Bahnstrecke Mannheim–Basel - LinkFang.de





Bahnstrecke Mannheim–Basel


Mannheim–Basel
Streckennummer (DB):4000 (Mannheim–Basel)
4002 (Mannheim Hbf–Friedrichsfeld
    ehem. bis Heidelberg Hbf)

4280 (Rastatt Süd–Offenburg Süd,
    und Schliengen–Eimeldingen)
Kursbuchstrecke (DB):665.3-4 (Mannheim–Heidelberg)
701 (Heidelberg–Karlsruhe)
702 (Karlsruhe–Offenburg)
703 (Offenburg–Basel)
Streckenlänge:270,7 km
Streckenklasse:D4
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit:250 km/h
Zugsicherungssysteme:PZB, LZB
Zweigleisigkeit:(durchgehend)
Bundesland (D): Baden-Württemberg
Betriebsstellen und Strecken[1][2]
Pfälzische Ludwigsbahn von Ludwigshafen
  S 1 S 2 S 3 S 4
Westliche Einführung von Frankfurt
0,0 Mannheim Hbf 95 m
Rheinbahn nach Karlsruhe
1,3 Mannheim Hbf Ost
Riedbahn nach Frankfurt
2,1 SFS nach Stuttgart (Containerbahnhofbrücke)
4,0 Mannheim Rbf Hp
4,3 Mannheim ARENA/Maimarkt 95 m
Mannheim Rbf
6,1 Mannheim-Seckenheim 96 m
8,5 Mannheim-Friedrichsfeld Süd Abzw
8,6 Verbindungsstrecke nach Mannheim-Friedrichsfeld
8,9 Strecke Schwetzingen–Mannheim-Friedrichsfeld
9,0 Mannheim-Friedrichsfeld Süd 102 m
9,4 Main-Neckar-Bahn von Darmstadt
14,2 A 5
14,5 Heidelberg-Wieblingen (Abzw)
  (niveaufreie Einfädelung)
14,8 Heidelberg-Pfaffengrund/Wieblingen 108 m
nach Heidelberg Hbf (alt)
16,6 Heidelberg Rbf
17,5
19,1
Heidelberg Hbf S 5 S 51 107 m
19,7 Neckartalbahn nach Jagstfeld S 1 S 2 S 5 S 51
von Heidelberg Hbf (alt)
ehem. Trasse von Heidelberg Hbf (alt)
22,1 Heidelberg-Kirchheim/Rohrbach 107 m
26,5 St Ilgen-Sandhausen 106 m
32,1 Wiesloch-Walldorf 111 m
37,5 Rot-Malsch 106 m
40,1 Bad Schönborn-Kronau 108 m
42,4 Bad Schönborn Süd 109 m
44,185 Stettfeld-Weiher (ab Dez 2019)
46,2 Ubstadt-Weiher 110 m
46,6 Ubstadt-Weiher (Abzw)
Verbindungsstrecke nach Bruchsal Rollenberg
Katzbachbahn von Odenheim S 31
  und Kraichtalbahn von Menzingen S 32
48,1 Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart
Verbindungsstrecke von Bruchsal Rollenberg
49,6 Bruchsal Nord (Abzw)
Bruchsal Stegwiesen 111 m
Bruchsal Schloßgarten 113 m
Bruhrainbahn von Graben-Neudorf S 33
51,6 Bruchsal S 33 S 4 / S 9 114 m
Westbahn nach Stuttgart S 9
53,6 Bruchsal Bildungszentrum 111 m
55,9 Untergrombach (Üst)
56,8 Untergrombach 115 m
60,5 Weingarten (Baden) 115 m
Stadtbahn Karlsruhe S 4 S 5
Strecke von Pforzheim S 5
68,2 Karlsruhe-Durlach 116 m
Güterumgehungsbahn nach Karlsruhe Rbf
Güterstrecke Karlsruhe-Hagsfeld–Karlsruhe Rbf
(ehem. Trasse der Rheintalbahn bis 1913)
Rheinbahn von Mannheim über Schwetzingen
ehem. Anschluss vom Ausbesserungswerk (bis 199x)
Karlsruhe Gbf (alt) (bis 199x)
Karlsruhe Hbf (alt) (bis 1913)
ehem. Trasse der Hardtbahn, Maxaubahn
72,9 Karlsruhe Hbf S 3 121 m
Albtalbahn S 1 S 11
(ehem. Trasse der Rheintalbahn bis 1913)
von Karlsruhe Albtalbf (dort Systemwechsel)
Pfälzische Maximiliansbahn nach Wörth S 51
Rheinbahn nach Rastatt S 4 S 41
Güterstrecke Karlsruhe West–Karlsruhe Rbf
