Baiern (Landkreis Ebersberg) - LinkFang.de





Baiern (Landkreis Ebersberg)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: EbersbergVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Glonn
Höhe: 580 m ü. NHN
Fläche: 19,97 km²
Einwohner: 1431 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85625
Vorwahl: 08093
Kfz-Kennzeichen: EBE
Gemeindeschlüssel: 09 1 75 113
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kulbing Nr. 1
85625 Baiern
Webpräsenz: Baiern
Bürgermeister: Josef Zistl (WE)
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Baiern ist eine deutsche Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Ebersberg. Es gibt keine Ortschaft namens Baiern, nur die Gemeinde als Ganzes heißt so. Die größten Orte der Gemeinde sind Antholing, Berganger, Netterndorf sowie Piusheim. Die Gemeindeverwaltung liegt in Kulbing. Baiern ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Glonn.

Name

Der Gemeindename entspricht zwar der ursprünglichen Schreibweise Bayerns beziehungsweise dem gleichnamigen Volksstamm der Baiern oder Bajuwaren, er ist aber eine Ableitung des althochdeutschen Wortes „Bur“ in der Bedeutung „Haus“. Vom Weiler Jakobsbaiern wurde der Gemeindename abgeleitet. Jakobsbaiern trug den Namen des Kirchenpatrons des Ortes, um ihn von den vielen anderen Orten mit dem Namen „Baiern“ oder „Beuern“ zu unterscheiden. Weitere Beispiele für diese Maßnahme sind Ottobeuren oder Benediktbeuern.[2]

Geographie

Geographische Lage

Baiern liegt in der Region München und bildet die südlichste Gemeinde im Landkreis Ebersberg. Der Ort Berganger befindet sich 4 km östlich von Glonn, 12 km südlich von Grafing, 18 km nördlich von Bad Aibling und 16 km von der Kreisstadt Ebersberg entfernt. Die nächstgelegene Bahnstation an der Bahnstrecke München–Rosenheim befindet sich im zehn Kilometer entfernten Aßling; zur A 8 (Anschlussstellen Hofoldinger Forst und Weyarn) sind es 20 km.

Es existiert nur die Gemarkung Baiern.

Ortsteile

  • Antholing
  • Berganger
  • Einhaus
  • Engerling
  • Frauenbründl
  • Feuerreit
  • Gailling
  • Großesterndorf
  • Großrohrsdorf
  • Haus
  • Hochreit
  • Hub
  • Jakobsbaiern
  • Kleinesterndorf
  • Kleinrohrsdorf
  • Köhlbründl
  • Kreithann
  • Kulbing (Verwaltungssitz)
  • Lindach
  • Moos
  • Netterndorf
  • Öd
  • Pfleg
  • Piusheim
  • Schnurr
  • Stroblberg
  • Waslmühle
  • Weidach
  • Weiher
  • Weiterskirchen
  • Westerndorf
  • Witting

Geschichte

Baiern gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schwaben des Kurfürstentums Bayern und war Sitz einer Hauptmannschaft. Das Kloster Weihenstephan war bis zur Säkularisation 1803 wichtiger Grundherr im heutigen Gemeindegebiet. 1818 entstand mit dem Gemeindeedikt die heutige Gemeinde.

Der Maler Edgar Ende verbrachte seine letzten Lebensjahre in einem ehemaligen Schulhaus in Netterndorf. Dort starb er am 27. Dezember 1965 und wurde auf dem Friedhof von Antholing begraben.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 986, 1987 dann 1.048 und im Jahr 2000 1.402 Einwohner gezählt.

Politik

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 349.000 €, davon an Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 29.000 €. Baiern ist die letzte Gemeinde im Landkreis, in der es zur Kommunalwahl keine Parteilisten, sondern nur eine gemeinsame Liste aller Kandidaten für den Gemeinderat gibt.

Bürgermeister

Bürgermeister ist Josef Zistl (Wählergemeinschaft Einigkeit).

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im Produzierenden Gewerbe 68 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 152 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 345. Im verarbeitenden Gewerbe gab es neun Betriebe, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 61 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1546 ha. Davon waren 466 ha Ackerfläche und 1078 ha Dauergrünfläche.

Bildung

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 50 Kindern
  • Grundschule: Klassen 1–4, im Ortsteil Antholing

Seit 2007

  • Freie Schule Glonntal in Piusheim

Persönlichkeiten

Literatur

  • Verwaltungsgemeinschaft Glonn mit den Gemeinden Glonn, Baiern, Bruck, Egmating, Moosach, Oberpframmern. 4. Auflage. WEKA, Kissing 1993.
  • Günter Staudter: Baiern in Bayern. Gemeinde Baiern, Baiern 2014.

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Günter Staudter, Ortschronist der Gemeinde Baiern

Weblinks

 Commons: Baiern  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Baiern (Landkreis Ebersberg) | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Baiern (Landkreis Ebersberg) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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