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Ballrechten-Dottingen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Breisgau-HochschwarzwaldVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 332 m ü. NHN
Fläche: 6,62 km²
Einwohner: 2328 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 352 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79282
Vorwahl: 07634
Kfz-Kennzeichen: FR
Gemeindeschlüssel: 08 3 15 008
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Alfred-Löffler-Straße 1
79282 Ballrechten-Dottingen
Webpräsenz: www.ballrechten-dottingen.de
Bürgermeister: Bernhard Fehrenbach
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Ballrechten-Dottingen ist eine Gemeinde im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald im Südwesten Baden-Württembergs.

Geografie

Die Gemeinde Ballrechten-Dottingen liegt am Übergang des Markgräflerlands zum Hochschwarzwald an den Hängen des Schwarzwaldes, etwa 20 Kilometer südlich von Freiburg im Breisgau, 40 km nördlich von Basel und 30 km nordöstlich von Mülhausen.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind, von Norden beginnend, im Uhrzeigersinn: Staufen, Sulzburg, Buggingen und Heitersheim.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den ehemaligen Gemeinden Ballrechten und Dottingen, die sich 1971 freiwillig zusammenschlossen. Zur ehemaligen Gemeinde Ballrechten gehören das Dorf Ballrechten und das Gehöft Ziegelhof. Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Dottingen liegen das Dorf Dottingen, der Weiler Oberdottingen, der Zinken Kastelhof und der Wohnplatz Haltestelle Ballrechten-Dottingen sowie die abgegangene Ortschaft Einlitzigenhofen.[2]

Geschichte

Ballrechten wird in einem Güterverzeichnis des Klosters Lorsch aus dem Jahre 840 als „villa baldrathinga“ erstmals erwähnt. Dottingen wurde 1265 zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. 1457/58 kaufte der badische Markgraf Karl I. die Dörfer Ballrechten und Dottingen und gab sie den Herren von Staufen als Lehen. Nachdem das Geschlecht derer von Staufen ausgestorben war, wurden die Orte als Vogtei der markgräflichen Verwaltung in Sulzburg unterstellt.

1806 werden die Gemeinden Teil des Großherzogtums Baden; ab 1811 sind sie selbständige Gemeinden und gehören zum Bezirksamt Staufen. 1937 kommen sie zum Bezirksamt Müllheim, das 1941 zum Landkreis Müllheim wird.

Am 1. Januar 1971 vereinigten sich die beiden Gemeinden Ballrechten und Dottingen zur Gemeinde Ballrechten-Dottingen.

Wappen

Das Gemeindewappen vereinigt Elemente der Wappen der ehemals selbständigen Teilorte: Die blaue Traube aus dem Wappen von Ballrechten erinnert an die 1100-jährige Weinbautradition des Ortes. Der goldene Kelch aus dem Dottinger Wappen weist auf die Herren von Staufen, die bis 1602 die Ortsherren waren.

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 65,5 % (− 0,8) zu folgendem Ergebnis:[3]

FWG 44,3 % + 0,8 5 Sitze ± 0
CDU 42,3 % + 1,1 4 Sitze ± 0
SPD 13,4 % − 1,9 1 Sitz ± 0

Bürgermeister

  • 1948–1977: Alfred Löffler (CDU)
  • 1977–1993: Bernd Gassenschmidt (CDU)
  • 1993–2003: Christof Nitz (CDU)
  • 2003–2011: Bernd Gassenschmidt (CDU)
  • 2. Mai 2011–30. April 2019: Bernhard Fehrenbach (parteilos)

Gemeindepartnerschaften

Seit 1991 besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Beerheide im Vogtland, die seit 1. Januar 1999 zur Stadt Auerbach/Vogtl. gehört.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In der Nähe des Ortes befindet sich der Castellberg, auf dessen Gipfel sich noch die Reste einer keltischen Festung befinden. Außerdem befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Burgresten der Castellbergturm, ein stählerner Aussichtsturm auf dem Castellberg, der 1962 vom Schwarzwaldverein errichtet wurde, mit gutem Ausblick auf die Rheinebene und das Markgräflerland (kein Rundumblick). Burgreste und Aussichtsturm sind frei zugänglich.

Am Fuße bei der Kastelberghütte befindet sich die Gerichtseiche, eine abgestorbene Eiche, die der Freiburger Künstler Thomas Rees zu einer Skulptur verwandelt hat.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wie viele Gemeinden des Markgräflerlandes ist Ballrechten-Dottingen eine Weinbaugemeinde und mit etwa 200 ha Rebfläche eine der bedeutendsten.

Verkehr

Von 1894 bis 1969 verband die Münstertalbahn Ballrechten-Dottingen mit Bad Krozingen und Sulzburg. Seither kann die Gemeinde mit dem Bus von Bad Krozingen oder Heitersheim erreicht werden, wo die nächsten Bahnhöfe an der Rheintalbahn liegen. Der öffentliche Nahverkehr wird betrieben im Rahmen des Regio-Verkehrsverbunds Freiburg. Die Gemeinde nimmt Teil am Verkehrskonzept KONUS, das Gästen die kostenlose Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ermöglicht. Der nächste Autobahnanschluss besteht zur A 5 mit der Autobahnanschlussstelle Hartheim/Heitersheim (64 b) in etwa 10 km Entfernung.

Bildungseinrichtungen

Mit der Sonnenbergschule[4] besteht eine Grundschule am Ort. Außerdem gibt es den katholischen Kindergarten St. Marien.

Söhne und Töchter

  • Franz Sales Wocheler, eigentlich Joseph Franz Sales Wocheler (* 1778 in Ballrechten; † 1848 in Überlingen), war ein Pfarrer, Bibliophiler und Stifter der Leopold-Sophien-Bibliothek
  • Otto Karrer (* 1888 in Ballrechten; † 1976 in Luzern) – römisch-katholischer Theologe, Ökumeniker, Religionsphilosoph und geistlicher Schriftsteller

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2. S. 96–98
  3. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg 2014
  4. http://www.sonnenbergschule.fr.schule-bw.de/ Sonnenbergschule

Weblinks

 Commons: Ballrechten-Dottingen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ballrechten-Dottingen | Gemeinde in Baden-Württemberg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Ballrechten-Dottingen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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