Bahnstrecke Hagen–Dieringhausen - LinkFang.de





Bahnstrecke Hagen–Dieringhausen


Hagen–Dieringhausen
Übersichtskarte „Oberbergische Bahnen“
Streckennummer (DB):2819 (Hagen–Oberhagen)
2817 (Hagen–Rehsiepen)
2810 (Oberhagen–Dieringhausen)
Kursbuchstrecke (DB):434
Streckenlänge:61 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:D4
Höchstgeschwindigkeit:90 km/h
Zweigleisigkeit:Hagen–Hagen-Delstern
Betriebsstellen und Strecken[1][2][3][4]
Hauptstrecke von Dortmund
(141,7) 0,0 Hagen Hbf
S-Bahn-Strecke nach Gevelsberg
(140,8) 0,0 Rehsiepen (Nord) (Abzw)
Hauptstrecke nach Wuppertal
(140,4) 0,0 Braun-Angott (Anst)
(140,1) 1,6 Rehsiepen (Süd) (Abzw)
Goldbergtunnel (2230 m)
(alte Trasse bis 1910)
4,1
1,7
Hagen-Oberhagen
Volme
4,1 Hagen-Delstern
7,2 Hagen-Ambrock
Volme (2x)
9,5 Dahl
Volme
Hengstenberger Tunnel (232 m)
11,5 Breckerfeld-Priorei
Volme
13,2 Rummenohl
Volme
Twieströmer Tunnel (152 m)
16,3 Dahlerbrück
Volme
18,1 Schalksmühle Hälvertalbahn
Volme
Winkhauser Tunnel (227 m)
Volme
Stichstrecke von Lüdenscheid
23,8 Brügge (Westf) (Ende SPNV)
Volme
26,1 Oberbrügge (ehem. Bf, bis 2012 Awanst)
Verbindungsstrecke zur Wuppertalbahn
Hamecke
28,2 Bollwerk
30,6 Vollme
Volme (2x)
33,4 Grünenbaum
Schleipe
Volme
35,3 Kierspe
Wehe
Holtsiepen
Hartmecke
Hahnenbecke
38,8 Meinerzhagen (1986–2014 kein PV)
Stichstrecke nach Krummenerl (PV bis 1955)
Meinerzhagener Tunnel (384 m)
Genkel
Deipensiepen
43,8 Holzwipper
Brucher bzw. Wipper
ehem. Wippertalbahn von Wipperfürth
47,9 Marienheide
Leppe
51,0 Kotthausen
Rospebach
54,6 Gummersbach Nord
56,1 Gummersbach
Rospebach
60,4 Vollmerhausen Berg
ehem. Aggertalbahn von Olpe
Strombach
61,2 Dieringhausen
Aggertalbahn nach Köln
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung.

Die Bahnstrecke Hagen–Dieringhausen (auch Volmetalbahn genannt) ist eine größtenteils eingleisige (früher bis Brügge durchgehend zweigleisige) und nicht elektrifizierte Eisenbahnstrecke von Hagen über Brügge (Westf), Meinerzhagen und Gummersbach nach Dieringhausen, wo Anschluss an die Bahnstrecke Siegburg–Olpe („Aggertalbahn“) nach Köln besteht.

Auf dem nördlichen Abschnitt fährt die Regionalbahnlinie Volmetal-Bahn (RB 52) von Lüdenscheid über Hagen Hbf nach Dortmund Hbf. Sowohl die Eisenbahnstrecke als auch die Regionalbahnlinie sind nach dem Fluss Volme benannt, dessen Lauf sie südlich von Hagen folgen.

Im südwestlichen Teil der Strecke fährt die Regionalbahnlinie Oberbergische Bahn (RB 25) zwischen Meinerzhagen und Köln Hansaring.