Güterstrecke Karlsruhe-Dammerstock–Karlsruhe Rbf
Güterumgehungsbahn von Karlsruhe Rbf
Rüppurr (bis 1913)
76,2 Karlsruhe-Brunnenstück (Abzw)
(ehem. Trasse der Rheintalbahn bis 1913)
76,4
77,4
(Fehllänge wegen verkürzter Trasse von 1913)
79,6 Ettlingen West 121 m
Ettlinger Seitenbahn zur Albtalbahn
82,5 Bruchhausen (b Ettlingen) 118 m
87,9 Malsch 120 m
88,5 Malsch Süd 120 m
90,8 Muggensturm Badesee 122 m
91,7 Muggensturm 123 m
Tunnel Rastatt von Karlsruhe (geplant)
Rheinbahn von Karlsruhe S 4 S 41
96,5 Rastatt 120 m
Murgtalbahn nach Freudenstadt S 31 S 41
Rheinbahn nach Wintersdorf
Tunnel Rastatt (Südportal, geplant)
A 5
101,3 Rastatt Süd (Abzw, heute Beginn der SFS)
102,6 Baden-Baden-Haueneberstein 124 m
103,2 Sandweier (Üst)
105,3 Baden-Baden 126 m
ehem. Strecke nach Baden-Baden (alt)
108,3 Sinzheim Nord 127 m
109,5 Sinzheim (b. Bühl) 126 m
112,5 Baden-Baden-Rebland 133 m
Strecke von Schwarzach (ehem. Meterspur)
116,9 Bühl (Baden) 135 m
Strecke nach Oberbühlertal
119,2 Ottersweier
125,3 Achern S 4 S 32 145 m
Achertalbahn nach Ottenhöfen
127,7 Önsbach
128,4 Önsbach (Üst)
131,7 Renchen 144 m
zur Strecke nach Strasbourg
Renchtalbahn von Bad Griesbach
137,9 Appenweier 147 m
Strecke von Strasbourg
138,7 Appenweier-Muhrhaag (Abzw)
141,0 Windschläg (Abzw)
nach Offenburg Gbf
141,7 Offenburg Nord (Abzw)
nach Offenburg Gbf
144,7 Offenburg Gbf
145,5 Offenburg 159 m
146,1 Offenburg Süd (Abzw, heute Ende der SFS)
Schwarzwaldbahn nach Singen
ehem. Umgehungskurve von der Schwarzwaldbahn
148,3 Schutterwald
154,4 Niederschopfheim (PV bis 1968) 153 m
158,7 Friesenheim (Baden) 155 m
ehem. Mittelbadische Eisenbahnen (Meterspur)
ehem. Strecke von Lahr MEG
163,7 Lahr (Schwarzw) 161 m
ehem. Strecke nach Lahr Stadt
166,1 Kippenheim (bis 1974)
171,8 Orschweier 166 m
ehem. Lokalbahn Rhein–Ettenheimmünster
174,8 Ringsheim 169 m
177,7 Herbolzheim (Brsg) 172 m
181,0 Kenzingen 175 m
Kaiserstuhlbahn von Breisach
185,9 Riegel-Malterdingen 180 m
SFS ab hier mit eigener Trassierung
188,8 Köndringen (Üst)
188,8 Köndringen 187 m
190,6 Teningen-Mundingen 194 m
192,7 Emmendingen 201 m
196,5 Kollmarsreute 221 m
Elztalbahn von Elzach
199,8 Denzlingen 235 m
202,6 Gundelfingen (Breisgau) 241 m
202,7 Gundelfingen Abzw
Güterumgehungsbahn nach Freiburg Gbf
205,0 Freiburg-Zähringen 253 m
207,0 Freiburg-Herdern 264 m
Strecke von Breisach
208,3 Freiburg (Breisgau) Hbf 269 m
Höllentalbahn nach Donaueschingen
Freiburg-Baslerstraße
212,5 Freiburg-St. Georgen 253 m
Güterumgehungsbahn von Freiburg Gbf
214,6 Leutersberg (Abzw)
215,7 Ebringen 239 m
217,0 Schallstadt 235 m
219,9 Norsingen 230 m
Münstertalbahn von Münstertal
222,9 Bad Krozingen 231 m
224,1 Tunsel (bis 1970)
Eschbach-Tunsel (geplant)
228,8 Heitersheim 226 m
Überwerfungsbauwerk (geplant)
SFS bis hier mit eigener Trasse
Buggingen (Abzw)
231,8 Buggingen 223 m
232,8 Hügelheim
237,3 Müllheim (Baden) ehem. Übergang zur
  Müllheim-Badenweiler Eisenbahn

