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Bahnhof Zürich Stadelhofen


Der Bahnhof Zürich Stadelhofen (410 m ü. M. ) ist einer der dreizehn SBB-Bahnhöfe auf dem Gebiet der Schweizer Stadt Zürich. Stadelhofen ist neben dem Zürcher Hauptbahnhof und dem Bahnhof Oerlikon ein wichtiger Knotenpunkt des Zürcher S-Bahn-Systems. Es ist, gemessen am Passagieraufkommen, der siebtgrösste Bahnhof der Schweiz. [1]

Zugleich ist der Bahnhof ein Umsteigepunkt auf die städtische Strassenbahn, sowie auf die meterspurige Forchbahn, die beide auf dem Stadelhoferplatz verkehren. Der Bahnhof verfügt zudem über eine Einkaufspassage, welche 365 Tage im Jahr geöffnet ist.

Geschichte

1894 eröffnete die rechtsufrige Zürichsee-Bahn ihre Bahnstrecke von Rapperswil über Meilen nach Tiefenbrunnen und durch den Riesbachtunnel nach Stadelhofen. Durch den Lettentunnel führte die Strecke zum Bahnhof Letten und von dort aus in einem weiten Bogen über die Limmat zum Hauptbahnhof. Seit der Einführung der S-Bahn Zürich 1990 ist der Lettentunnel stillgelegt und die Züge gelangen direkt vom Hauptbahnhof durch den doppelspurigen Hirschengrabentunnel nach Stadelhofen. Im dreigleisigen Bahnhof entfädeln sich zwei Bahnstrecken. Einspurig geht es durch den alten Riesbachtunnel nach Tiefenbrunnen und weiter bis nach Rapperswil. Neu ist die doppelspurige Strecke durch den Zürichbergtunnel nach Stettbach und weiter in Richtung Winterthur respektive Uster.

Architektur des Neubaus

Beim Neubau der Station blieb das 1884 erbaute spätklassizistische Aufnahmegebäude bestehen. Es wurde in die vom Architekten Santiago Calatrava aus Beton und Stahl gestaltete Perronüberdachung integriert, bei der ihm die Rippen eines Stiers Vorbild waren. Besonders auffallend ist die für die nächtliche Verschliessung der Abgänge zum unterirdischen Ladenbereich und den bergseitigen Perrons gewählte Lösung mit kunstvollen Klapptoren. Eine ebenfalls organisch-skulpturale Treppen- und Brückenanlage führt als Fussgängerpassage neben dem Eingangsgebäude vom Bellevueplatz über die Gleise bergan zu einer Passerelle, die oberhalb der Gleise parallel verläuft und den Passanten Sitzmöglichkeiten und Aussicht bietet.

Nadelöhr Stadelhofen

Der Bahnhof Stadelhofen gilt als eines der grössten Nadelöhre im Zürcher S-Bahn-System. Auf den drei Gleisen verkehren acht S-Bahn Linien, was bei vier Bewegungen pro Linie und Stunde insgesamt 32 Züge pro Stunde ergibt. In den Stosszeiten erhöht sich diese Zahl aufgrund der Zwischenzüge auf rund 40 Züge pro Stunde.

S-Bahn Zürich

Der Bahnhof Zürich Stadelhofen wurde im Hinblick auf die Einführung der S-Bahn Zürich ausgebaut und wird ausschliesslich von S-Bahn-Zügen bedient.

Alle Linien verkehren grundsätzlich täglich und ganztägig im Halbstundentakt (mit ändernden Endpunkten). Zur Hauptverkehrszeit verkehrt eine als S 11 bezeichnete Verstärkungslinie, um rund eine Viertelstunde versetzt zur S12, zwischen Zürich Hardbrücke und Winterthur. Diese S11 wird teilweise auch unter der Liniennummer S23 gefahren, allerdings dann nur bis Zürich HB und ohne Halt in Stettbach.

Auf dem Stadelhoferplatz vor dem Bahnhofsgebäude:

Nahverkehr

Ebenfalls auf dem Stadelhoferplatz verkehren die Tramlinien 11 und 15 der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ). Unmittelbar südlich des Stadelhoferplatzes liegt die Haltestelle Opernhaus, die von den Tramlinien 2 und 4 bedient wird. Ebenfalls in Fussdistanz liegt das Bellevue, nach dem Hauptbahnhof der zweitgrösste Nahverkehrsknoten der Stadt.

In den Nächten, in denen das «Nachtnetz» fährt, bilden Stadelhofen (Nacht-S-Bahnen) und Bellevue (Nachtbusse) den wichtigsten Zürcher Umsteigeknoten, da der Hauptbahnhof nicht von allen Nachtbuslinien angefahren wird.

Bilder

Literatur

  • Bernhard Klein, Michael Robinson (englische Übersetzung), Paolo Rosselli (Fotos), Axel Menges (Hrsg.) Bahnhof Stadelhofen, Zürich / Santiago Calatrava. Wasmuth, Tübingen/Berlin 1993, ISBN 3-8030-2710-1. (deutsch/englisch).

Weblinks

 Commons: Bahnhof Stadelhofen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Pressestelle SBB, Sept. 2014

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof Zürich Stadelhofen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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