2000) des Klosters Sankt Ottilien in Bayern und der Ottilianer Kongregation.

Geschichte

Papst Leo XIII. (1878–1903) veranlasste im Jahr 1893, dass alle Kongregationen des Benediktinerordens zu einer Konföderation zusammenzuschließen seien. Die Leitung übertrug er dem damaligen Abtprimas des Klosters Sant’Anselmo, dieser hatte aber nicht die Vollmacht eines Generalsuperiors und konnte nicht über die Klöster und selbständigen Ordenskongregationen verfügen. Mit einem eigens für die Benediktinerkonföderation geschaffenen Ordensgesetz, der „Lex propria benedictina“[1], wurde die Konföderation von Papst Pius XII. (1939–1958) im Jahre 1952 reglementiert, damit wurden klare Regelungen zum Verhältnis der Ordenskonföderation zur römischen Kurie und dem damit verbundenen Eigenrecht geschaffen. Das Gesetzeswerk wurde 1985 überarbeitet und von der heutigen Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens genehmigt. Die Benediktineräbte wählen auf ihrem Äbtekongress, in einem vierjährigen Modus, ihren Abtprimas.

Liste der in der Konföderation organisierten Benediktinerkongregationen

  1. Cassinensische Benediktinerkongregation
  2. Englische Benediktinerkongregation
  3. Ungarische Benediktinerkongregation
  4. Schweizerische Benediktinerkongregation
  5. Österreichische Benediktinerkongregation
  6. Bayerische Benediktinerkongregation
  7. Brasilianische Kongregation
  8. Kongregation von Solesmes
  9. Amerikanisch-Cassinensische Benediktinerkongregation
  10. Kongregation von Subiaco, auch Sublazenser Kongregation genannt
  11. Beuroner Benediktinerkongregation
  12. Schweizerisch-Amerikanische Kongregation
  13. Missionsbenediktinerkongregation von Sankt Ottilien
  14. Kongregation von der Verkündigung B.M.V.
  15. Slawische Benediktinerkongregation
  16. Kongregation von Monte Oliveto
  17. Kongregation von Vallombrosa
  18. Kongregation von Camaldoli
  19. Silvestriner Kongregation
  20. Kongregation Cono-Sur
  21. Klöster „extra Congregationes“ (Le Bouveret, Chevetogne, Tyburn Monasteries)

Die Niederländische Kongregation löste sich 2005 auf, die verbleibenden Klöster schlossen sich der Kongregation von Subiaco und der Kongregation der Verkündigung an.[2]

Literatur und Quellen

  • Confoederatio Benedictina. Fontes (in textu originali et in versione Germanica) ad historiam et ius vigens Confoederationis Benedictinae, edidit Suso Mayer O.S.B..., Typis Sancti Martini de Beuron MCMLVII / Die Benediktinische Konföderation. Quellen (im Originaltext und in deutscher Übersetzung) zur Geschichte und geltendem Recht der Benediktinischen Konföderation, hrsg. von Suso Mayer O.S.B..., Beuroner Kunstverlag, Beuron 1957.
  • Gerard Oesterle: Das päpstliche Eigengesetz für die Benediktinische Konföderation, in: Benediktinische Monatschrift 28 (1952), S. 353 - 363.

Einzelnachweise

  1. Benediktinische Konföderation, Orden online [1]
  2. Eintrag im Ordenslexikon Benediktinische Konföderation von ORDEN online, Stand vom 25. Februar 2010.

Weblinks


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Benediktinische Konföderation (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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