Der dazwischen liegende Teil von Brügge (Westf) über Kierspe bis Meinerzhagen soll bis Dezember 2017 reaktiviert werden.[5]

Geschichte

Die Strecke wurde schon in den 1840er Jahren als Alternativtrasse zur Ruhr-Sieg-Strecke untersucht.[6] Im Mai 1870 wurde von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft mit dem Bau der Volmetalbahn begonnen. Am 16. Oktober 1871 wurde die Strecke von Hagen bis Oberhagen und am 15. März 1874 die weitere Strecke bis Dahl für den Güterverkehr eröffnet. Am 6. September 1874 wurde dieser Abschnitt auch für den Personenverkehr freigegeben. Nach der Verstaatlichung verlängerte man die Volmetalbahn in den Jahren 1891/1892 von Brügge über Meinerzhagen in Richtung Marienheide und Gummersbach. 1893 war die gesamte Strecke bis Dieringhausen fertiggestellt. Die Weiterführung von Krummenerl zum Anschluss an die Biggetalbahn und weiter nach Kreuztal wurde mehrfach in Angriff genommen, allerdings nicht vollendet. Der Weiterbau endete 1927 in Krummenerl.[7]

In Hagen führte die Strecke anfangs mitten durch die Stadt (entlang der heutigen Bergstraße). Aufgrund der erheblichen Behinderung für den Straßenverkehr wurde im November 1906 mit dem Bau einer Umgehung begonnen. So entstand der Goldbergtunnel, der am 1. Juli 1910 in Betrieb genommen wurde. Beim Ausbau der Strecke um 1906 zur zweigleisigen Hauptbahn wurden der Kotthausener Tunnel und der Hammerhausener Tunnel abgetragen.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts bestanden Planungen, die Volmetalbahn mit der Bahnstrecke Plettenberg–Herscheid zu verbinden und so eine Verbindung zwischen Volme- und Lennetal zu schaffen. Diese scheiterten jedoch an den hohen Baukosten.

Bis in die 1950er Jahre gab es in Marienheide eine Übergabe zur schmalspurigen Leppetalbahn.

Auf der Strecke zwischen Hagen und Brügge befinden sich drei aufgelassene Bahnhöfe beziehungsweise Haltepunkte. Zwischen Oberhagen und Dahl gab es noch Stationen in Delstern und Ambrock, zwischen Dahl und Rummenohl war früher noch ein Haltepunkt in Priorei. Alle diese Haltepunkte wurden am 27. Mai 1979 geschlossen.

Im Mai 1986 wurde der Personenverkehr zwischen Brügge und Marienheide eingestellt, ein Jahr später auch zwischen Marienheide und Gummersbach.

Von 1965 bis zum September 1994 fuhren auf der Volmetalbahn Wendezüge, bestehend aus Hagener Diesellokomotiven der Baureihe 212 mit zwei bis drei Wagen, zumeist handelte es sich dabei um n-Wagen. Bis 1979 gab es außerdem einen Schienenbus-Pendelverkehr zwischen Lüdenscheid und Brügge, der den Anschluss an die Eilzüge zwischen Köln und Hagen herstellte. Vergleichsweise kurz währte die Zeit der Dieseltriebwagen der Baureihe 628.4, die von September 1994 bis zum 30. Mai 1999 verkehrten. Auf dem Abschnitt (Köln–) Dieringhausen–Meinerzhagen (1986 verkürzt bis Marienheide, ab 1987 nur noch bis Gummersbach) kam von 1984 bis 1995 die City-Bahn zum Einsatz.

1996 erfolgte für die Volmetalbahn die erste europaweite Ausschreibung für eine Eisenbahnlinie in Deutschland, die die Dortmund-Märkische Eisenbahn (DME) für sich entschied. Sie übernahm am 30. Mai 1999 den Betrieb auf der Verbindung Hagen–Brügge–Lüdenscheid und setzte Dieseltriebwagen vom Typ Bombardier Talent ein. Im Jahr 2004 gewann die Deutsche Bahn die erneute Ausschreibung und setzt seither Triebwagen vom Typ Alstom Coradia LINT (Baureihe 648) ein.

