Beiersdorf - LinkFang.de





Beiersdorf


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Beiersdorf (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: GörlitzVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Oppach-Beiersdorf
Höhe: 386 m ü. NHN
Fläche: 6,44 km²
Einwohner: 1135 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 176 Einwohner je km²
Postleitzahl: 02736
Vorwahl: 035872
Kfz-Kennzeichen: GR, LÖB, NOL, NY, WSW, ZI
Gemeindeschlüssel: 14 6 26 020
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Löbauer Straße 69
02736 Beiersdorf
Webpräsenz: www.beiersdorf-ol.de
Bürgermeister: Hagen Kettmann („EB Kettmann“)
}

Beiersdorf (obersorbisch Bejerecy) ist eine als Waldhufendorf angelegte sächsische Gemeinde im Landkreis Görlitz. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Oppach-Beiersdorf an.

Geographie und Verkehr

Die Gemeinde Beiersdorf liegt im westlichen Teil des Landkreises Görlitz im Lausitzer Bergland, nahe der Grenze zu Nordböhmen (Tschechien). Sie liegt etwa 18 km südlich von Bautzen und 11 km westlich von Löbau. Der höchste Berg ist der Bieleboh (der Name stammt aus dem Slawischen und bedeutet „Weißer Gott“) mit 499 Metern.

Die Bundesstraße 96 verläuft westlich des Gemeindegebietes.

Durch Beiersdorf verkehrte bis zum 17. September 1945 die Schmalspurbahn Taubenheim–Dürrhennersdorf, welche infolge des Zweiten Weltkrieges als Reparationsleistung für die Sowjetunion abgebaut wurde. Nächstgelegener Bahnhof ist jetzt Neusalza-Spremberg an der Bahnstrecke Oberoderwitz–Wilthen, etwa 5 km südlich von Beiersdorf gelegen.

Geschichte

Die Gründung der Ansiedlung Beiersdorf erfolgte offenbar nach 1200 in der Zeit der bäuerlichen deutschen Landnahme durch Lokatoren. Bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung am 21. Januar 1272 wird der Ort als bischöflich-meißnisches Zinsdorf aufgeführt, zusammen mit den Dörfern Cunewalde, Spremberg und Niederfriedersdorf. Vom Jahr 1559 an war Beiersdorf kursächsisch und gehörte zum Stolpener Amt. Das Rittergut Beiersdorf hatte sich erst allmählich entwickelt. 1489 wurde Hans von Rechenberg auf Oppach durch den Bischof Johann von Meißen mit Beiersdorf belehnt. Seitdem bis ins 17. Jahrhundert verblieb das Dorf im Besitz der Rechenbergischen Familie.

1939 wurde Neulauba eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1566 21 besessene Mann,
15 Gärtner
1764 12 besessene Mann,
75 Gärtner
1834 1232
1871 1503
1890 1544
1910 1578
1925 1594
1939 1678
1946 1958
1950 2070
1964 1937
1990 1444
2000 1374
2007 1284
2009 1253
2012 1191
2013 1174

Quelle: http://hov.isgv.de/Beiersdorf_(4)

Ortsnamenformen

Der Ortsname soll nach dem Lokator „Beyer/Beier“ benannt sein. Ein anderer Namensursprung leitet sich vom Stammesnamen der Bayern ab.[2]

Der Name entwickelte sich folgendermaßen: 1272: Begerstorf, Beyerstorp, 1355: Beyersdorf, 1368: Beygirstorf, 1419: Beierßdorff, 1433: Beierstorff, 1504: Beyerßdorf, 1875: Beiersdorf b. Neusalza

Verwaltungszugehörigkeit

1590: Amt Stolpen, 1764: Amt Stolpen, 1816: Amt Stolpen, 1843: Amt Stolpen, 1856: Gerichtsamt Neusalza, 1875: Amtshauptmannschaft Löbau, 1952: Kreis Löbau, 1994: Landkreis Löbau-Zittau, 2008: Landkreis Görlitz

Politik

Bei der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 gingen die 10 Sitze des Gemeinderates an die Kandidaten der Freien Wählergemeinschaft "Neues Forum" (FWG, Stimmenanteil 99,5 %). Die Wahlbeteiligung lag bei 62,5 Prozent.[3]

Sehenswürdigkeiten

  • Evangelisch-lutherische Kirche, 1855 erbaut, mit älteren barocken Kanzelaltar
  • Bergbaude mit Aussichtsturm auf dem Bieleboh
  • Sühnekreuz
  • Tannenhof, vor 1945 Ruhe- und Erholungs-, jetzt Alters- und Pflegeheim
  • Park im Amselgrund
  • Schule, 1903 erbaut
  • Wasserradbrettmühle

Gemeindegliederung

Ortsteile sind Gebirge, Neulauba, Schmiedental, Zeile und Zwenke.

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Ewald Redam (1884–1947), Athlet, Varietist und Modell

Literatur

  • Cornelius Gurlitt: Beiersdorf. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 34. Heft: Amtshauptmannschaft Löbau. C. C. Meinhold, Dresden 1910, S. 1.

Weblinks

 Commons: Beiersdorf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wenzel, Walter: Oberlausitzer Ortsnamenbuch: mit einem Exkurs zur Siedlungsgeschichte und mehrfarbigen Karten / Walter Wenzel. - Bautzen: Domowina-Verl., 2008
  3. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014

Kategorien: Beiersdorf | Ort im Landkreis Görlitz | Ort in der Oberlausitz | Gemeinde in Sachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Beiersdorf (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.