 (Meterspur)
233 m
nach Mulhouse
239,7 Auggen 233 m
239,7 Auggen (Anst)
242,7 Schliengen (Abzw) SFS mit eigener Trasse
243,2 Schliengen 241 m
Portalverlängerung gegen Tunnelknall
245,4 Anfang Katzenbergtunnel (9.385 m)
246,8 Bad Bellingen 254 m
250,0 Rheinweiler 257 m
252,8 Kleinkems 258 m
255,3 Klotz-Tunnel (242 Meter)
256,0 Kirchberg-Tunnel (129 Meter)
256,4 Istein 258 m
256,8 Hartberg-Tunnel (307 Meter)
254,8 Ende Katzenbergtunnel (9.385 m)
Portalverlängerung gegen Tunnelknall
258,3 Efringen-Kirchen 258 m
262,2 Eimeldingen 266 m
259,2
262,8
SFS bis hier mit eigener Trasse
Kandertalbahn von Kandern (Museumsbahn)
264,3
265,3
Haltingen (Fehllänge) 269 m
ehem. Strecke von Saint-Louis (1878–1937)
267,6 Weil am Rhein S 5 261 m
Straßenbahn Basel
Gartenbahn nach Lörrach S 5
268,7 Staatsgrenze Deutschland / Schweiz
270,7 Basel Bad Bf 261 m
Basler Verbindungsbahn nach Basel SBB S 6
Wiesentalbahn nach Zell S 6
Hochrheinbahn nach Konstanz

Die Bahnstrecke Mannheim–Basel ist eine zweigleisige elektrifizierte Eisenbahnhauptstrecke in Baden-Württemberg. Sie verläuft durch die Oberrheinische Tiefebene von Mannheim über Heidelberg, Bruchsal, Karlsruhe, Rastatt, Baden-Baden, Offenburg und Freiburg im Breisgau nach Basel und wird daher auch Rheintalbahn oder Oberrheinbahn genannt.

Die Strecke wurde als Teil der badischen Hauptbahn gebaut. Zwischen Mannheim und Rastatt verläuft sie parallel zur badischen „Rheinbahn“. Unter dem Titel „Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel“ wird seit April 1987 am viergleisigen Ausbau und Neubau der Strecke gearbeitet. Dessen ursprünglich für 2008 ins Auge gefasste Fertigstellung ist derzeit (Stand: 2015) nicht absehbar.

Die Bahnstrecke Mannheim–Basel zählt zu den bedeutendsten Strecken im Netz der Deutschen Bahn.[3]

Geschichte

Badische Hauptbahn

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Die deutschseitige Rheintalbahn wurde von den Badischen Staatseisenbahnen finanziert und gebaut. Mit dem badischen Gesetz zum Bau der badischen Hauptbahn vom 28. März 1838 waren nur Anfangspunkt in Mannheim und Endpunkt in Basel festgelegt.[4] Der Streckenverlauf wurde erst von der 1837 gebildeten Technischen Baukommission festgelegt, die in ihren Grundforderungen formulierte, dass die Baukosten so niedrig wie möglich gehalten werden sollten, um gute Fahrzeiten zu erreichen, möglichst geradlinig zu bauen sei, möglichst alle größeren Städte anzubinden seien. Man schloss daraus, möglichst in der Oberrheinischen Tiefebene zu bauen. Das erste Teilstück zwischen Mannheim und Heidelberg wurde 1840 eröffnet, bis 1855 wurde die Strecke in mehreren Teilen bis Basel fertiggestellt. Erste Trassenentwürfe sahen eine Strecke von Heidelberg über Schwetzingen nach Karlsruhe vor. Nachdem man in der damals drittgrößten Stadt Badens, Bruchsal, von diesen Plänen erfuhr, setzten sich im badischen Parlament Politiker für einen Anschluss Bruchsals und Durlachs ein.[5] Am 2. Januar 1846 stießen in St. Ilgen zwei Züge zusammen. Ein Mensch starb, 16 weitere wurden verletzt.[6] Dies war einer der frühesten Eisenbahnunfälle mit tödlichem Ausgang in Deutschland.