Noch während der ersten Ausschreibung wurde die Strecke zwischen Brügge und Hagen-Delstern eingleisig zurückgebaut, um sie zu beschleunigen. Diese Beschleunigung ist jedoch im Betrieb nur minimal, dafür wurden diverse Nebengleise abgebaut und der Fahrplankorridor sehr verengt. Die heute noch regelmäßig von Meinerzhagen Richtung Hagen verkehrenden Schotter-Ganzzüge und die Leerzüge in Gegenrichtung müssen regelmäßig in Brügge oder Delstern warten. Auch bei Verspätungen der Personenzüge ist die planmäßige Begegnung in Rummenohl nicht immer möglich und erzeugt weitere Verspätungen, die die angestrebte Beschleunigung wieder aufheben.

Eine 1997 vorgestellte Planung zur Regionalstadtbahn Hagen, die Volmetalbahn von Dortmund über Hagen nach Lüdenscheid als Stadtbahn direkt vom Dortmunder Stadtzentrum über das Hagener Stadtzentrum bis in die Innenstadt von Lüdenscheid zu betreiben, wurde trotz des verkehrlichen Nutzens aus Kostengründen abgelehnt.

Anstelle des im Januar 2012 abgerissenen Empfangsgebäudes des Bahnhofes Gummersbach sollte ein zweiter Bahnsteig entstehen,[8] neben anderen Umbauten, die im März 2009 mit der Verlegung der Einfahrweiche begonnen haben. Inzwischen (November 2009) wurde im Gummersbacher Bahnhofsbereich eine Brücke gebaut, auf der die Bahn künftig die Straße zum Steinmüllergelände überquert.[9]

Bauwerke

An der Volmetalbahn existiert mit dem 2200 Meter langen Goldbergtunnel in Hagen ein bedeutendes Eisenbahnbauwerk.

Ein weiteres markantes Bauwerk ist das Stellwerk im Bahnhof Brügge.

Eines der beiden Stellwerke am Gummersbacher Bahnhof dient seit 2006 der örtlichen Sparkasse als Schulungszentrum. Die meisten anderen Stellwerke sind dagegen heute abgerissen oder stehen leer.

Betrieb

Die Volmetalbahn wird im Personennahverkehr täglich im Stundentakt (mit Taktlücken am Sonntagmorgen) von der Regionalbahnlinie Volmetal-Bahn (RB 52) genutzt. Sie beginnt in Dortmund Hbf und führt über Hagen Hbf und den Bahnhof Brügge (Westf) (mit Fahrtrichtungswechsel) zum Bahnhof Lüdenscheid. Die Zugkreuzung findet kurz vor der halben Stunde in Rummenohl statt.

Seit dem 12. Dezember 2004 wird der Schienenpersonennahverkehr auf der Volmetalbahn von der DB Regio NRW betrieben, für die Volmetal-Bahn werden Dieseltriebwagen der Baureihe 648 für Geschwindigkeiten bis 120 km/h einsetzt, wobei die Volmetalbahn maximal 90 km/h zulässt.

Zum Einsatz kommen in Ausnahmefällen auch Fahrzeuge der Baureihen 612, 628.4 und 640.

Von Dieringhausen nach Meinerzhagen verkehren Dieseltriebzüge der Baureihe 620 (teilweise gekuppelt mit Triebzügen der Baureihe 622), die in Dieringhausen von der Aggertalbahn aus Köln auf die Volmetalbahn durchgebunden werden. Seit 2003 verkehrten die Züge wieder bis Marienheide, am 27. Februar 2014 ist die Strecke schließlich wieder bis nach Meinerzhagen reaktiviert worden.[10]

Lückenschluss mit der Aggertalbahn und Ausbauten

Ehemalige Planung

Es gab zahlreiche Bestrebungen, den Personenverkehr auf dem eingestellten Abschnitt wieder aufzunehmen. Durch den geplanten Lückenschluss sollte eine Verbindung aus vier Teilen entstehen:

