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Bahnstrecke Weinheim–Worms


Bahnstrecke Weinheim–Worms
Streckennummer (DB):3575 (Worms–Lampertheim)
3578 (Lampertheim–Weinheim)
Kursbuchstrecke (DB):315g
Streckenlänge:30,8 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Betriebsstellen und Strecken[1]
Weschnitztalbahn von Fürth (Odenwald)
Main-Neckar-Bahn von Frankfurt am Main
30,8 Weinheim (Bergstr)
Oberrheinische Eisenbahn (Meterspur)
B 3
ehem. Oberrheinische Eisenbahn (Meterspur)
Main-Neckar-Bahn nach Heidelberg
A 5
26,0 Muckensturm
25,3 Landesgrenze Baden-Württemberg / Hessen
A 659
Oberrheinische Eisenbahn (Meterspur)
Streckenende
22,9 Viernheim
A 6
A 6
18,4 Poststraße
15,5 Haide
Riedbahn von Mannheim
12,6 Lampertheim
Riedbahn nach Biblis
8,4 Lache
Anschlussgleis Umspannwerk
Riedbahn von Biblis
Landdamm (Abzw)
Bahnhof Rosengarten (1869–1900)
Rheinbrücke,
  Landesgrenze Hessen / Rheinland-Pfalz
Wormser Hafenbahn
2,3 Worms Brücke
Strecke von Mainz
ehem. Strecke von Gundheim
0,0 Worms Hbf
Rheinhessenbahn nach Monsheim
ehem. Strecke nach Grünstadt
Strecke nach Ludwigshafen

Die Eisenbahnstrecke Weinheim–Worms (im Volksmund auch „Wormser Hex“ genannt) war eine nicht elektrifizierte normalspurige Eisenbahnstrecke, die Weinheim, Viernheim, Lampertheim und Worms verband. Auf einem etwa 4 km langen Abschnitt von Lampertheim Richtung Worms wird Güterverkehr betrieben.

Geschichte

Bei den Plänen zur Erschließung des vorderen Odenwaldes mit der Eisenbahn, die schon in den 1860ern begannen, wurde eine Anbindung an Worms immer als eines der Ziele gesetzt. Da die ursprünglichen Planungen Bensheim oder Heppenheim als einen Ausgangspunkt der Odenwaldstrecke sahen, entstand bereits 1869 die Nibelungenbahn von Bensheim über Lorsch nach Worms, die später um die Strecke Heppenheim-Lorsch ergänzt wurde.

Die endgültige Streckenführung war jedoch eine andere: Der hessische Odenwald wurde wegen der einfacheren Trassenführung an das badische Weinheim angeschlossen. 1893 begannen die Bauarbeiten an der Weschnitztalbahn, die von Fürth im Odenwald durch das Tal der Weschnitz nach Weinheim führte und 1895 den Betrieb aufnahm. 1896 folgte die Überwaldbahn, die in Mörlenbach von der Weschnitztalbahn abzweigt und über Wald-Michelbach bis Wahlen führte und 1901 eröffnet wurde.

Um dennoch den ursprünglich geplanten Anschluss an Worms zu erhalten, wurde eine Verbindungsstrecke von Weinheim über Viernheim bis Lampertheim gebaut, die 1905 eröffnet wurde. Ab Lampertheim lief der Verkehr über die bereits seit 1877 bestehende Strecke der Riedbahn bis Worms.

Jedoch war der Bedarf an dieser Verbindung nicht sehr groß, da ein Großteil des Verkehrs entgegen den Erwartungen eher in den Ballungsraum Mannheim orientiert war. Auch mit der OEG, die eine Schmalspurbahn von Weinheim über Viernheim nach Mannheim betreibt, herrschte starke Konkurrenz.

1960 wurde der Personenverkehr auf der Strecke Weinheim–Lampertheim eingestellt, und die Gleise zwischen Viernheim und Lampertheim später abgebrochen (der Streckenverlauf ist heute noch als breite Schneise im Wald erkennbar). Nur für die in Viernheim angesiedelte Industrie wurde noch bis 2002 Güterverkehr nach Weinheim betrieben, dann wurde er im Rahmen von MORA C eingestellt.

Als Ersatz verkehrte die Bahnbuslinie 5521 zwischen Weinheim und Worms, deren Linienführung jedoch von der der Eisenbahnstrecke abwich (Bedienung von Hüttenfeld, Neuschloß und Rosengarten; keine Bedienung mehr von Muckensturm). Bis zum 15. Juni 2008 wurde die inzwischen die Liniennummer 644 tragende Linie vom Busverkehr Rhein-Neckar (BRN) betrieben. Durch die europaweite Ausschreibung der Linie im Jahre 2007 wird sie seit dem 15. Juni 2008 von Werner GmbH & Co. KG bedient und verkehrt nur noch zwischen Worms und Viernheim.

Der Viernheimer Bahnhof beherbergt heute eine kommunale Freizeit- und Begegnungsstätte, die den Namen Treff im Bahnhof (T.i.B.) trägt. Neben dem Bahnhofsgebäude werden auch im Bahnhof abgestellte alte Eisenbahnwagen genutzt.

Die Güterstrecke WeinheimViernheim wurde im Juni 2004 wieder instand gesetzt und bediente ab dem 6. Juli 2004 die Spedition Pfenning, die dort für den Henkel-Konzern ein Zentrallager unterhielt. Die Kosten der Instandsetzung der Strecke in Höhe von rund 360.000 € wurden vom Land Hessen zu 75 % und der Stadt Viernheim zu 25 % übernommen.

Die Strecke wurde in Viernheim jedoch mittels eines vorgezogenen Prellbocks bis vor die Kreuzung mit der Wiesenstraße verkürzt und einige Weichen wurden abgebaut. Der Betrieb erfolgte mit einem Zweiwegefahrzeug nach der Verordnung über den Bau und Betrieb von Anschlussbahnen (BOA), jedoch bestand vom 9. September 2004 bis 8. März 2005 eine Ausnahmegenehmigung für gelegentliche Reisezug-Sonderfahrten.

Aktuell

Die Fa. Henkel stellte zum 31. Dezember 2010 die Zusammenarbeit mit der Spedition Pfenning in Viernheim ein. Als Folge endet damit jeglicher regelmäßiger Schienenverkehr auf der Strecke, weil keine anderen Bahntransporte in Aussicht stehen. Nach derzeitigen Informationen soll die Strecke an das Elektronische Stellwerk (ESTW) in Weinheim eingebunden werden. Mit dem Abbau der Strecke zwischen dem Anschluss der Fa. Henkel/Spedition Pfenning und dem Bahnhof Viernheim wurden bereits Fakten geschaffen, sodass z.B. auch der direkt am Bahnhofsgelände ansässige Chemie-Betrieb Rübelmann nicht mehr bedient werden könnte. Gleichzeitig stellt das Land Hessen ab 2011 keine Mittel mehr für die Förderung des Schienengüterverkehrs bereit. Die Zukunft der Strecke ist somit offen.[2]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Eisenbahnatlas Deutschland 2007/2008. 6. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2007, ISBN 978-3-89494-136-9.
  2. red: Strecke 3578 Weinheim (Bergstr)-Viernheim. In: IBSE-Telegramm 242 (Januar 2011), S. 2.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke Weinheim–Worms (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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