Balg (Baden-Baden) - LinkFang.de





Balg (Baden-Baden)


Balg
Höhe: 205,5 m ü. NN
Fläche: 3,25 km²
Einwohner: 1355 (30. Jun. 2011)
Bevölkerungsdichte: 417 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1939
Postleitzahl: 76532
Vorwahl: 07221

Balg ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Baden-Baden in Baden-Württemberg. Der Ortsname ist abgeleitet von zu belgan: Ort der an einer Erdanschwellung/Bodenerhebung liegt.[1]

Geographie

Balg hat 1332 Einwohner und liegt auf einer Höhe von 205,5 m ü. NN am Übergang der Vorbergzone zum Nordschwarzwald. Der Stadtteil befindet sich an der Nordwestseite des 374 m hohen Hardberg.

Geschichte

Die Römer müssen bereits an diesem Ort gesiedelt haben, denn Überreste eines römischen Gehöfts fanden sich ebenso wie ein Votivstein (Weihestein), der dem Gott Mercurius, dem altrömischen Gott des Handels und Gewerbes geweiht worden war.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1288[2]; Unter Historikern ist strittig, ob Balg damals von den Grafen von Eberstein vereinnahmt worden war, wofür die beiden Rosen im Ortswappen sprechen würden, oder ob von jeher die Markgrafen von Baden ihre Herrschaft ausgeübt hatten.

Balgs Besonderheit im 18. und 19. Jahrhundert war die Weißerde, die in einem weit verzweigten unterirdischen Stollensystem abgebaut wurde und für die Herstellung von Tonwaren, die in Haueneberstein, Durlach und Straßburg gefertigt wurden, verwendet wurde.

Im 19. Jahrhundert wurde der aufwendige Untertage-Abbau wieder aufgegeben und die Belieferung der keramischen Manufakturen in Durlach und dem angrenzenden Elsass musste eingestellt werden.

Ebenfalls bekannt ist aus dem 18. Jahrhundert, dass in Balg Wein kultiviert wurde. Der zur Schnapsherstellung nötige Obstbaum-Bestand (Streuobstwiesen) prägt bis heute das Landschaftsbild. Seit einigen Jahrzehnten befinden sich ein Schäfereibetrieb sowie ein Reiterzentrum auf der Balger Gemarkung.

Der flächenmäßig kleinste Stadtteil Baden-Badens wurde am 1. April 1939 durch den Eingemeindungsbescheid des Reichsstatthalters der Kurstadt unterstellt.

Einrichtungen

Quellen

  • Bernhard Stöveken: 100 Jahre Pfarrkirche St. Eucharius Baden-Baden-Balg, Festschrift, 1979.

Einzelnachweise

  1. Albert Krieger, Badische Historische Kommission (Hrsg.): Topographisches Wörterbuch des Großherzogtums Baden (Band 1). Carl Winter’s Universitätsbuchhandlung, Heidelberg 1904 (Digitalisat ).
  2. Großh. General-Landesarchiv zu Karlsruhe, Haus-und Staatsarchiv (Rudolf II)

Weblinks

 Commons: Balg (Baden-Baden)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Stadtteil von Baden-Baden

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Balg (Baden-Baden) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.