Banfe - LinkFang.de





Banfe


Dieser Artikel behandelt den Ort Banfe. Zum namensgebenden Nebenfluss der Lahn siehe Banfe (Lahn)
Banfe
Höhe: 370 m
Fläche: 15,32 km²
Einwohner: 1500
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 57334
Vorwahl: 02752

Stadtgliederung der einzelnen Ortsteile von Bad Laasphe

Banfe ist eine ehemalige Gemeinde am gleichnamigen Fluss in Nordrhein-Westfalen, Deutschland mit 1500 Einwohnern.

Geographie

Der Ort liegt im südlichen Wittgenstein, etwa drei Kilometer südwestwestlich der Kernstadt Bad Laasphe entfernt.

Die angrenzenden Orte sind, von Norden beginnend im Uhrzeigersinn: Herbertshausen, Laaspherhütte, Bad Laasphe, Hesselbach, Bernshausen und Lindenfels. Der Ort ist im Westen vom Wartholz-, Katzen- und Hasenkopf, im Südosten vom Kleinen und Großen Ahlertsberg sowie im Westen vom Inthalberg umgeben. Der gleichnamige Bach durchfließt das Dorf.

Geschichte

Banfe wurde im Jahre 1329 erstmals urkundlich erwähnt. Heimatforscher sind sich darüber einig, dass Banfe aber älter ist - und sogar zu den ältesten Siedlungen im Altkreis Wittgenstein gehört. Der Name Banfe lässt sich aus dem Keltischen ableiten und hat die Bedeutung von „Mordwasser“. Auch weisen zahlreiche Bodenfunde, wie das Steinbeil aus der „Wachtel“ (Waldstück in Banfe) sowie Topf- und Schüsselfragmente aus dem „Auerbach“ (kleiner Bach, der durch Banfe fließt), auf eine frühgeschichtliche Besiedlung hin. Die gefundenen Stücke gelten als Beweis dafür, dass bereits vor 4000 und 2000 Jahren in Banfe gesiedelt wurde.

Bis 1806 gehört Banfe zur Grafschaft Sayn-Wittgenstein-Hohenstein. Von 1806 bis 1816 gehört es zu Hessen-Darmstadt, seit 1816 zur preußischen Provinz Westfalen.

Banfe bildete bis 1844 den gleichnamigen Schulzenbezirk zur Verwaltung der Orte Banfe, Herbertshausen und Heiligenborn. Seit 1845 umfasst das neu gegründete Amt Banfe die Dörfer des ehemaligen Schulzenbezirks und zusätzlich noch Fischelbach, Hesselbach, Bernshausen, Saßmannshausen, Bermershausen, Holzhausen, Puderbach, Niederlaasphe und Kunst Wittgenstein.

Banfe gehört seit der Durchführung des Sauerland/Paderborn-Gesetzes am 1. Januar 1975 zur Stadt Bad Laasphe im Kreis Siegen-Wittgenstein.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In Banfe gibt es einen Kindergarten und eine Grundschule. Das Gebäude wurde im Jahr 1904 errichtet. Das Heimatmuseum Banfetal wurde 1965 gegründet.

Das Dorfleben wird stark von den Vereinen geprägt, dazu gehören die „Wander- und Heimatfreunde Banfetal e.V.“, die neben der Ausrichtung von Volkswanderungen auch für Umwelt- und Landschaftspflege Verantwortung übernehmen, der VfB Banfe, der MGV Banfe, der Frauenchor Banfe, die Thekenmannschaft „Zur Post“, der Spielmannszug Banfetal, Schützenkameradschaft Banfe 1872 e.V. und andere.

Kirche

Hauptartikel: Evangelische Kirche Banfe

1492 wird die Kirche erstmals urkundlich erwähnt. Die Kirche wurde auf einem kleinen Hügel errichtet, der zwischen den Bächen Banfe und Godelsbach liegt. Ein Teil dieser Kirche ist Ostern 1872 eingestürzt, was zur Schließung der Kirche führte. 1876 wurde mit dem Bau der jetzigen Kirche begonnen. Sie wurde 1877 fertiggestellt und am 18. Dezember 1877 geweiht. Im Kirchenkreis Wittgenstein hat sie als einzige Kirche zwei Türme („Banfer Dom“). Diese beiden Türme an der westlichen Gebäudeseite haben eine Höhe von 20,05 m.

Sport

Ein moderner Kunstrasen-Sportplatz befindet sich in Banfe.[2]

Wirtschaft und Infrastruktur

In Banfe wird noch von einigen Familien Landwirtschaft in Nebenerwerb geführt. Die Firma Walter Klein Wuppertal hat eine Niederlassung in dem Ort.

Versorgung

1898 wird eine Wasserleitung für Banfe gebaut. Seit 1921 begann die Elektrifizierung im Dorf.

Verkehr

Der Ort liegt an der Landesstraße 718, welche einige Kilometer östlich in Bad Laasphe in die B 62 mündet. Ferner beginnt die Kreisstraße 17 in Banfe und führt nach Feudingen bzw. Heiligenborn.

Windkraftanlagen

Hauptartikel: Windpark Hesselbach

Seit 2013 steht auf der Gemarkung Banfe ein Teil des Windparks Hesselbach mit insgesamt acht Windkraftanlagen vom Typ Vestas V112 und einer Gesamtleistung von 18 MW.

Weblinks

 Commons: Banfe  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 337 f.
  2. Kunstrasenplatz. vfb-banfe.de, abgerufen am 11. November 2015.

Kategorien: Stadtteil von Bad Laasphe | Ehemalige Gemeinde (Kreis Siegen-Wittgenstein)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Banfe (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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