Lückenschluss Gummersbach - Brügge

Ende der neunziger Jahre ließen die beteiligten Kommunen und Aufgabenträger ein Gutachten zum verkehrlichen Nutzen und der Wirtschaftlichkeit des Lückenschlusses zwischen Gummersbach und Brügge erstellen. Das Gutachten kam zu dem Schluss, dass die Wiedereröffnung volkswirtschaftlich sinnvoll ist und der Streckenabschnitt von etwa 4.500 Fahrgästen pro Tag genutzt wird. Dabei wurde ermittelt, dass 2.200 Fahrgäste Neukunden sind, die das derzeitige Nahverkehrsangebot nicht nutzen. Die Bahn soll dabei 20 Minuten schneller und im Abschnitt Meinerzhagen - Gummerhagen häufiger als das Busangebot verkehren. Daraufhin hatte das Land Nordrhein-Westfalen im Sommer 1998 in seiner ÖPNV-Bedarfsplanung den Lückenschluss zwischen Brügge (Westf) und Gummersbach als vordringlich eingestuft und erforderliche Geldmittel für die Reaktivierung im Haushalt eingeplant. Es wurden Verträge mit Kommunen und SPNV-Aufgabenträgern geschlossen.

Im Abschnitt zwischen Gummersbach und Marienheide wurde der Verkehr schließlich Ende April 2003 wieder aufgenommen. Dabei wurden der Haltepunkt Gummersbach Nord und der Bahnhof Kotthausen nicht reaktiviert. Für die Reaktivierung des acht Kilometer langen Abschnittes wurden drei Millionen Euro investiert. Anschließend sollte der restliche Abschnitt zwischen Brügge (Westf) und Marienheide für den Personenverkehr reaktiviert werden. Im Mai 2006 stoppte der damalige Landesverkehrsminister Oliver Wittke alle SPNV-Projekte in Nordrhein-Westfalen, darunter auch die endgültige Fertigstellung der Teilstrecke Marienheide–Brügge. Zwischen Marienheide und Meinerzhagen wurden zu dem Zeitpunkt bereits neue Gleise verlegt, neue Signale installiert und neue Bahnübergänge gebaut.

Die Verbandsversammlung des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) hat sich am 26. September 2006 in Köln für den Lückenschluss der Bahnstrecke Marienheide–Brügge ausgesprochen. Die Zweckverbände hatten bereits Bestellgarantien abgegeben. Zuletzt unterzeichneten am 16. Januar 2007 der Landrat des Oberbergischen Kreises Hagen Jobi, der Landrat des Märkischen Kreises Aloys Steppuhn sowie die Bürgermeister der Städte zwischen Gummersbach und Hagen, ferner die Kreisbaudirektoren des Märkischen und des Oberbergischen Kreises eine gemeinsame Erklärung, in der sie die Fertigstellung der Reaktivierung fordern.

Erneuter Anlauf ab 2007

Am 7. November 2007 hob der damalige NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke den verfügten Planungsstopp für den Abschnitt Marienheide–Meinerzhagen auf. Wittke folgte damit einer Empfehlung der Zweckverbände Rhein-Sieg und Ruhr-Lippe.

Auf einer Sitzung des Lenkungskreises zur Reaktivierung der Bahnstrecke Marienheide–Meinerzhagen in Gummersbach im November 2008 wurden verschiedene Planungen für die Zukunft vorgestellt. Dazu zählte eine Erweiterung des 30-Minuten-Taktes KölnOverath bis nach Engelskirchen und später sogar bis nach Gummersbach. Gleichzeitig sollte auch die Verbindung bis Meinerzhagen wieder eröffnet werden und einige Verbesserungen auf der Gesamtstrecke geschaffen werden. Zu diesen Verbesserungen zählt eine Wiederinbetriebnahme des talseitigen Gleises zwischen Gummersbach und Dieringhausen. Anschließend sollte auch der Abschnitt bis Brügge reaktiviert werden. Der Zweckverband SPNV Ruhr-Lippe verfügte allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht über die notwendigen Mittel, um das jährliche Betriebskostendefizit ausgleichen zu können.