Die Strecke wurde zunächst mit einer Spurweite von 1600 Millimeter erbaut. Da die umliegenden Länder und andere Bahnlinien jedoch die Normalspurweite von 1435 Millimeter einsetzten, wurde zwischen 1854 und 1855 die gesamte Strecke auf Normalspur umgebaut.

Da der Stadt Mannheim, deren natürliches Einzugsgebiet um Schwetzingen und Hockenheim herum lag, der Umweg über Heidelberg nicht gefiel, wurde 1870 als zweite Strecke die Rheinbahn Mannheim–Schwetzingen–Graben-Neudorf–Eggenstein–Karlsruhe eröffnet. Im Zuge des Baus strategischer Bahnlinien kam 1895 dann die Strecke Graben-NeudorfBlankenloch–Karlsruhe hinzu, die kürzer als die Verbindung über Eggenstein ist und günstiger an den Karlsruher Hauptbahnhof und den Karlsruher Rangierbahnhof angebunden ist. Die Strecke Graben-Neudorf–Eggenstein–Karlsruhe geriet somit ins Abseits (siehe Hardtbahn).

Bedeutung im 20. Jahrhundert

Im nördlichen Teil zwischen Mannheim und Karlsruhe existieren also zwei getrennte Strecken, die Strecke Mannheim–Graben-Neudorf–Karlsruhe (so genannte „Rheinbahn“) sowie die Strecke Mannheim–Heidelberg–Bruchsal–Karlsruhe-Durlach–Karlsruhe (Baden-Kurpfalz-Bahn), die eine Teilstrecke der Rheintalbahn darstellt. Besonders nach dem Ersten Weltkrieg gewann die Strecke für den internationalen Verkehr an Bedeutung. Ab den fünfziger Jahren wurde die Rheintalbahn deshalb auch elektrifiziert, bis sie Mitte 1958 durchgehend elektrisch befahrbar war.

Ende der 1960er begann die grundlegende Erneuerung der Signalanlagen auf dem 120 km langen Abschnitt zwischen Offenburg und Basel. Der bis dahin – mit Ausnahme des Bahnhofs Freiburg – mit mechanischen Stellwerken ausgerüstete Abschnitt wurde auf Relaisstellwerke umgestellt. Die Streckenbelastung lag Ende der 1960er Jahre bereits bei weit über 100 Zügen pro Tag und Richtung.[7]

Mit der Inbetriebnahme des ersten Teilabschnitts der Neubaustrecke Mannheim–Stuttgart zwischen Mannheim und Graben-Neudorf wurde die Rheintalbahn entlastet und ein gleichmäßig getakteter Nahverkehr ermöglicht.[8] Die Stellwerke in Achern und Freiburg wurden als Elektronisches Stellwerk neu gebaut, die Betriebsstellen Leutersberg, Bad Krozingen, Heitersheim und Müllheim (Baden) wurden im Rahmen von CIR-ELKE angepasst und mit LZB ausgerüstet.

Der jetzige Bahnhof Baden-Baden hieß ursprünglich Oos, zwischen 1906 und der Stilllegung des Stadtbahnhofs 1977 Baden-Oos und erhielt dann dessen Namen.

Zwischen 1975 und 1977 verübte ein Erpresser, der sich selbst als „Monsieur X“ bezeichnete, mehrere Anschläge auf die Strecke.

