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Benedikt Arnstein


Benedikt David Arnstein (* 15. Oktober 1758 in Wien; † 6. Jänner 1841 ebenda; Pseudonym: Arenhof) war der erste dramatische deutschsprachige Schriftsteller Österreichs jüdischer Herkunft.

Leben

Arnstein erhielt zuerst eine kaufmännische Ausbildung im Bankhaus seines Großvaters Adam Isaak Arnstein, besorgte dort die Korrespondenzgeschäfte und betätigte „sich lange als Bankier […], aber scheinbar nicht mit großem Erfolg; denn 1829 legt er seine Großhandlungsbefugnis nieder und zu gleicher Zeit bestätigen die Vertreter der Juden seine Erwerbs- und Vermögenslosigkeit und stellen fest, daß er von Verwandten erhalten wird.“[1] Autodidaktisch studierte er klassische Literatur und unternahm ausgedehnte Reisen durch Österreich sowie nach Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien. 1786 bereiste er Deutschland, um die Bekanntschaft namhafter Dichter zu machen. Befreundet war Arnstein u. a. mit Johann Baptist von Alxinger, Joseph Schreyvogel, August von Kotzebue, Joseph Franz von Ratschky und Gottlieb von Leon.

Werke

Neben Gedichten, die in verschiedenen Zeitschriften und Büchern veröffentlicht wurden, verfasste er dramatische Schriften, die auch am Nationaltheater in Wien aufgeführt wurden.

  • Auf Leopolds Tod. Alberti, Wien 1792.
  • Das Billet. Ein Lustspiel in 1 Aufzug. Wallishauser, Wien 1800. (Anonym).
  • Das Geschenk. Ein Gelegenheitsstück in 1 Akt. Wallishauser, Wien 1801. (Anonym).
  • Eynige jüdische Familienscenen bey Erblickung des Patentes über die Freyheit, welche die Juden in den kayserlichen Staaten erhalten haben, von einem jüdischen Jüngling. Wien 1782. (Unter dem Pseudonym Arenhof).
  • Die Kleinodien. Ein Schauspiel. Wien 1796.
  • Die Maske. Ein Lustspiel in 1 Aufzug. Logenmeister, Wien 1788.
  • Die Nachschrift. Lustspiel in 1 Aufzug. Hartmann, Wien 1785.
  • Die Pflegetochter. Ein Schauspiel in 3 Aufzügen. Kaiser, Wien 1790.
  • Dramatische Versuche. Sammlung, Wien 1787; beinhaltend:
Die Grille. Ein Lustspiel in 1 Aufzug.
Katharine Jaquet im Reiche der Todten. Einige Gelegenheits-Scenen.

Literatur

  • Constantin von Wurzbach: Arnstein, Bened. David. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 1. Theil. Universitäts-Buchdruckerei L. C. Zamarski (vormals J. P. Sollinger), Wien 1856, S. 69 (Digitalisat ).
  • Salomon Wininger: Große Jüdische National-Biographie. Band I, Czernowitz 1925, Seite 523 f.
  • Hans Giebisch, Gustav Gugitz: Bio-bibliographisches Literaturlexikon Österreichs. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Hollinek, Wien 1964, S. 9.
  • Lexikon deutsch-jüdischer Autoren. Archiv Bibliographia Judaica. Band 1. Redaktion: Renate Heuer. K. G. Saur, München u.a. 1992, ISBN 3-598-22681-0, S. 201f.
  • Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert. Band 1. Hrsg.: Österreichische Nationalbibliothek, Wien. K. G. Saur, München u.a. 2002, ISBN 3-598-11545-8, S. 39.

Einzelnachweise

  1. Alfred Schönwald: Das Goldene Buch des Judenthums. Biographisches Lexikon berühmter Männer und Frauen in Wort und Bild. Wien 1890.


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Benedikt Arnstein (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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