Im November 2009 wurde der Betrieb ab dem 15. Dezember 2013 für 20 Jahre bis zum Jahr 2033 ausgeschrieben.[11] Dabei wird als Ziel für die RB 25 Meinerzhagen fest angegeben. Den Zuschlag bei der Ausschreibung erhielt DB Regio Rheinland.

Im Februar 2011 bot die Deutsche Bahn die Strecke zwischen Brügge und Meinerzhagen zum Verkauf an. Damit schien die Stilllegung der Strecke nahe gerückt. Das stärkte den Widerstand in den betroffenen Kommunen.[12]

Im Juni 2011 gab der zuständige Zweckverband bekannt, dass der Streckenabschnitt zwischen Meinerzhagen und Brügge mit erheblichen Aufwand in zwei Ausbaustufen instand gesetzt wird. Die erste Ausbaustufe soll von Herbst 2011 bis Ende 2012 dauern und ein Bauvolumen von 8 Millionen Euro umfassen. Die zweite Ausbaustufe hat in etwa dasselbe Volumen und soll bis spätestens 2014 abgeschlossen sein. Somit würden sowohl der Güter- als auch der Personenverkehr für die Zukunft der Volmetalbahn gesichert werden. Meinerzhagens Bürgermeister Erhard Pierlings meinte dazu, dass man nun auf die Reaktivierung des Personenverkehrs und damit den Lückenschluss zwischen Meinerzhagen und Brügge „in einem absehbaren Zeitraum hoffen“ könne. Er sagte außerdem dazu, dass die Volmetalbahn als verbindendes verkehrsinfrastrukturelles Element bei ihren gemeinsam abgestimmten Planungen eine ganz besondere Priorität habe. Außerdem äußerte der SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas, dass die Verbindung Meinerzhagen–Brügge im Rahmen der Ausbaustufe Köln–Hagen wichtig für die Anbindung der Region an den Schienenverkehr sei und die Bahnstrecke den Wirtschafts- und Bildungsstandort Südwestfalen stärke.[13]

Der Bahnhof Brügge erhält wieder ein zusätzliches Gleis und in Kierspe wird wieder eine Kreuzungsmöglichkeit vorgesehen. Für die Erhöhung der Streckengeschwindigkeit auf 80 km/h müssen einige Bahnübergänge geschlossen und andere mit Lichtzeichenanlagen versehen werden.[12]

Am 27. Februar 2014 erhielt Meinerzhagen wieder Anschluss an den Schienenpersonenverkehr. Die Züge der Regionalbahnlinie RB 25 Köln-Hansaring–Gummersbach–Marienheide verkehren nun im Taktverkehr wieder bis Meinerzhagen. Hier hatte der letzte fahrplanmäßige Personenzug am 31. Mai 1986 den Bahnhof Meinerzhagen in Richtung Gummersbach–Dieringhausen verlassen. Der Haltepunkt Holzwipper wurde dabei nicht reaktiviert. Die Weichen zur Reaktivierung wurden im Jahr 2012 sogar für den vollständigen Lückenschluss durch das Volmetal bis Lüdenscheid–Brügge gestellt; die Reaktivierung soll zum Dezember 2017 erfolgen.[5]

Bereits seit Anfang Oktober 2012 liefen im Bereich des Bahnhofsgeländes in Meinerzhagen umfangreiche Arbeiten. Mit Blick auf die ursprünglich für Dezember 2013 geplante Reaktivierung des Personenverkehrs auf dem Abschnitt zwischen Marienheide und Meinerzhagen wurden die Gleisanlagen grunderneuert.[14] Bis Ende November 2012 gab es auch im weiteren Verlauf der Volmestrecke hinter Kierspe in Richtung Oberbrügge dazu weitere Ausbauarbeiten. Die Deutsche Bahn AG investierte in die Gleiserneuerung rund 16,5 Millionen Euro. Die aktuelle Baumaßnahme würde rund 5 Millionen Euro kosten. Als weitere Maßnahmen würden außerdem noch der Ausbau und die Sicherung von Bahnübergängen sowie die Herrichtung der künftigen Haltepunkte in Meinerzhagen und Kierspe anstehen.