Ausbau im 21. Jahrhundert

Im Rahmen der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel sollte die Rheintalbahn nach Plänen um 1990 zwischen Karlsruhe und Offenburg für durchgehend 160 km/h ausgebaut werden.[9] Bis 2008 sollte nach einem deutsch-schweizerischen Staatsvertrag die gesamte Strecke mindestens viergleisig ausgebaut werden, um dann als nördliche Hauptzufahrtsstrecke zum neuen Gotthard-Basistunnel Richtung Italien zu dienen. Die Deutsche Bahn hat hierzu das Projekt Neu- und Ausbaustrecke Karlsruhe–Basel aufgelegt.[10][11]

Zwischen Karlsruhe und Rastatt verlaufen in relativ kleinem Abstand ebenfalls die beiden Strecken der Rheintalbahn und der Rheinbahn. Zwischen dem Rastatter Bahnhof und der Kreuzung mit der A 5 ist die Strecke bisher noch zweigleisig, da die Streckenführung in diesem Bereich lange umstritten war. Jetzt ist ein Tunnel unter Rastatt hindurch zwischen Rastatt-Niederbühl und dem Abzweig von B 3 und B 36 in Bau. Zwischen Rastatt und Durmersheim sind bereits Erdarbeiten entlang der B 36 für die Neubaustrecke durchgeführt. Zwischen Baden-Baden-Haueneberstein und Offenburg wurden inzwischen durchgängig neben den beiden alten Gleisen zwei neue Schnellfahrgleise in Betrieb genommen. Seit Dezember 2012 in Betrieb ist der Katzenbergtunnel zwischen Freiburg und Basel zur Umgehung des Nadelöhrs „Isteiner Klotz“. Der restliche Bereich zwischen Offenburg und Basel ist derzeit noch in Planung.

Die Eröffnungsdaten im Einzelnen

Datum Abschnittsanfang Abschnittsende
12. September 1840 Mannheim Hbf Heidelberg Hbf
10. April 1843 Heidelberg Hbf Karlsruhe Hbf
01. Mai 1844 Karlsruhe Hbf Rastatt
06. Mai 1844 Rastatt Baden-Oos
01. Juni 1844 Baden-Oos Offenburg
30. Juli 1845 Offenburg Freiburg Hbf
01. Juni 1847 Freiburg Hbf Müllheim (Baden)
15. Juni 1847 Müllheim (Baden) Schliengen
08. November 1848 Schliengen Efringen
22. Januar 1851 Efringen Haltingen
1855 Haltingen Basel

Heutige Situation

Die Rheintalbahn zählt heute zu den meistbefahrenen Bahnstrecken Deutschlands sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr, unter anderem wegen des länderüberschreitenden Verkehrs in die Schweiz und nach Frankreich auf dieser Strecke. Eine Untersuchung der Hochschule Kehl beziffert die Zugzahl auf bis zu 286 Züge täglich.

Mit einer Auslastung von 126 Prozent galt die Strecke auch 2011 als überlastet; Züge müssen in besonders engen Abständen fahren.[12] Fernzughalte sind stets Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Freiburg und Basel Bad Bf, teilweise auch Wiesloch-Walldorf, Bruchsal, Karlsruhe-Durlach, Rastatt, Baden-Baden und Offenburg.

Auf dem Abschnitt Mannheim–Karlsruhe verkehren seit Dezember 2003 die Linien S3 (GermersheimKarlsruhe) und S4 (Germersheim–Bruchsal) der S-Bahn RheinNeckar. Zwischen Bruchsal und Rastatt verkehren die Stadtbahnlinien S31, S32, S4 und S41 der Stadtbahn Karlsruhe. Die Linien S32 und die S4 fahren von Rastatt weiter bis nach Achern. Zwischen Karlsruhe und Offenburg verkehren die RE-Züge der Schwarzwaldbahn stündlich, seit Dezember 2009 teilweise halbstündlich; zwischen Offenburg und Basel ergänzen sich RE- und RB-Züge zu einem Halbstundentakt.

An beiden Endpunkten befindet sich jeweils einer der größten Rangierbahnhöfe Europas: Mannheim Rbf sowie jenseits der Staatsgrenze Basel SBB RB im Ort Muttenz, beide zweiseitig angelegt. Ein Rangierbahnhof dieser Strecke – in Heidelberg – ist stillgelegt worden. Auf dem Areal entsteht mittlerweile der neue Stadtteil Bahnstadt. Weiterhin sind noch Güterbahnhöfe der DB in Karlsruhe, Offenburg, Freiburg im Breisgau und Basel vorhanden. Karlsruhe Gbf ist mit Estw-Technik ausgerüstet und wird von der Betriebszentrale Karlsruhe gesteuert. Die weiteren sind noch örtlich besetzt, teilweise mit elektromechanischen Stellwerken.

