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Baltringen


Baltringen
Gemeinde Mietingen
Höhe: 527 m ü. NN
Fläche: 8,63 km²
Einwohner: 1447 (2014)
Bevölkerungsdichte: 168 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1975
Postleitzahl: 88487
Vorwahl: 07356

Baltringen ist ein Ortsteil der Gemeinde Mietingen im Landkreis Biberach in Oberschwaben.

Beschreibung

Baltringen liegt an der Bundesstraße 30 zwei Kilometer westlich von Mietingen im Tal der Dürnach kurz vor der Einmündung in die Ebene der Riß. Am nördlichen Ende des zweizeiligen Straßendorfes liegt auf einer Hangkante die Kirche.

Der Ort wurde im Jahre 1274 zum ersten Mal erwähnt. Nach dem Ort benannten sich ein Ulrich und Berthold, die 1274 als Zeugen in einer Rechtshandlung mit dem Truchsessen von Waldburg in Warthausen siegeln. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ist der Ulmer Bürger Schleicher als Ortsherr nachweisbar. Davor waren es die Herren von Freyberg. Hoch- und Blutgerichtsbarkeit übte die Obere Landvogtei Schwaben aus. Auch das Biberacher Heilig Geist Spital spielte in der Geschichte des Ortes eine Rolle.

Westlich von Baltringen liegt das Baltringer Ried. Dort versammelte sich während des Bauernkrieges der Baltringer Haufen unter der Führung des Ulrich Schmied aus Sulmingen. Zum Feldschreiber wurde der Memminger Sebastian Lotzer verpflichtet, der aufgrund der Beschwerden der Bauern die Zwölf Artikel verfasste.

Nach dem Reichsdeputationshauptschluss kam der Ort mit Biberach zum Königreich Baden, 1806 an das Königreich Württemberg und dort ins Oberamt Laupheim. Auf der Gemarkung von Baltringen sind noch Ruinen des von 1937 bis 1945 bestehenden Feldflugplatzes Freifeld zu sehen. Im Ersten Weltkrieg hatte Baltringen 32 Kriegsopfer und im Zweiten Weltkrieg 40 Gefallene und Vermisste zu beklagen.

In Baltringen gibt es den am 9. Oktober 1997 gegründeten Verein Baltringer Haufen – Freunde der Heimatgeschichte e. V.

Bauwerke

Wirtschaft

Der Ort ist landwirtschaftlich geprägt. In den aufgelassenen Steinbrüchen „Beizlesberg“, „Kodlesberg“ und „Steingrüble“ wurde der „Baltringer Sandstein“ abgebaut. In den Brüchen machte Pfarrer Probst überregional bekannte Fossilien-Funde.

Wappen

Das Gemeindewappen wurde 1962 verliehen und zeigt eine am Unterrand wachsende, schräg gestellte silberne Fahne, belegt mit einem nach links gekehrten schwarzen Bundschuh. Das Wappen erinnert an den Baltringer Haufen.

Literatur

  • Landesbeschreibungen des Staatsarchives Sigmaringen: Der Landkreis Biberach Band II. Hrsg.: Landesarchivdirektion Baden-Württemberg in Verbindung mit dem Landkreis Biberach. Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1990, ISBN 3-7995-6186-2, S. 380 f.

Weblinks

 Commons: Baltringen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Mietingen in der Beschreibung des Oberamts Laupheim von 1856 – Quellen und Volltexte

Kategorien: Ort im Landkreis Biberach | Ehemalige Gemeinde (Landkreis Biberach) | Mietingen | Ort in Oberschwaben

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Baltringen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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