Die Reaktivierung der Volmetalbahn ist ein wesentliches Projekt innerhalb des Regionale-Programms „Oben an der Volme“. Zusätzlich zu den Streckenarbeiten, durchgeführt durch die Deutsche Bahn AG, gestalten die vier beteiligten Kommunen Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle auch das Umfeld rund um die Bahnhöfe attraktiver. Zudem werden die Bahnhöfe auch Haltestationen mit Abstellmöglichkeiten für den ebenfalls zum Regionale-Projekt gehörenden Volmetal-Radweg erhalten. Nach derzeitigem Stand beteiligt sich die Deutsche Bahn AG an der Gesamtplanung mit einem Investitionsvolumen von rund 29 Millionen Euro.

In Meinerzhagen und Kierspe wurden in diesem Zusammenhang auch die beiden Zentralen Omnibusbahnhöfe (ZOB) neu gestaltet. Sie sollen der Verknüpfung zwischen Bahn- und Busverkehr dienen.

zukünftige Planungen

An Samstagen und Sonntagen soll die Volmetalbahn künftig eine Stunde früher von Lüdenscheid nach Hagen verkehren. Außerdem strebt der Märkische Kreis für die Zukunft einen 30-Minuten-Takt der Volmetalbahn von Lüdenscheid über Hagen nach Dortmund an, da Lüdenscheid der nachfragestärkste Halt ist. Der Lückenschluss der Volmetalbahn von Marienheide über Meinerzhagen, Kierspe und Oberbrügge nach Brügge (Westf.) wird weiterhin von den Städten Meinerzhagen, Kierspe und Halver stark begrüßt.[15]

Langfristig soll die RB 25 als S 15 im Netz der S-Bahn Köln aufgehen, mit Durchbindung über Euskirchen bis nach Jünkerath in der Eifel. Dazu soll die RB 25 mit der RB 24 auf der Eifelstrecke verbunden werden.[16]

Betriebsstellen (Auswahl)

Bahnhof Vollme

Der Bahnhof Vollme wurde 2009 abgerissen. Wie es um eine Reaktivierung als Haltepunkt steht, wenn die Strecke zwischen Meinerzhagen und Brügge reaktiviert wird, ist noch unbekannt.[17]

Bahnhof Gummersbach

Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Gummersbach wurde im Januar 2012 abgerissen. Der Bahnhof besteht nur aus zwei Gleisen, von denen eines bis Ende 2013 ein Stumpfgleis am Bahnsteig war. Im Rahmen der Reaktivierung der Strecke für den Personenverkehr bis Meinerzhagen wurde Gleis 1 wieder beidseitig angebunden. Damit sind auch in Gummersbach wieder Zugkreuzungen möglich, sobald alle signaltechnischen Arbeiten abgeschlossen sind.

Bahnhof Kotthausen

Der Bahnhof Kotthausen wurde im Jahre 1893 eröffnet. Der Bahnhof rentierte sich schnell, da vier Ortschaften auf diesen Bahnhof zugriffen. Da aber wegen zweier Steinbrüche im Einzugsbereich der Güterverkehr mehr Bedeutung hatte, wurde der Bahnhof erst ab 1898 für den Personenverkehr freigegeben. Der Bahnhof besaß ein für kleine Bahnhöfe umfangreiches Gleisgebilde.

Durch die Eröffnung der Leppetalbahn im Jahr 1900 verlor er ein wenig Verkehrsanteil. 1908 wurde der Bahnhof großräumig ausgebaut. Der Bahnhof überstand den Zweiten Weltkrieg ohne große Schäden, im Februar 1945 traf eine Fliegerbombe eine Dampflokomotive und beschädigte das Stellwerk. Nach einem Unglück in einem der Steinbrüche ging der Güterzugverkehr nach und nach zurück. Im Jahr 1987 hielt das letzte mal eine CityBahn im Bahnhof Kotthausen.