Seit dem 9. Dezember 2012 ist zwischen Schliengen und Haltingen die zweigleisige Schnellfahrstrecke durch den Katzenbergtunnel in Betrieb. Damit einher geht zukünftig eine Entmischung des schnellen Personenfernverkehrs und des Güterverkehrs im Raum Basel. Dazu dient auch die Erweiterung der so genannten Verbindungsbahn zwischen Basel Badischer Bahnhof (nördlich des Rheins) und dem Abzweig Gellert (südlich des Rheins) durch eine weitere Rheinbrücke.

Im Sommer 2014 wurde unter Vollsperrung der Abschnitt zwischen Schliengen und Haltingen über Bad Bellingen komplett saniert. Gleise, Schwellen und die Tunnel wurden erneuert.[13]

Im Rahmen der Ausbaumaßnahmen für die S-Bahn RheinNeckar läuft die Planung für einen dreigleisigen Abschnitt zwischen Mannheim Hauptbahnhof und Mannheim-Friedrichsfeld Süd. Der darüber hinausgehende viergleisige Ausbau bis Heidelberg befindet sich in der Konzeptionsphase (Stand: 2012).[14] Im März 2014 stellte die EU Zuschüsse in Höhe von 30 bis 40 % (statt bisher 10 %) in Aussicht.[15]

Rollendes Material

Der Fernverkehr wird in Richtung Hamburg und Berlin mit ICE 1 und in Richtung Dortmund mit ICE 3 abgewickelt. Im EuroCity- bzw. Intercity-Verkehr werden meistens Lokomotiven der Baureihe 101 verwendet, im Regionalverkehr indes Maschinen der Baureihe 146 und Baureihe 111 mit Doppelstockwagen oder n-Wagen.

In Mittelbaden verwendet die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) auf der Stadtbahn Karlsruhe Zweisystemstadtbahnwagen der Baureihe 450 und GT8-100D/2S-M, je nach Lieferserie mit WC und Panoramaverglasung.

Am Oberrhein sind im RB-Verkehr häufig Triebwagen der Baureihe 425 im Einsatz sowie gelegentlich die Baureihe 111 mit n-Wagen. Die SWEG und die BSB setzen Regio-Shuttles (BR 650) und Talent 2-Triebwagen ein. Die OSB benutzt auch Regio-Shuttles (BR 650).

Zwischen Basel SBB und Basel Badischer Bahnhof verkehren die SBB mit Fahrzeugen des Typs Stadler Flirt. In den Abschnitten von Bruchsal nach Appenweier und von Freiburg bis Müllheim verkehren TGV Duplex der SNCF die in Karlsruhe, Freiburg und teilweise auch in Baden-Baden halten.

Bedienungsangebot

Fernverkehr

Im Schienenpersonenfernverkehr wird die Rheintalbahn von diversen Intercity-Express- und Intercity-Linien befahren.

Linie Zuglauf
ICE 12 Berlin – Braunschweig – Kassel-Wilhelmshöhe – Frankfurt (Main) – Karlsruhe – Basel (– Bern – Interlaken Ost)
ICE 20 (Kiel –) Hamburg – Kassel-Wilhelmshöhe – Frankfurt (Main) – Karlsruhe – Basel (– Bern – Interlaken Ost)
IC 30
ICE 31
Kiel – Hamburg – Dortmund – Duisburg/Wuppertal – Köln – Koblenz – Frankfurt (Main) – Karlsruhe – Basel – Chur
ICE 43 (Amsterdam – Duisburg bzw. Dortmund –) Köln – Frankfurt (Main) Flughafen Karlsruhe – Basel
ICE 83 Paris – Karlsruhe – Stuttgart (– München)
IC 60 Basel Bad Bf – Baden-Baden – Bruchsal – Stuttgart – München
IC 26
IC 35
Norddeich Mole – Köln/Hamburg – Frankfurt – Karlsruhe – Offenburg – Triberg – Singen – Konstanz

Regionalverkehr

Im Schienenpersonennahverkehr wird die Rheintalbahn von zwei Interregio-Express-Linie sowie von verschiedenen Regional-Express-, Regionalbahn-, S-Bahn- und Stadtbahnlinien bedient.

