Basiseffekt - LinkFang.de





Basiseffekt


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Zeitperiode Indexwert Abs. Zuwachs Rel. Zuwachs
[math]t\,[/math] [math]I_t\,[/math] [math]I_t-I_{t-1}\,[/math] [math]\tfrac{I_t-I_{t-1}}{I_{t-1}}[/math]
0 1 -- --
1 2 1 100 %
2 3 1 50 %
3 4 1 33 %
[math]\vdots[/math] [math]\vdots[/math] [math]\vdots[/math] [math]\vdots[/math]
100 101 1 1 %

Als Basiseffekt wird in der Ökonomie und der amtlichen Statistik der Effekt bezeichnet, wenn bei zunehmender absoluter Größe hohe prozentuale Zuwächse immer schwieriger werden. Teilweise bezeichnet man auch den Eindruck hoher Steigerung, die aber nur einem kleinen Basiswert geschuldet ist, als Basiseffekt. Der Basiseffekt spielt insbesondere bei der Interpretation von Veränderungsraten zur Vorperiode eine Rolle. Die Höhe der Teuerungsrate eines bestimmten Jahres hängt nicht nur von der aktuellen Preisentwicklung ab, sondern auch vom Preisniveau des Vorjahres.

Beispielsweise erscheint ein Zuwachs von 100 Prozent, ausgehend von dem Wert 1, auf den neuen Wert 2 recht beeindruckend. Es handelt sich um eine Verdopplung. Hier macht sich der Basiseffekt bemerkbar, da ja der absolute Zuwachs nur 1 beträgt. Ausgehend vom Wert 2 würde eine Steigerung derselben absoluten Höhe, also plus 1 auf dann 3, nur noch einen Zuwachs von 50 Prozent bedeuten. Eine Erhöhung von 3 auf 4 entspricht nur noch 33 Prozent. Eine Steigerung um ebenfalls 1 von 100 auf 101 entspricht dann nur noch einem Prozent. Man sieht also, dass die prozentuale Steigerung bei gleichen absoluten Schritten mit wachsendem Basiswert (daher der Name Basiseffekt) immer geringer wird.

In der Wirtschaftswissenschaft spielt der Basiseffekt nach Krisen beispielsweise einer Volkswirtschaft oder eines Unternehmens eine Rolle. Liegt beispielsweise die Wirtschaftsleistung einer Volkswirtschaft am Boden, genügen in den ersten Zeitperioden eines neuen Aufschwungs geringe absolute Steigerungen für eine hohe Steigerung in Prozent.

In der Statistik wirkt ein Basiseffekt dämpfend auf die Teuerungsrate: Werden nach starken Preisanstiegen etwa bei Energie und Nahrungsmitteln vergleichsweise hohe Preise beobachtet, gehen diese als neue Vergleichswerte in die Berechnung der aktuellen Jahresteuerungsrate ein. Diese Jahresteuerungsrate fällt durch den Basiseffekt dann geringer aus als in der Periode zuvor.

In Phasen des wirtschaftlichen Abschwungs wird oft eine geringe Inflationsrate von den führenden Wirtschaftforschungsinstituten festgestellt. Dies sollte keine Sorgen bereiten, denn die Auswirkungen können recht positiv sein. Oft ist die Teuerung auf den Ölpreis zurückzuführen. Hierbei ist wiederum der Basiseffekt zu beachten: Dabei wird der aktuelle Ölpreisanstieg mit der Preisveränderung derselben Periode des letzten Jahres verglichen. Ließ der Ölpreis im vergangen Jahr stark nach, so kann es vorkommen, dass der aktuelle Preisanstieg im Jahresvergleich besonders stark ist. (1)

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Kategorien: Wirtschaftswissenschaft | Wirtschafts- und Sozialstatistik

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