Der Bahnhof wurde bei der Reaktivierung nicht berücksichtigt, dazu existieren auch keine Planungen für die Zukunft.

Einzelnachweis: Umfangreiche Geschichte des Bahnhofs Kotthausen

Siehe auch

Literatur

  • Sascha Koch, Horst Kowalski und andere: Eisenbahnen im Oberbergischen und die Geschichte des Bahnbetriebswerkes Dieringhausen. Galunder Verlag, Nümbrecht 2005, ISBN 3-89909-050-0.
  • Christoph Riedel: Eisenbahn im Sauerland. Schienenwege zwischen Ruhr und Sieg. GeraMond, München 1999, ISBN 3-932785-22-3.
  • Christoph Riedel: Strecke Hagen–Dieringhausen/Lüdenscheid. In: Wolf-Dietger Machel (Hrsg.): Neben- und Schmalspurbahnen in Deutschland. Loseblatt-Ausgabe, GeraMond, München 1994, ISSN 0949-2143 .
  • Bernd Franco Hoffmann: Stillgelegte Bahnstrecken im Bergischen Land. Sutton-Verlag, Erfurt 2013, ISBN 978-3-95400-147-7.
  • Bernd Franco Hoffmann: Die Bergisch-Märkische Eisenbahn. Durch die Täler von Wupper, Ruhr und Volme; Sutton-Verlag, Erfurt, 2015, ISBN 978-3-95400-580-2

Weblinks

 Commons: Volmetalbahn  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

NRWbahnarchiv von André Joost:

Bildergalerien:

Einzelnachweise

  1. Eisenbahnatlas Deutschland. 9. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2014, ISBN 978-3-89494-145-1.
  2. Informationen und Bilder zu den Tunneln der Strecke 2810 auf eisenbahn-tunnelportale.de
  3. Informationen und Bilder zu den Tunneln der Strecke 2813 auf eisenbahn-tunnelportale.de
  4. Informationen und Bilder zu den Tunneln der Strecke 2819 auf eisenbahn-tunnelportale.de
  5. 5,0 5,1 Inbetriebnahme der reaktivierten Bahnstrecke von Meinerzhagen nach Lüdenscheid–Brügge für Ende 2017 geplant. NWL, 17. Februar 2015, abgerufen am 17. Februar 2015 (Pressemitteilung).
  6. Martin Vormberg: Die Ruhr-Sieg-Eisenbahn. In: Alfred Bruns (Red.): Die Eisenbahn im Sauerland. Schmallenberg 1989, ISBN 3-922659-63-2, S. 41 ff.
  7. Albert K. Hömberg: Heimatchronik des Kreises Olpe. 2. Auflage, Köln 1967, S. 301f.
  8. Umbau in Gummersbach (Memento vom 10. Juli 2012 im Webarchiv archive.is)
  9. Eisenbahnbrücke wird eingeschoben. 8. Oktober 2009, abgerufen am 21. Dezember 2015.
  10. eisenbahn-magazin 12/2013, S. 26
  11. Ausschreibung des Verkehrs ab 2013, Zugriff am 20. Dezember 2009
  12. 12,0 12,1 Christoph Riedel: Lückenschluss im Sauerland. In: eisenbahn-magazin. Nr. 4, 2014, S. 31.
  13. Freude über gemeinsamen Erfolg. In: Lüdenscheider Nachrichten. 7. Juni 2011, abgerufen am 21. Dezember 2015.
  14. Bahn investiert in die Reaktivierung der Strecke. In: Meinerzhagener Zeitung. 8. Oktober 2012, abgerufen am 11. März 2014.
  15. Bahn soll bis Hagen mehr Gas geben. In: Lüdenscheider Nachrichten. 16. Januar 2011, abgerufen am 21. Dezember 2015.
  16. SPNV-Nahverkehrsplan des NVR
  17. Dirk Hackenberg: Bahnhof Vollme abgerissen. In: Westfälische Rundschau. 12. Mai 2009, abgerufen am 11. März 2014.

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke Hagen–Dieringhausen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.