Linie Zuglauf
IRE Freiburg – Müllheim – Neuenburg – Bantzenheim – Mulhouse Ville
IRE Karlsruhe – Baden-Baden – Offenburg – Hausach – Villingen – Konstanz
RE 1 Mannheim – Heidelberg – Eberbach – Heilbronn
RE 2 Mannheim – Heidelberg – Sinsheim – Heilbronn
RE Karlsruhe – Baden-Baden – Offenburg – Hausach – Villingen – Konstanz
RE Heidelberg – Wiesloch-Walldorf – Bruchsal – Bretten – Stuttgart
RE Offenburg – Lahr – Emmendingen – Denzlingen – Gundelfingen – Freiburg (– Basel Bad Bf)
RE (Offenburg –) Freiburg – Bad Krozingen – Müllheim – Weil am Rhein – Basel Bad Bf (– Basel SBB)
RB 2 Biblis – Mannheim – Schwetzingen – Hockenheim – Graben-Neudorf – Karlsruhe
RB Offenburg – Emmendingen – Freiburg – Bad Krozingen – Müllheim – Neuenburg/Basel Bad Bf
SWEG Freiburg – Schallstadt – Bad Krozingen – Oberkrozingen – Staufen  (– Münstertal)
BSB Elzach/Waldkirch – Denzlingen – Gundelfingen – Freiburg-Zähringen – Freiburg-Herdern – Freiburg Hbf
OSB Offenburg – Appenweier – Achern
S-Bahn RheinNeckar:
S 1 Homburg – Kaiserslautern – Mannheim – Heidelberg – Mosbach – Osterburken
S 2 Kaiserslautern – Mannheim – Heidelberg – Mosbach
S 3 Germersheim – Mannheim – Heidelberg – Bruchsal – Karlsruhe
S 4 Germersheim – Mannheim – Heidelberg – Bruchsal
Stadtbahn Karlsruhe:
S 4 Öhringen – Heilbronn – Bretten – Karlsruhe-Durlach – Karlsruhe Marktpl. – Rastatt – Baden-Baden – Achern
S 31 Odenheim – Bruchsal – Karlsruhe – Ettlingen West – Rastatt – Freudenstadt
S 32 Menzingen – Bruchsal – Karlsruhe – Ettlingen West – Rastatt – Baden-Baden – Achern
S 41 Karlsruhe-Marktpl. – Durmersheim – Rastatt – Freudenstadt – Eutingen im Gäu
Regio S-Bahn Basel:
S 5 (Schopfheim –) Steinen – Lörrach – Weil am Rhein
S 6 Zell im Wiesental – Basel Bad Bf – Basel SBB

Im November 2015 wurde das Netz 4 Rheintal, aufgeteilt in drei Lose, ausgeschrieben. Die Verkehrsverträge für Regionalverkehr auf der Strecke umfassen insgesamt rund 4,7 Millionen Zugkilometer pro Jahr und sollen von Dezember 2019 bis Dezember 2032 laufen.[16] Für die zugehörigen Neufahrzeuge, die auch für den Katzenbergtunnel tauglich sein müssen, sind Investitionen von einer Viertelmilliarde Euro vorgesehen.[17]

Im Dezember 2015 wurde das Betriebskonzept des Regionalverkehrs-Ausschreibungsfahrplans zwischen Offenburg und Basel vorgestellt. Als Grundgerüst ist ein Stundentakt über die gesamte Strecke mit Halt an allen Stationen vorgesehen. Daneben ist ein Regionalexpress in zwei sich stündlich abwechselnden Varianten vorgesehen: Zweistündlich soll ein schneller Regionalexpress den Weg zwischen Offenburg und Basel in unter 90 Minuten zurücklegen, mit Halten in Offenburg, Lahr, Hebolzheim, Kenzingen, Riegel-Malterdingen, Emmendingen, Denzingen, Freiburg Hauptbahnhof, Bad Krozingen, Heitersheim, Müllheim, Weil am Rhein und Basel SBB. Ein langsamerer RE soll zusätzlich Orschweier, Ringsheim, Schallstadt, Bad Bellingen, Efringen-Kirchen und Haltingen bedienen. Für viele Stationen wird die Zahl der Zughalte deutlich erhöht.[17]

Daneben ist eine Ausschreibung für das Netz Freiburger Y (Netz 9b) vorgesehen.[17]

