Belagerung von Genua - LinkFang.de





Belagerung von Genua


Belagerung von Genua
Datum 6. April-4. Juni 1800
Ort Genua
Ausgang französischer strategischer Sieg
Konfliktparteien
Frankreich 1804 Frankreich Habsburgermonarchie Österreich
Befehlshaber
Frankreich 1804 André Masséna Habsburgermonarchie Michael von Melas
Truppenstärke
18.000 Mann 40.000 Mann
Verluste
11.000 Mann 17.000 Mann

Die vom 6. April bis zum 4. Juni 1800 währende Belagerung von Genua infolge des Zweiten Koalitionskrieges endete mit der Eroberung der Stadt durch die Österreicher. Letztendlich konnten aber durch die Belagerung so viele österreichische Kräfte gebunden werden, dass Napoleon die Schlacht von Marengo gewinnen konnte.

Hintergrund

Nach dem Sieg des französischen Generals André Masséna in der Zweiten Schlacht von Zürich endete die Allianz zwischen Russland und Österreich. Trotz des Auseinanderbrechens dieser Koalition dauerte der Krieg zwischen Frankreich und Österreich an. Die Österreicher versuchten die Franzosen aus Italien zu vertreiben. Um den Verlust Italiens zu verhindern beorderte Napoléon, der sich nach seinem Rückzug aus Ägypten zum Konsul befördert hatte, einen seiner fähigsten Generäle nach Italien um die Städte Genua und Nizza zu halten, bis er selbst eine entsprechende Streitmacht aufbauen konnte um die Österreicher anzugreifen.

Vor der eigentlichen Belagerung verfügten die Franzosen in Italien über etwa 60.000 Soldaten, von denen allerdings nur 36.000, bedingt durch Seuchen, einsatzfähig waren. Der österreichische General Michael von Melas verfügte über ca. 120.000 Mann in Italien denen, trotz einiger Niederlagen gegen die französischen Truppen unter Louis Gabriel Suchet und Soult, der zügige Einschluss von Genua gelang. Außerdem blockierte ein britisches Geschwader den Zugang zum Hafen von Genua. In dieser ungünstigen Ausgangsposition versuchte Massena die Stadt unter allen Umständen zu halten.

Die Belagerung

Die befestigte Stadt wurde durch natürliche Gegebenheiten und mehrere Forts gut geschützt. Trotz dieser relativ starken Befestigungen befahl Massena mehrere Ausfälle. Am 7. April konnten seinen Truppen den Berg Monte Ratti erobern und 1.500 österreichische Soldaten inklusive des General-Majors Konstantin Karl d’Aspre gefangen nehmen. Am 9. April unternahm Massena einen weiteren Ausbruch, um sich mit den abgeschnittenen Truppen von Suchet zu vereinen. Auch dieser Angriff war erfolgreich. Massena konnte sich gegen eine Übermacht von zehntausend Österreichern durchsetzen und mit Hilfe der 4.000 Mann Suchets in Folge mehrere Gefechte gewinnen. So wurden u.a. die Forts Quezzi, Richelieu und Creto erobert. Der Verlust dieser Befestigungsanlagen machte es den Belagernden Österreichern nun noch schwerer einen erfolgreichen Angriff gegen die Stadt durchzuführen.

Allerdings gelang es den eingeschlossenen Franzosen nicht, sich mit ausreichend Nahrungsmitteln zu versorgen. In ihrer Not buken die Verteidiger aus Linsen und Kakao Brot. Die Lage der Belagerten wurde immer verzweifelter, auch weil der von Napoleon zugesagte Entsatz der Stadt nicht verwirklicht werden konnte. Nach zweimonatiger Belagerung kapitulierte Massena schließlich, konnte jedoch einen ehrenvollen Abzug seiner verbliebenen 7.000 Soldaten nach Frankreich durch Verhandlungen erreichen.

Folgen

Durch die lange Belagerung der Stadt konnte Massena Napoleon ausreichend Zeit verschaffen, Truppen für einen Gegenangriff in Italien zusammenzuziehen. Nur zwei Wochen nach der Kapitulation von Genua hatte Napoleon mit dem Sieg in der Schlacht von Marengo das Kriegsglück in Italien zu seinen Gunsten gewendet.

Literatur


Kategorien: Konflikt 1800 | Schlacht (18. Jahrhundert) | Geschichte (Ligurien) | Genua | Schlacht der Koalitionskriege | Österreichische Militärgeschichte | Belagerung

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Belagerung von Genua (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.