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Bairisch Diatonischer Jodelwahnsinn


Der Bairisch Diatonische Jodelwahnsinn (manchmal mit BDJW abgekürzt) ist seit 1986 eine bayerische Musik- und Kabarettgruppe im Bereich der traditionellen Bayerischen Volksmusik und der Neuen Volksmusik mit Otto Göttler, Gründer der Formation, Josef Brustmann und Petra Amasreiter.

Bandgeschichte

Entstehung

Die Ursprünge des Bairisch Diatonischen Jodelwahnsinn liegen bereits im Jahr 1986, als der ehemalige Radrennfahrer und Weinhändler Otto Göttler sich mit ein bis vier weiteren Musikanten als Musikband mit skurrilen, aber auch politisch kritischen Texten zusammentat. Sie spielten auf diversen Kleinkunstbühnen, Stadtteilfesten und in Wirtshäusern, aber auch auf politischen Veranstaltungen wie beispielsweise der Anti-WAA-Initiative oder einer Wahlkampftour der SPD.

Die Gruppe begann sich 1991 neu zu formieren, als Otto Göttler die „schüchterne Drehleierspielerin“ Monika Drasch kennenlernte. Ihre Zurückhaltung legte sich aber bald und sie kreierte ihr Markenzeichen, rot gefärbte Haare mit grün angestrichener Geige. 1992 stieß Josef Brustmann dazu, ein „ehemaliger Ministrant“ (Zitat über sich selbst) und ausgebildeter Musiklehrer, der ab 1993 festes Mitglied der Gruppe wurde. In dieser Kombination spielten und sangen die drei zehn Jahre miteinander.

Erfolge

Größere Kreise wurden zuerst bei einem Tollwood-Festival auf den Bairisch Diatonischen Jodelwahnsinn aufmerksam. Ihr Instrumentarium umfasste neben Geige, Dudelsack, Drehleier, Zither, Gemshorn, Saxophon, singender Säge, Tuba, Tenorhorn, Pauke, Mundharmonika, Konzertina, Okarina, Ukulele, Gitarre, „Pfanntarre“ (einer leicht modifizierten Bratpfanne), Alphorn, Harfe, Cello, und Bandoneon die Diatonische Ziehharmonika, deren Wichtigkeit für die Musik des Bairisch Diatonischen Jodelwahnsinn auch bereits aus ihrem etwas merkwürdigen Namen hervorgeht. Ebenso vielseitig war die Gruppe in ihrer Musik, die von der bayrischen Gstanzl-Tradition über Zwiefachen auch Elemente von Blues, Rap und Rock oder der klassischen Musik beinhaltete. Mit ihrer künstlerischen Art, entsprechend arrangierte Melodien der traditionellen bayerischen Volksmusik mit oft frech-subversiven, leicht anarchistischen, aber auch schönen poetischen Texten in bis dahin so nicht gehörter Weise zu kombinieren, erzielten sie beim Publikum einen umwerfenden Eindruck und gewannen eine große Fangemeinde unter den Freunden der Neuen Volksmusik und des Musikkabaretts.

1995 kam ihre erste CD heraus, die bis zur Auflösung der Gruppe noch um zwei weitere ergänzt wurde. Ein besonders bekannt gewordenes Stück ist die auf dem Suserl-Zwiefachen beruhende McDonald’s-Parodie Hunger kriag i glei, besser bekannt als Mäkki. Text und Titel stammen von Otto Göttler, ebenso wie die Musik der auch bekannten Münchner Gstanzln.

1998 erhielten sie den Publikumspreis Garchinger Kleinkunstmaske.

Auflösung und Soloprojekte

2002–2015 gehen die Mitglieder eigene Wege. Monika Drasch spielte zunächst in der Band von Hubert von Goisern und präsentiert seitdem eigene Programme, Josef Brustmann spielte zusammen mit Kollegen der ebenfalls aufgelösten Giesinger Sautreiber bei der MonacoBagage und debütiert als Kabarettist, teilweise zusammen mit der Schauspielerin Marianne Sägebrecht. Otto Göttler stellte mit dem Rockbarden Sepp Raith zusammen sozialkritisch-satirisches Musikkabarett vor, gründete die neue Formation Unverschämte Wirtshausmusik, die Gruppe Diatoniks – Elektrische Volksmusik – und ist seit 2013 Leiter eines Zeltes auf dem Sommerfestival Tollwood.

Neuer Anfang

2014 entschieden Otto Göttler und Josef Brustmann wieder gemeinsam aufzutreten, diesmal mit der Geigerin Petra Amasreiter.[1] Seit März 2015 tourt das Trio und präsentiert sein Programm Die Zeit ist reif.[2]

Diskografie

Alben

  • Aus tiefster Brust (1995)
  • Ausflug (1996)
  • Sägenlieb (1999)

Auszeichnungen

Weblinks

 Commons: Bairisch Diatonischer Jodelwahnsinn  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. Der Bairisch Diatonische Jodelwahnsinn ist zurück . Radiobeitrag von Thomas Koppelt, Radiospitzen. Abgerufen am 22. April 2015.
  2. Petra Schneider: Deftig, saftig, scharf In: Süddeutsche.de. 19. April 2015, abgerufen am 22. April 2015.

Kategorien: Kabarett (Deutschland) | Band der Neuen Volksmusik | Volksmusikgruppe (Deutschland) | Dialektsänger (Bairisch) | Deutsche Band

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bairisch Diatonischer Jodelwahnsinn (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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