Das nach dem Zielkonzept 2025 des Landes Baden-Württemberg vorzusehende Zugangebot – pro Stunde und Richtung drei Züge von Offenburg nach Freiburg, vier ab Riegel-Malterdingen – kann aufgrund der dichten Belegung der Strecke nicht umgesetzt werden. Die dazu benötigte Infrastruktur soll im Zeitraum bis 2031 in Betrieb gehen.[18]

Literatur

  • Helmut Röth: Auf Schienen zwischen Odenwald und Pfalz. Fotografien 1955–1976. Verlag Pro Message, Ludwigshafen am Rhein 2006, ISBN 3-934845-18-5 (297 alte Fotografien).
  • Werner Greder: Bruchsal und die Eisenbahn. Entstehung der Eisenbahnen in und um Bruchsal in den Jahren 1843–1914. (Veröffentlichung Nr. 2 der Historischen Kommission der Stadt Bruchsal). Bruchsal 1983, DNB 890008930 .

Weblinks

 Commons: Rheintalbahn  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Eisenbahnatlas Deutschland. 9. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2014, ISBN 978-3-89494-145-1.
  2. Informationen und Bilder zu den Tunneln der Strecke 4000 auf eisenbahn-tunnelportale.de
  3. Ernst Krittian: Die Ausbau- und Naubaustrecke Karlsruhe–Basel. In: Die Bundesbahn. Jg. 63 (1987), Nr. 10, ISSN 0007-5876 , S. 911–916.
  4. Deutsche Reichsbahn: Handbuch der deutschen Eisenbahnstrecken: Eröffnungsdaten 1835–1935. Nachdruck Mainz 1984, ISBN 3-921426-29-4 Nr. 1840/10
  5. Greder: Bruchsal und die Eisenbahn. Bruchsal 1983, S. 16.
  6. Hans Joachim Ritzau: Eisenbahn-Katastrophen in Deutschland. Splitter deutscher Geschichte. Bd.1: Landsberg-Pürgen 1979, S. 55.
  7. Neue Signalanlagen auf der Strecke Offenburg–Basel. In: Die Bundesbahn. Jg. 43, 1969, ISSN 0007-5876 , S. 329.
  8. Erich Fein: Die Westliche Einführung der Riedbahn in den Hauptbahnhof Mannheim. In: Die Bundesbahn. Nr. 61, 1985, S. 401–408.
  9. Johann Leonhäuser: Brücken für die ABS/NBS Karlsruhe–Basel im Abschnitt Karlsruhe–Offenburg. In: Die Bundesbahn. Jg. 66, Nr. 5, 1990, ISSN 0007-5876 , S. 481–485.
  10. karlsruhe-basel.de
  11. instagram.com: karlsruhe_basel
  12. Nikolaus Doll, Steffen Fründt, Ernst-August Ginten, Thomas Heuzeroth, Birger Nicolai, Andre Tauber und Daniel Wetzel: Bodenlos. In: Welt am Sonntag. Nr. 19, 12. Mai 2013, ZDB-ID 1123516-0 , S. 13 (ähnliche Version online ).
  13. Südwest: Bahnverkehr: Südliche Rheintalstrecke wird zur Großbaustelle – badische-zeitung.de. Abgerufen am 5. Oktober 2014.
  14. Ausbau der Infrastruktur für die S-Bahn Rhein-Neckar. In: DB ProjektBau (Hrsg.): Infrastrukturprojekte 2012: Bauen bei der Deutschen Bahn. Eurailpress, Hamburg 2012, ISBN 978-3-7771-0445-4, S. 136–139.
  15. Südwest: Infrastruktur: Ausbau der Rheintalbahn: EU übernimmt 40 Prozent – badische-zeitung.de. Abgerufen am 20. März 2014.
  16. Deutschland-Stuttgart: Öffentlicher Schienentransport/öffentliche Schienenbeförderung . Dokument 2015/S 221-403208 vom 14. November 2015 im Supplement zum Elektronischen Amtsblatt der Europäischen Union.
  17. 17,0 17,1 17,2 Konzept für Netz „Rheintal“ fixiert. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 2, 2016, ISSN 1421-2811 , S. 58.
  18. RE-Halte auf der Rheintalbahn zwischen Offenburg und Basel. Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, 25. September 2015, abgerufen am 26. September 2015 (deutsch).

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