Bait Dschala - LinkFang.de





Bait Dschala


Bait Dschala
بيت جالا
בית ג'אלה


Wappen
Verwaltung: Paläst. Autonomiegebiete
Gebiet: Westjordanland
Gouvernement: Gouvernement Bethlehem
Koordinaten:
Höhe: 758 m
Fläche: 13,0 km²
 
Einwohner: 14.043 (2014)
Bevölkerungsdichte: 1.080 Einwohner je km²
 
Zeitzone: UTC+2
 
Bürgermeister: Nael Salman
Webpräsenz:

Bait Dschala (arabisch بيت جالا, DMG Bait Ǧālā, hocharabisch Bait Dschālā, palästinensisch-arabisch Bēt Dschālā, auch als Beit Jala transkribiert) ist eine palästinensische Stadt mit knapp 12.000 mehrheitlich christlichen Einwohnern.[1] Sie liegt auf einem Abhang auf durchschnittlich 758 m, 10 km südlich von Jerusalem und 2 km von Bethlehem, auf der westlichen Seite der Hebronstraße. In Mittel- und Südamerika sollen mehr als 70.000 vor allem christliche Personen leben, deren Familien aus Bait Dschala stammen.

Sehenswürdigkeiten

Bait Dschalas Ortsbild wird von zwei Moscheen und sechs Kirchen geprägt. Die wichtigste Kirche ist die griechisch-orthodoxe Kirche St. Nikolaus, die älteste ebenfalls orthodoxe Kirche ist der heiligen Jungfrau Maria geweiht.

Bildung

Wie in Bethlehem, Jerusalem und anderen für Christen bedeutenden Orten im „Heiligen Land“ befinden sich in Bait Dschala Schulen mehrerer christlicher Konfessionen, darunter eine 1854 vom Lateinischen Patriarchat Jerusalem und eine 1870 von der russisch-orthodoxen Kirche gegründete. 1936 wurde auch das Priesterseminar des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem nach Bait Dschala verlegt. Die lutherische Gemeinde Bait Dschala hat enge Kontakte zu deutschen Gemeinden. Die 1950 eröffnete evangelisch-lutherische Schule Talitha Kumi wird vom Berliner Missionswerk in Zusammenarbeit mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land betrieben. 55 % der Kinder Bait Dschalas besuchen private, 45 % öffentliche Schulen.[2]

Gesundheit

An Lifegate Rehabilitation, einem Rehabilitationszentrum für körperbehinderte Kinder und Jugendliche mit rund 25 Mitarbeitern, sind Diakonie und Caritas beteiligt. Weitere Gesundheitseinrichtungen im Ort sind eine Klinik der Arab Society for the Rehabilitation und ein staatliches Krankenhaus mit 113 Betten.[3]

Wirtschaft

Wichtigster Erwerbszweig ist die Landwirtschaft. 1400 ha Land werden bebaut, vor allem mit Oliven und Wein. Cremisan Cellars, im Salesianer Kloster Cremisan, ist die größte Weinkellerei der Gegend. Die regionale Arbeitslosenquote beträgt offiziell rund 25 %.[4]

Intifada

In den Blickpunkt des internationalen Interesses rückte Bait Dschala während der zweiten Intifada, als militante Palästinenser ab Herbst 2000 von Bait Dschala wiederholt zivile Ziele in der nahegelegenen jüdischen Siedlung Gilo in Ostjerusalem beschossen. Israel antwortete darauf mit Luftangriffen[5] und dem Bau einer Betonmauer um Gilo. Im August 2010 wurde die Mauer von der israelischen Armee wieder abgebaut.[6]

Sperranlage

Nach den Plänen der israelischen Regierung soll die Sperrmauer, die die palästinensischen Gebiete von Israel trennt, das Frauen- und das Männerkloster von Bait Dschala voneinander und die Mönche von der christlichen Gemeinschaft trennen. Ebenso werden mehr als 50 Familien von ihrem Land abgeschnitten.[7]

Städtepartnerschaften

Bait Dschala unterhält seit 2011 Städtepartnerschaften mit Bergisch Gladbach und Jena[8] in Deutschland.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Bait Dschala  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. PCBS-Volkszählung 2007. Abgerufen: 18. November 2009
  2. Educational Institutions offizielle Website Beit Jala. Abgerufen: 18. November 2009 (englisch)
  3. Health offizielle Website Beit Jala. Abgerufen: 18. November 2009 (englisch)
  4. Demographic Statistics offizielle Website Beit Jala. Abgerufen: 18. November 2009 (englisch)
  5. John Kifner: Emotion at Rites for 4 Arabs Spills Again Into Violence. The New York Times, October 29, 2000 (englisch). Abgerufen: 23. November 2009
  6. Gil Yaron: Die Mauer ist weg, Spiegel Online, 30. August 2010, abgerufen am 31. August 2010
  7. Harriet Sherwood: William Hague intervenes over West Bank barrier. In: The Guardian. 4. Oktober 2012, abgerufen am 11. März 2013 (english).
  8. Partnerschaftsvertrag mit Beit Jala wurde unterzeichnet – Kommunaler Beitrag zur Versöhnung und zum Frieden in Nahost

Kategorien: Ort im Westjordanland

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bait Dschala (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.